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Sport im Norden 2:5 – Trittau kehrt punktlos vom Landesderby zurück
Sportbuzzer Sport im Norden 2:5 – Trittau kehrt punktlos vom Landesderby zurück
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18:44 21.10.2019
Britischer Lichtblick: David Jones (vorn) und Matthew Clare gewannen im zweiten Herrendoppel in fünf Sätzen. Quelle: Jörg Lühn
Neumünster

Der TSV Trittau spielt im siebten Jahr in der 1. Badminton-Bundesliga. Es soll kein verflixtes Jahr werden. Doch nach der 2:5-Niederlage vor 325 Zuschauern beim Landesrivalen Blau-Weiß Wittorf in Neumünster droht zunächst ein harter Winter, wenn nicht in Kürze in Eichhörnchenmanier gepunktet wird. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt für den Tabellenneunten nach dem sechsten Spieltag zwei Punkte.

Schlechte Voraussetzungen ohne Top-Solisten

„Es ist ärgerlich, dass wir nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben“, sagte Trittaus Nikolaj Persson. Diesen hätte es für eine 3:4-Niederlage gegeben. Eigentlich aber wollten die Stormarner – wie im Vorjahr – noch lieber mit 4:3 gewinnen. „Die Voraussetzungen waren ohne unseren beiden Top-Einzelspieler jedoch nicht gut“, gestand Nikolaj Persson, dessen TSV-Team den Russen Sergey Sirant (Weltrangliste Nr. 81 im Herreneinzel) und den Ungarn Gergely Krausz (WRL 93) als eingeplante Punktegaranten vermisste. „Mit den beiden Spielern wäre das sicher noch enger geworden“, räumte später Wittorfs Team-Manager Ralf Treptau ein.

Lichtblick im zweiten Herrendoppel

Dabei lief es zu Beginn nicht schlecht an. Nach der vermeidbaren Niederlage von Hope Warner/Inalotta Suutarinen im Damendoppel glichen David Jones/Matthew Clare im zweiten Herrendoppel, das diesmal zu Beginn gespielt wurde, in einem Fünf-Satz-Krimi gegen Yee Han Chong/Lucas Bednorsch zum 1:1 aus. Nach Rechnung Trittaus hätte Priskila Siahaya ihre Farben in Führung bringen sollen. Doch was die Indonesierin auch probierte, die erst 18-jährige Ungarin Vivien Sandorhazi brachte aus allen Ecken des Courts die Bälle zurück. Besonders deutlich wurde dies beim 10:6-Vorsprung im zweiten Satz. „Vivien ist durch die WM einfach voll Saft“, freute sich Treptau.

Doppel-Krimi ohne Happy-End

Am seidenen Faden hing das erste Herrendoppel. Denn Ary Trisnanto und Nikolaj Persson ließen sich selbst durch einen Zwei-Satz-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Sie wehrten im dritten Durchgang sogar drei Matchbälle ab und holten sich dann mit dem verwandelten vierten Satzball beim 15:14 den Anschluss. Im Folgesatz blieb das TSV-Duo bis zum 9:9 in der Spur, ehe Wittorfs Nationalspieler Bjarne Geiss mit Vitaly Durkin den Sack zumachte. „Hier war wirklich mehr drin“, ärgerte sich Nikolaj Persson.

Verbissener Kampf um Zusatzpunkt

Nach fünf Matches lagen die Stormarner so mit 1:4 im Rückstand. Der zuvor lange verletzte Jonathan Persson konnte in den Satzverlängerungen gegen Wittorfs Chong die erhoffte Wende nicht einläuten. Also kämpften David Jones im zweiten Herreneinzel und Matthew Clare an der Seite von Inalotta Suutarinen im Mixed noch um einen wichtigen Zusatzpunkt. Doch während Jones nach Abwehr eines Matchballs gegen Sebastian Schöttler auch sein zweites Fünf-Satz-Duell gewann, reichten Clares Hechtsprünge à la Becker am Ende nicht aus, um das fehlerbelastete Spiel seiner finnischen Spielpartnerin Suutarinen kompensieren zu können.

Statistik zum Spiel

Blau-Weiß WittorfTSV Trittau 5:2

Damen-Doppel: Vislova/WilliamsWarner/Suutarinen 7:11, 11:5, 11:8, 11:8; 2. Herren-Doppel (HD): Chong/Bednorsch – Jones/Clare 11:9, 8:11, 9:11, 11:2, 8:11; Damen-Einzel: San­dor­hazi – Siahaya 13:11, 14:12, 11:7; 1. HD: Geiss/Durkin – Trisnanto/Persson 11:7, 11:5, 14:15, 11:9; 1. Herren-Einzel (HE): ChongJ. Persson 15:13, 11:4, 15:13; 2. HE: SchöttlerJones 11:8, 10:12, 11:7, 10:12, 9:11; Mixed: Durkin/Vislova – Clare/Suutarinen 12:10, 9:11, 11:9, 11:6.

Von Jörg Lühn

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