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Sportbuzzer Schwartau gelingt Befreiungsschlag
Sportbuzzer Schwartau gelingt Befreiungsschlag
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22:01 09.11.2019
VfL-Torwarttrainer Jörg Engelhardt (v.l.), Steffen Köhler und Thees Glabisch feiern den Sieg über Emsdetten. Quelle: 54°/Christian Schaffrath
Lübeck

War da was? Nach vier Niederlagen in Folge, zuletzt war da die bittere 21:29-Niederlage im Derby in Hamburg, und der Trennung von Geschäftsführer Michael Friedrichs feierten die Zweitliga-Handballer des VfL Lübeck-Schwartau einen ungefährdeten 28:22 (15:11)-Erfolg vor 1753 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle gegen den TV Emsdetten, der mit drei Siegen in Folge im Aufwind war.

Schwartau auch ohne Kapitän souverän

„Mit vier Siegen in Serie wäre die Stimmung besser gewesen“, kommentierte Kapitän Martin Waschul den „Horror-Monat“ Oktober, „aber wir kommen da raus“. Das musste der VfL ohne „Waschi“ angehen, der wegen eines Kapselrissen im rechten Mittelfinger passen musste. Doch auch ohne ihren Kapitän agierten die Hausherren abgeklärt und souverän. Zwar stachen anfangs Emsdettens Asse, Johannes Wasielewski, Dirk Holzner und Torwart Konstantin Madert, und die   Gäste gingen mit 4:2 in Führung (7.), doch dann kamen die Gastgeber immer mehr auf Betriebstemperatur.

Schult und Köhler glänzen in der Abwehr

In der Abwehr machten Jan Schult und Steffen Köhler den Laden dicht, und was dennoch auf den Kasten kam, das war bei Torwart Dennis Klockmann im Laufe der Partie in immer besser werdenden Händen. Mit 12:9 Paraden sollte er das Duell der Keeper gegen Madert am Ende für sich entscheiden. Vor allem die wichtigen Würfe waren es, die „Klocki“ teils spektakulär parierte.

VfL setzt sich ab

Im Angriff trafen erst Finn Kretschmer von Außen und Janik Schrader aus dem rechten Rückraum, ehe Köhler per Gegenstoß beim 5:4 (12.) die erste Führung nach dem 1:0 gelang. Dem 5:5 folgten gleich fünf VfL-Treffer in Serie zum 10:5. Entscheidend war die zupackende Abwehr und eine konsequente Chancenverwertung. Später sollte der am Ende zu fahrlässige Umgang mit den eigenen Gelegenheiten der einzige Kritikpunkt gewesen sein.

Erster Sieg seit dem 27. September

Man merkte den Gastgebern deutlich an, dass sie mit ihren Fans den ersten Sieg seit dem 27. September (29:22 gegen Bietigheim) feiern wollten und den Negativtrend von vier Niederlagen in Folge und dem Absturz von Tabellenplatz sieben auf Rang 15 vergessen machen wollten.

Alle Spiele, alle Ergebnisse und die Toptorschützen – die Saison 2019/20 des VfL Lübeck-Schwartau in der großen Bilder-Rückschau.

Auch Torhüter Klockmann trifft

„Wir haben eine angespannte Personalsituation, doch da müssen wir durch, auch wenn das natürlich nicht einfach ist. Aber es ist auch eine Chance für Spieler aus der vermeintlichen zweiten Reihe“, hatte Trainer Piotr Przybecki gesagt. Und seine Mannschaft hielt sich an die Vorgaben, auch durch Wechsel kam kaum ein Bruch ins Spiel. Heikel hätte es nach dem 24:21in der 52. Minute werden können, doch Köhler, Hansen, Schrader und Klockmann per Wurf ins leere Tor bauten die Führung auf 28:21 (59.) aus.

Schwartau wieder vor Emsdetten

Damit hat der VfL auch Emsdetten in der Tabelle wieder überholen können. Bei den Münsterländern kam der ehemaligen Schwartauer Marcel Schliedermann im Angriff kaum zum Zuge, sein einziger Treffer an ehemaliger Wirkungsstätte gelang ihm erst in der 41. Minute zum 17:21 aus TVE-Sicht.

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1 Tor, 13 Paraden), Mallwitz (bei 1 Siebenmeter) – Köhler 6, Hansen 5, Schrader 4/2, Glabisch 4/1, Raguse 4, Kretschmer 3, Schult 1,Claasen, Runarsson, Bruhn, Gonschor, Möller, PoticTV Emsdetten: Madert (10 Paraden), Paske (1 Siebenmeter) – Wasillewski 9, Holzner 5/4, Kolk 3, Wesseling 2, Schliedermann, Toom, Mojzis je 1Zeitstrafen: 5 – 6Siebenmeter: 3 – 5Zuschauer: 1753Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 2:4 (7.), 5:4 (12.), 5:5 (13.), 10:5 (22.), 13:9 (28.), 15:11 (30.), 18:12 (33.), 20:15 (38.), 24:18 (49.), 24:21 (52.), 27:21 (58.), 28:22 (60.).

Von Christoph Staffen

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