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Lübeck Cougars Rückschlag für die Cougars-Footballer
Sportbuzzer Lübeck Cougars Rückschlag für die Cougars-Footballer
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19:28 11.05.2019
Cougars-Runningback Thore Prüße wird von der Spartans-Defense gestoppt. Quelle: BJARNE ALMSTEDT
Hannover

Die Zweitliga-Footballer der Lübeck Cougars sind im zweiten Saisonspiel hart auf dem Boden der Realität gelandet. Nach dem 27:21-Auftaktsieg gegen Vizemeister Solingen Paladins vor einer Woche verloren die Berglöwen ihr erstes Auswärtsspiel der Saison bei Aufsteiger Hannover Spartans 22:28 (7:6).

„Wir waren einfach grausam schlecht. Hannover war in allen drei Bereichen – Offense, Defense und Special Teams – besser. Vor allem haben die Spartans aber beherzter gespielt, wollten den Sieg einfach mehr“, sagte Cougars-Cheftrainer Mark Holtze nach dem Abpfiff bitter enttäuscht.

Williams bringt Cougars in Führung

Die Lübecker fanden vor allem im Angriff schwer ins Spiel, doch die Cougars-Defense hatte die Hausherren zunächst gut im Griff, ließ nur ein Field Goal zu. Und nachdem Berglöwen-Quarterback Quentin Williams mit dem ersten Touchdown der Partie die 7:3-Führung gelang, schien die Holtze-Truppe auf dem richtigen Weg. Zwar verkürzten die Hannoveraner durch ein weiteres Field Goal kurz vor der Pause auf 6:7, doch gleich nach dem Wechsel sorgten Runningback Thore Prüße mit seinem Touchdown-Lauf und Jamie Dale per Two-Point-Conversion für das 15:6.

Hannover nutzt Lübecker Fehler

Nun sah es ganz so aus, als würden die Cougars endgültig das Kommando übernehmen. Die Lübecker Defense stoppte die nächste Angriffsserie Spartans schnell – doch beim folgenden Punt-Return verlor Jamie Dale den Ball an der eigenen 20-Yard-Line. Die Hausherren ließen sich diese Chance nicht nehmen, verkürzten durch Solomon Sheard auf 13:15.

Anderson sichert Spartans-Sieg

Bei den Lübeckern war nun plötzlich der Faden gerissen, es klappte kaum noch etwas – und auf der anderen Seite drehte US-Runningback Michael Anderson gewaltig auf. Mit Touchdown-Läufen über 29 und 82 Yards brachte er den Aufsteiger mit 28:15 in Front. Besonders ärgerlich: Vor Andersons 82-Yards-Run waren die Cougars drauf und dran, wieder zu punkten, doch diesmal war es Quarterback Williams, der kurz vor der gegnerischen Endzone den Ball verlor. Lennart Stolinas Passfang in der Spartans-Endzone Sekunden vor Spielende zum 22:28 hatte nur noch statistischen Wert, konnte den ersten Sieg der Hannoveraner in ihrem dritten Saisonspiel nicht mehr verhindern.

„Die beiden Fumbles und ein verunglückter Snap bei einem Punt-Versuch haben uns natürlich weh getan, aber es wäre viel zu billig, zu sagen, dass wir deshalb verloren haben“, sagte Holtze – und fügte an: „Hannover hat genauso gespielt, wie wir es erwartet hatten. Unsere Jungs waren darauf eigentlich top vorbereitet. Umso ärgerlicher ist es, dass wir die Partie nicht gewonnen haben. Diese Niederlage war wirklich mehr als unnötig.“

Die Cougars haben nun zwei Wochen Zeit, die bittere Pleite zu verdauen und wieder in die Spur zu finden, bevor am 26. Mai (15 Uhr) mit den Elmshorn Fighting Pirates einer der Zweitliga-Topfavoriten seine Visitenkarte auf dem Buniamshof abgibt.

Axel Wronowski

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