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Sport im Norden Beachvolleyball-DM: Gold für Borger/Sude
Sportbuzzer Sport im Norden Beachvolleyball-DM: Gold für Borger/Sude
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15:07 02.09.2019
Meisterschaftsjubel: Julia Sude und Karla Borger (r.) Quelle: imago images
Timmendorfer Strand

Selbst eine im Tiefflug über den Sand jagende Taube, konnte Julia Sude und Karla Borger nicht stoppen. In einem packenden, ab dem zweiten Satz hochklassigen Finale setzten sich die topgesetzten WM-Neunten gegen Olympiasiegerin Laura Ludwig und Margareta Kozuch mit 2:1 (21:13, 24:26, 15:12) durch.

Dritter Titel für Julia Sude

Als Margareta Kozuch die letzte Annahme versprungen und das Spiel damit gewonnen war, schlug Julia Sude fassungslos ihre Hände vor das Gesicht, während Karla Borger die Arme nach oben riss. Das Nationalteam hatte das erste gemeinsame Jahr mit der Deutschen Meisterschaft gekrönt und dabei einen dramatischen Showdown für sich entschieden. Denn das Finale, es war eine Achterbahnfahrt, in dem die neuen Meisterinnen im dritten Satz einen 5:9-Rückstand noch drehten. „Krass, wirklich? War das so klar. Ich habe da nicht mehr nachgedacht, mir immer wieder nur gesagt, dass ich gewinnen will“, gestand Borger nach dem Spiel. Ihre sechs Asse hatten die Partie letztlich gedreht. Für die 30-jährige Stuttgarterin war es nach 2014 (mit Britta Büthe) der zweite Meistertitel, für Julia Sude einen Tag vor ihrem 32. Geburtstag der dritte nach 2010 mit Jana Köhler und 2017 mit Chantal Laboureur. Gold wurde zudem mit einem Preisgeld von 10 000 Euro versüßt.

Umarmung für Bronze: Kim Behrens (l.) und Cinja Tillmann. Quelle: imago images

Bronze: Genugtuung für Behrens/Tillmann

Platz drei ging an Kim Behrens und Cinja Tillmann, die das kleine Finale gegen das Nationalduo Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur gewannen. „Das war eine Genugtuung für uns, wir wollten es denen zeigen“, gestand Behrens und meinte damit die Funktionäre des Deutschen Volleyballverbandes (DVV). Ihr Vorwurf: Der DVV würde sie nicht für internationale Turniere melden. Deshalb erwägen sie jetzt einen Rechtsstreit.

Ludwig: „Bei den Eiern gepackt“

Zurück zum Finale: „Der Titel ist eine kleine Bestätigung für uns als neues Team, denn der Wechsel er kam Anfang des Jahres viel zu spät“, gestand Borger, die zuvor mit Kozuch spielte. Über Silber konnte sich indes Laura Ludwig freuen. Am Vorabend hatte das Team beisammen gesessen und Trainer Helke Claasen hatte gemeint: „Leute, jetzt müssen wir vor den Mädels auch mal den Hut ziehen.“ Denn schon der Finaleinzug war über dem Soll. „Es war ja aufgrund Maggies Schulterverletzung bis zuletzt nicht mal klar, ob wir starten. Und dann noch der verpatzte Timmendorf-Start, wo gar nichts lief. Aber dann haben wir uns bei den Eiern gepackt, Punkt für Punkt rausgekämpft. Dass das so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht“, gestand Ludwig und ergänzte: „Den ersten Satz im Finale würde ich am liebsten aus meinem Leben streichen. Da hat nichts funktioniert. Aber dann haben wir unsere Klasse gezeigt.“ Vor allem Ludwig – mit 25 Bällen in der Feldabwehr, teils spektakulär und akrobatisch. „Weltklasse“, fand Ex-Champion David Klemperer. Für beide Nationalteams geht es jetzt nach Rom zum Weltserienfinale.

Von Jens Kürbis

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