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14:07 27.12.2018
„Zwischen den Jahren“ – eine Redewendung mit kirchlichem Hintergrund. Der Grund liegt u.A. am gregorianischen Kalender Quelle: AP
Hannover

Für die meisten sind es die ruhigsten und entspanntesten Tage des Jahres. Aber was bedeutet eigentlich die Redewendung „Zwischen den Jahren”?

Was bedeutet „Zwischen den Jahren”?

In der Regel ist mit der Redewendung „Zwischen den Jahren” heutzutage die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gemeint.

Ursprünglich umfasste der Zeitraum „Zwischen den Jahren” jedoch entweder die sogenannten Rauhnächte (auch als zwölf heilige Nächte oder Zwölfnächte bekannt) oder die Zeit zwischen Heiligabend am 24. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar.

Viele Menschen nehmen sich in der Zeit zwischen den Jahren Urlaub. Nach dem Weihnachtsfest und vor Neujahr braucht es schließlich nur wenige Brückentage - der Resturlaub wird oft einfach drangehängt.

Die Formulierung „Zwischen den Jahren” kommt jedoch nicht daher, dass sich viele Leute in dem Zeitraum Urlaub nehmen. Tatsächlich hat die Redewendung einen historischen Ursprung.

Woher kommt die Lücke zwischen den Jahren?

Woher kommt die Lücke zwischen den Jahren?

Die Formulierung „Zwischen den Jahren” geht auf das Europa der Spätantike zurück. Bereits im Jahr 153 wurde der weltliche Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verlegt. Damals kamen sich die römische Verwaltung mit den Christen in die Quere, als diese das Weihnachtsfest zum Höhepunkt des Kirchenjahres erklärten.

Bis zur Reform zum gregorianischen Kalender war der Beginn des neuen Jahres jedoch in weiten Teilen Europas der 6. Januar. Das Jahresende wurde dagegen schon am 24. Dezember datiert, sodasss die Zeit bis zum Beginn des neuen Jahres „zwischen den Jahren” lag.

Von tr/RND

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