Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden 111 Strafminuten beim „Ostsee-Derby“
Sportbuzzer Sport im Norden 111 Strafminuten beim „Ostsee-Derby“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 20.10.2014
Timmendorfer Strand —

Den Stockcheck in die Kniekehle von Igor Bacek konnte Thorben Saggau noch wegstecken, doch nach dem Schlagschuss von Marcus Klupp auf dieselbe Stelle war Schluss: Mit starken Schmerzen und einer dicken Beule musste der Stürmer des Eishockey-Oberligisten EHC Timmendorfer Strand 06 nach dem 4:2 (2:0, 0:1, 2:1) gegen den Rostocker EC per Krankenwagen in die Lübecker Notaufnahme gefahren werden. Nach vier Stunden gab‘s teilweise Entwarnung: Knochen und Bänder sind wohl unversehrt, doch wegen einer Prellung samt Bluterguss an einem Nerv fällt Saggau bis zu fünf Wochen aus.

„Das war dumm gelaufen, aber in Überzahl musste ich schießen“, erklärte „Übeltäter“ Klupp. „Da konnte man nichts machen. Thorben wollte dem Torwart die Sicht verdecken und sah die Scheibe nicht“, meinte sein Bruder Patrick Saggau, der drei der vier Tore auflegte und das vierte selbst erzielt hatte. Verwerter der Vorlagen war der Dritte im Bunde: Halbbruder Kenneth Schnabel hatte dreimal getroffen — und musste wie Thorben auch einstecken: Während Bacek für sein Foul eine Spieldauer-Disziplinarstrafe bekam, musste auch Rostocks Alexander Gruhler früher unter die Dusche: Der hohe Stock des „Piranhas“ hatte Schnabel am Mund getroffen, der sich blutend behandeln lassen musste. „Die dritte Spieldauer für unseren Vojtech Suchomer wegen eines Ellenbogenchecks war dagegen wohl eine Konzessionsentscheidung“, meinte EHCT-Coach Henry Thom zum Pfiff von Schiedsrichter Jörg Edler aus Osterode, der insgesamt gleich 111 Strafminuten verhängte. „Über 60 Minuten war das unser bestes Saisonspiel“, lobte Thom. Ganz stark hielt Goalie Jan-Niklas Gebert. „Ohne ihn hätte es nach zehn Minuten auch 0:3 stehen können“, fand Patrick Saggau nach der starken Anfangsphase der Rostocker, die ein Höllen-Tempo vorgelegt hatten. „Doch dann haben wir gut gegengehalten und stark gespielt. Diese Sieg kann Gold wert sein, wenn es um die Platzierung vor den Playoffs geht“, meinte Saggau. „Er war auch immens wichtig fürs Selbstvertrauen“.

Zwei Tage nach dem 4:2-Sieg im „Ostsee-Derby“ ging den Timmendorfern die Puste aus. Beim Hamburger SV verloren sie 1:6 (0:2, 0:2, 1:2). „Das Sonntag-Spiel haben wir am Freitag verloren“, lautete Thoms Erklärung für die dritte Auswärtsniederlage im dritten Spiel. „Anfangs waren wir die bessere Mannschaft, doch in Folge der Müdigkeit ließ die Konzentration nach und wir haben zu viele Fehler gemacht“, analysierte der Coach später. Übrigens hat sich der EHCT gestern mit dem 21-jährigen kanadischen Probespieler Aaron Scott weitestgehend auf einen Vertrag geeinigt.

Dank einer Energieleistung im letzten Drittel gewannen die Rostock Piranhas am Sonntag gegen die GEC Ritter Nordhorn mit 9:6 (2:2, 0:3, 7:1). Vor 918 Zuschauern war Kapitän Jens Stramkowski mit vier Treffern der überragende Mann auf dem Eis.

LN

Nach dem Kraftakt beim 4:2-Sieg gegen den Rostocker EC am Freitag sind die Akkus zwei Tage später leer. Am Ende heißt es für EHC Timmendorf 1:6 beim Hamburger SV.

20.10.2014

Nach dem Kraftakt beim 4:2-Sieg gegen den Rostocker EC am Freitag sind die Akkus zwei Tage später leer. Am Ende heißt es für EHC Timmendorf 1:6 beim Hamburger SV.

20.10.2014

TSG-Damen bringen ein 23:23 vom Staffelfavoriten Werder Bremen mit nach Hause. Trainer Frank: „Das war eine sensationelle Leistung unserer Mädels.“

20.10.2014