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Sport im Norden 2:5 – TSV Trittau geht gegen Union Lüdinghausen leer aus
Sportbuzzer Sport im Norden 2:5 – TSV Trittau geht gegen Union Lüdinghausen leer aus
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18:27 24.02.2020
Überzeugender Auftritt gegen ein Weltklasse-Mixed aus Lüdinghausen: Inalotta Suutarinen (l.) und Matthew Clare besiegten Jelle Maas und Linda Efler. Quelle: Agentur 54°
Trittau

Jonathan Persson hatte Mühe, seine Enttäuschung in Worte zu fassen. Zunächst hatte das Racket seinen Ärger über das eigene Spiel zu spüren bekommen, anschließend profitierte dann sein Gegenüber Nick Fransman davon, und schließlich blieb dem 25-jährigen Badminton-Profi des TSV Trittau nur, nach der Vier-Satz-Niederlage mit sich selbst hart ins Gericht zu gehen: „Ich habe wenig Worte, außer, dass es mir sehr, sehr leid tut für die Mannschaft, dass ich das Spiel verloren habe. Ich habe es leider mental vergeigt.“

Mülheim rückt auf zwei Punkte an Trittau heran

Mit der Folge, dass die Trittauer im letzten Heimspiel der Saison gegen Union Lüdinghausen eine 2:5-Niederlage quittieren mussten, somit nicht nur verloren, sondern auch ohne Punktgewinn blieben. Damit ist die Chance auf ein Playoff-Heimspiel auf ein Minimum gesunken. Und: Abgerutscht auf Tabellenplatz sechs, ist sogar die Playoff-Teilnahme wieder in Gefahr: Zwei Punkte Vorsprung sind es nur noch auf den 1. BV Mülheim, der 4:3 bei BW Wittorf in Neumünster gewann und mit Heimspielen gegen die Tabellenletzten aus Freystadt und Neuhausen-Nymphenburg das leichtere Restprogramm hat. Trittau muss am Abschlusswochenende 14./15.  März bei Ligaprimus Bischmisheim in Saarbrücken ran und in Bonn beim 1. BC Beuel, der selbst noch eine Playoff-Chance hat.

Persson: „Es tat sehr weh“

Der Druck war immens. Und Persson hielt ihm nicht stand. „Es tat sehr weh, dieses entscheidende Spiel zu verlieren“, verriet er mit einigem Abstand und wusste: „Es kann sein, dass der Punkt letztlich sehr entscheidend war.“

Jonathan Persson streckte sich letztlich vergebens: Seine Niederlage gegen Nick Fransman kostete den TSV Trittau einen Punktgewinn. Quelle: 54° / Felix König

Als sein Match gegen Fransman begann, war noch nicht klar, ob es noch eine Bedeutung für Trittaus Punktausbeute haben würde. Einzig das zweite Doppel mit dem Russen Sergej Sirant und Ary Trsinanto hatte zuvor für Jubel unter den knapp 150 Zuschauern gesorgt, als sie Kai Schäfer/Nick Fransman klar in drei Sätzen bezwangen. Alle anderen Duelle waren in drei Sätzen an die Gäste gegangen. Darunter auch das Dameneinzel, in dem Hope Warner für die grippekranke Priskila Siahaya einsprang und es mit Iris Wang zu tun bekam.

Wangs Bundesliga-Intermezzo zwischen zwei Turnieren

Die US-Amerikanerin mit chinesischen Wurzeln spielte erstmals in dieser Saison für Lüdinghausen, weil sie sich auf „Europa-Tournee“ befindet, nach den Spain Masters in Barcelona in der kommenden Woche bei den German Open in Mülheim startet. Warner merkte schnell, dass sie wenig Chancen hatte. Was so zuvor schon für Damendoppel und erstes Herrendoppel gegolten hatte und anschließend auch für Sirant im ersten Herreneinzel galt, der gegen den deutschen Nationalspieler Kai Schäfer beim 12:14, 4:11, 7:11 nur im ersten Satz Widerstand leistete.

Hochkonzentriert und letztlich mit dem besseren Ende im Mixed:Matthew Clare (r.) und Inalotta Suutarinen besiegten Lüdinghausens international erfolgreiches Duo Jelle Maas/Linda Efler. Quelle: 54°/Felix König

1:4 stand es also, als Persson sein Match begann. Parallel waren der Engländer Matthew Clare und Trittaus Finnin Inalotta Suutarinen gegen den Niederländer Jelle Maas (immerhin Nummer 36 der Doppel-Weltrangliste) und DBV-Nationalspielerin Linda Efler (Nr. 33 im Doppel, Nr. 35 Mixed) gefordert – und spielten groß auf. Mit ihrem Vier-Satz-Sieg verkürzten sie auf 2:4. Persson aber beflügelte das nicht. Im Gegenteil. 1:1 stand es nach Sätzen, der dritte Durchgang war offen, als sich alle Zuschaueraugen auf ihn und Fransman richteten. Ein 9:11 und gar ein 3:11 im vierten Satz folgten. Und Persson versicherte: „Es tut mir wirklich sehr, sehr leid.“

TSV Trittau – Union Lüdinghausen 2:5

Hope Warner/Inalotta SuutarinenYvonne Li/Iris Wang 7:11, 9:11, 5:11;

Sergey Sirant/Ary Trisnanto – Kai Schäfer/Nick Fransman 13:11, 11:7, 11:6;

Jonathan Persson/Matthew Clare – Josche Zurwonne/Jelle Maas 7:11, 4:11, 7:11;

WarnerWang 2:11, 3:11, 3:11;

Sirant – Schäfer 12:14, 4:11, 7:11;

Clare/SuutarinenMaas/Linda Efler 9:11, 11:8, 11:4, 11:9;

Jon. PerssonFransman 9:11, 11:5, 9:11, 3:11.

Von Christian Schlichting

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