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Lübeck Cougars Cougars verlieren finales Derby: Am Ende Massenschlägerei
Sportbuzzer Lübeck Cougars Cougars verlieren finales Derby: Am Ende Massenschlägerei
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21:49 07.09.2019
Die halbe Rostocker Abwehr stürzt sich auf Aaron Milton, stoppt den Cougars-Runningback.. Quelle: 54° / John Garve
Lübeck

Derby verloren, Rekord verpasst. Im letzten Saisonspiel der 2. Football-Bundesliga Nord mussten sich die bereits als Vizemeister feststehenden Lübeck Cougars vor 1136 Fans auf dem Buniamshof den Rostock Griffins im Ostsee-Derby 16:33 geschlagen geben, beenden die Spielzeit 2019 mit zehn Siegen und vier Niederlagen.

Cougars starten unglücklich

„Wir wollen die Partie unbedingt gewinnen, um mit einem positiven Gefühl in die lange Winterpause zu gehen“, hatte Cougars-Cheftrainer Mark Holtze vor dem Spiel erklärt. Doch daraus wurde nichts. Schon die erste Angriffsserie sollte Symbolcharakter für die Partie haben. Die Lübecker arbeiteten sich zwar bis tief in die Rostocker Hälfte, mussten dann aber den Ball abgeben.

Grube fehlt Lübecks Footballern

Auf der anderen Seite war Kam Harris kaum zu stoppen. In der personell arg gebeutelten Berglöwen-Abwehr fehlte vor allem Teamcaptain Berend Grube an allen Ecken und Enden. Die Folge: Die Hausherren konnten nur wenig Druck auf den Rostocker-Quarterback machen, bekamen zudem Runningback Harris nie in den Griff.

Rostock zieht davon

So kam, was kommen musste. Julian Hagen (1-Yard-Lauf), Rostocks US-Quarterback Christopher Jeffrey, der nach drei Spielen Pause erstmals wieder dabei war (11-Yard-Lauf) und der Australier Chiam James (21-Yard-Pass von Jeffrey) sorgten für drei Gäste-Touchdowns, während den Cougars nur ein 31-Yard-Field-Goal durch Kicker Eric Schlomm zum 3:21.Halbzeitstand gelang.

Lübeck bäumt sich auf

Nach der Pause bäumten sich die Hausherren noch einmal auf, wollten wie schon so oft in dieser Saison die Partie mit einem Schlussspurt drehen. Das klappte zunächst auch ganz gut. Der glänzend aufgelegte US-Receiver Patrick Donahue fing einen 8-Yard-Pass von Cougars-Quarterback Quentin Williams in der Griffins-Endzone. Nur noch 10:21. Und als USA-Rückkehrer Salieu Ceesay zum Beginn des Schlussviertels mit einem spektakulären 76-Yard-Touchdown auf 16:21 verkürzte, war auch tatsächlich wieder alles drin.

Harris sorgt für den Cougars-K.o.

Doch diesmal sollte es nicht reichen. Im Gegenzug arbeiteten sich die Griffins zügig übers ganze Feld, am Ende trug Harris den Ball das letzte Yard in die Lübecker Endzone, baute die Rostocker Führung auf 27:16 aus. Und nach einer Interception von Berglöwen-Spielmacher Williams schwanden letzten die Lübecker Hoffnungen – und die Mecklenburger machten mit einem 20-Yard-Lauf von Jeffrey zum 16:33 alles klar.

Massenschlägerei nach dem letzten Spielzug

Am Ende wurde es dann unschön. Nach dem letzten Spielzug der Partie wurde Lübecks Jan-Henning Kopetsch noch von einem Rostocker Verteidiger sehr unsanft zu Boden gebracht. Das brachte die Emotionen auf beiden Seiten dann zum Überlaufen und endete in einer Massenschlägerei an der Griffins-Teamzone. Und die hat Folgen. Die Schiedsrichter stellten auf Cougars-Seite Aaron Milton, Nathaniel Prince und Salieu Ceesay, bei Rostock Kam Harris, Darrain Winston, Gzim Musa und ein Assistenztrainer vom Platz. Sie alle sind damit mindestens für das erste Spiel der Saison 2020 gesperrt.

Von Axel Wronowski