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Sport im Norden ATSV gibt klein bei – To/Lee und Reinfeld klettern
Sportbuzzer Sport im Norden ATSV gibt klein bei – To/Lee und Reinfeld klettern
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20:10 26.03.2018
Stockelsdorf/Todesfelde/Reinfeld

Handball-Oberliga, Frauen

Traf dreimal gegen den Spitzenreiter: Angelina Gravile. Quelle: Foto: König/54°

ATSV Stockelsdorf – SC Alstertal-Langenhorn 20:32. „Wir haben im gesamten Spiel keinen Zugriff auf den starken Gäste-Rückraum bekommen“, sah ATSV-Trainer Nico Schmidt als Hauptgrund für die deutliche Niederlage gegen den makellosen Spitzenreiter. Dabei gehörte Torfrau Annika Kranich noch zu Stockelsdorfs Aktivposten. Mit viel Tempo hielt der ATSV die Partie bis zum 10:10 offen. Vier Minuten vor der Halbzeitpause sah Nike Denker nach ihrer dritten Zeitstrafe jedoch „Rot“, wodurch das Angriffsspiel der Gastgeberinnen zusehends ins Stocken geriet, zumal auch Lisa Füllgraf nach ihrem Kreuzbandriss noch fehlte. Nach dem 12:15 zum Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Gäste immer klarer, so dass auch Schmidt nach dem Abpfiff einräumte: „Es gibt keine bessere Mannschaft in der Oberliga.“ Da die Konkurrenten im Abstiegskampf punkten konnten, steht der ATSV vor dem Nachholspiel in Bredstedt (Do., 20.30 Uhr) wieder mitten im Abstiegskampf – und könnte von den „Bredis“ überholt werden. Dabei muss Schmidt am Donnerstag neben seinen Langzeitverletzten auch auf Kranich, Schröder, Gravile und Kahns verzichten.

ATSV: Reimann, Kranich - Schröder 6, John 5/2, Gravile 3, Schreiber, Denker je 2, Kahns, Hirt je 1, Meißner, Pünner, Grotzky.

SG Todesfelde/Leezen – HG Owschlag- Kropp-Tetenhusen II 42:36. „Beide Angriffsreihen dominierten, die Defensivleistungen waren nicht zufriedenstellend“, befand SG-Trainer Heiko Grell nach dem ungeahnt torreichen „Pflichtsieg“ über den Vorletzten, der mit einer 3:2:1-Deckung aufwartete. „Wir sind es in der Oberliga gewohnt, gegen defensive Deckungen zu spielen. Das hat uns schon überrascht“, gestand Grell angesichts der allzu häufigen Ballgewinne der Gäste, die alles gaben, um ihre prekäre Lage zu verbessern und zur Pause nur 17:21 zurücklagen. Erst nach dem 28:24 (43.) war der Widerstand gebrochen. „Das Team ist gefestigt, wir haben zusehends richtige Lösungen gefunden und konnten unsere Fans am Ende begeistern“, kommentierte Grell die starke Schlussphase, mit der „To/Lee“ in der Tabelle auf Rang vier stürmte.

To/Lee: Godowski, Heller - Grell 10/1, Rohlfs 8, Wulf, Hübner je 7, Hani 6/1, Riehl 4, Knutzen, Pohlmann, Böttger.

SG Niendorf/Wandsetal – SV Preußen Reinfeld 17:24. Das Haftmittelverbot und die Erkrankung von Rika Tonding hatten SVP-Trainer Detfred Dörling vor der Partie beim Schlusslicht erhebliche Sorgen bereitet. Doch die erwiesen sich letztlich als unnötig. „Überraschenderweise durften wir doch ,Backe’ verwenden und mussten uns die sogar von den Hamburgerinnen leihen, weil wir extra keine mitgenommen hatten“, berichtete der Preußen- Coach mit einem Schmunzeln. Und seine Befürchtung, ohne Rika Tonding, Mona Lörch und Christin Eissing kaum Erfolgschancen über die linke Rückraumseite zu haben, entkräfteten Sophie Frank, Lina Tonding – und vor allem Stina Mirau: Die 28-Jährige traf je einmal von halblinks und halbrechts und zweimal über Linksaußen.

„Weil sie beruflich bei der Deutschen Bahn stark eingespannt ist, fehlt sie häufig beim Training und kann daher auch nicht immer eingesetzt werden. Da sie mit Wandsetal aber eine freundschaftliche Beziehung verbindet, wollte sie unbedingt spielen und hat dann auch bewiesen, dass sie aus ihrer Zweitliga-Erfahrung heraus noch einiges kann“, berichtete Dörling hocherfreut. Den Erfolg sicherte sich seine Sieben insbesondere in der Phase kurz ach dem Seitenwechsel, warf sich vom 9:6-Pausenstand bis zum 15:6 (38.)auf die Siegerstraße – und mit dem zwölften Saisonerfolg auf den sechsten Tabellenplatz.

SVP: Rahf - L. Beth 4/2, Albrecht, Mirau, Enke je 4, Heins 3, Zube 2, L. Tonding, Braun je 1, Rostek 1/1, S. Frank, Wiencke.

rl/EP