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Wissen US-Amerikaner leiden unter Trump-Angststörung
Nachrichten Wissen US-Amerikaner leiden unter Trump-Angststörung
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11:47 31.07.2018
Donald Trump ist verantwortlich für die nach ihm benannte Trump-Angststörung. Quelle: AP
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Washington

Seit Donald Trump ins Weiße Haus eingezogen ist, leiden immer mehr US-Bürger unter Angst und Stress. Das Phänomen hat sogar einen eigenen Namen: die Trump-Angststörung. So berichtet zum Beispiel die Psychotherapeutin Elisabeth LaMotte in einem Interview mit CBC, dass sie zunehmend Patienten behandelt, die befürchten, die Welt könnte durch die Handlungen von Trump untergehen. Auch andere Mediziner diagnostizieren bei ihren Patienten laut CBC ungewöhnlich oft Stress, der auf die politische Situation zurückzuführen sei.

Überraschend sei, wie sehr diese Ängste denen von Menschen ähnelten, die unter der Persönlichkeitsstörung eines Elternteils leiden, sagt LaMotte. „Ob bewusst oder nicht, ich denke, wir betrachten den Präsidenten der Vereinigten Staaten als einen psychologischen Elternteil.“

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Trump-Angststörung ist keine offizielle Krankheit

Eine offizielle Krankheit ist die Trump-Angststörung nicht. Im Unterschied zu anderen Angststörungen beziehen sich ihre Symptome speziell auf die Wahl des Präsidenten und das daraus resultierende unberechenbare soziopolitische Klima, zitiert CBC die klinische Psychologin Jennifer Panning, die den Begriff „Trump Anxiety Disorder“ erstmals verwendete. Menschen, die darunter leiden, fühlten sich hilflos, ärgerten sich darüber, was im Land geschehe und würden viel Zeit mit Social Media verbringen.

Aber es sind nicht nur Trump-Gegner, die es derzeit schwer haben. Auch seine Unterstützer erleben harte Zeiten. So berichten manche von ihnen, dass ihnen unter anderem die Angriffe auf Trump Angst machten oder dass sie sich sozial oder familiär isoliert fühlten.

Die Eindrücke, die Elisabeth LaMotte und ihre Kollegen sammeln, werden auch von der American Psychological Association (APA) untermauert. In einer Befragung aus dem Februar 2017 sagten zwei Drittel der Befragten, dass sie wegen der Zukunft des Landes gestresst seien.

Von sin/asu/RND