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Sport im Norden Athleten am Limit, bittere Ehrenrunden, schlaflose Helfer
Sportbuzzer Sport im Norden Athleten am Limit, bittere Ehrenrunden, schlaflose Helfer
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20:10 28.07.2014
Holte den WM-Titel bei den Frauen: Katrin Burow. Quelle: Gemoll
Lensahn

Es ist vollbracht — für Athleten und Helfer-Crew: Der 23. Internationale Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn ist Geschichte, der neue Weltmeister mit Richard Widmer gekürt.

Der Lörracher war wie berichtet bereits am frühen Sonnabendabend nach 34:49:02 Stunden im Ziel. Noch einige Stunden vor sich hatte Katrin Burow. Die Mittenwalderin führte lange die Frauenkonkurrenz an und holte sich in der Nacht zum Sonntag in 40:53:32 ebenfalls den WM-Titel.

Gerade noch so eben ins Ziel flutschte Sebastian Thiel aus Berlin. Der 39-Jährige finishte nach 57:38:14 — das Limit betrug 58 Stunden. Bitter endete der Wettkampf für den Waldlaubersheimer Matthias Marzi. Er wurde wegen der zu erwartenden Zeitüberschreitung kurz vor Schluss aus dem Rennen genommen. „Wir haben ihm dann nach Rücksprache die Gelegenheit gegeben, außerhalb der Wertung den Triathlon quasi auf ein paar Ehrenrunden zu beenden“, erklärte Organisator Wolfgang Kulow. „Ihn so kurz vor dem Ende rauszunehmen, war eine schwierige Entscheidung“, gab der 64-Jährige zu.

Trotz der drückenden Hitze bis an die 30 Grad musste kein Teilnehmer an den Tropf. „Allerdings waren viele am Limit, drei Starter brauchten eine Auszeit“, berichtete Kulow. Darunter war auch Vorjahresgewinner Mark Hohe-Dorst. „Nach einer halben Stunde ging es dann wieder“, so der Organisator. Am Ende landete der Frankfurter auf Platz neun (40:41:34). Zwei Athleten mussten sogar aufgeben.

Nach Knieproblemen und Prellungen wegen Radstürzen zogen sich Daniel Meier (Schweiz) und Kari Martens (Finnland) vorsorglich aus dem Wettbewerb zurück.

Gar nicht erst angereist war der mehrfache Lensahn-Sieger Emmanuel Conraux. Der Franzose war während der Vorbereitung umgeknickt und sagte ab.

Zurückziehen konnten sich Kulow und sein Helferstab auch gestern noch nicht. Abbauen lautete die Devise. „Danach sind wir Essen gegangen und haben noch etwas getrunken“, sagte Kulow. Und wann geht‘s ins Bett? „Man muss erstmal runterkommen“, so der 64-Jährige, der zwei Tage lang kaum geschlafen hatte. Er räumte ein: „Bei der Siegerehrung am Sonntag kam ich mir vor wie in einem luftleeren Raum. Für uns war das fast schon mehr als ein Triple-Ultra . . .“

jz

Auftakt im Fußball- Kreispokal — und der Cup-Verteidiger ist bereits draußen. Im Schlagerspiel der ersten Runde unterlag Verbandsligist Oldenburger SV gegen Eutin 08 mit 0:3 (0:0).

28.07.2014

Einzelwertung

Männer: 1. Sebastian Barsch (HT 1816) 2:51:49 Std.; 2. Marcus Reinke (SSF Obernkirchen) 3:09:12; 3. Markus Kampmeier (Wiedenbrücker TV) 3:11:05; 4.

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Noch sind nicht alle Partien der zweiten Runde im Kreispokal gespielt, aber die bislang ausgetragenen Duelle hatten es in sich.

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