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22:10 20.12.2017
Ausverkauft! Beim Frauen-Finale der Beachvolleyball-Welttour schauten im August 10250 Zuschauer am Hamburger Rothenbaum zu.
Ausverkauft! Beim Frauen-Finale der Beachvolleyball-Welttour schauten im August 10250 Zuschauer am Hamburger Rothenbaum zu. Quelle: Foto: Imago
Lübeck

„Hamburg liebt Beachvolleyball, Hamburg lebt Beachvolleyball. Das war einfach überwältigend“, schwärmte Laura Ludwig nach dem Hamburg-Finale an der World Tour, das sie im August an der Seite von Kira Walkenhorst gewonnen hatte. 10250 Zuschauer im bis auf den letzten Platz gefüllten Tennisstadion am Rothenbaum, rund 8000 davor auf zwei Videowänden – das Frauen-Endspiel, die Woche mit insgesamt 65000 Besuchern, hatte dem Beachvolleyball in Deutschland neue Rekorde beschert.

Im August 2018 kommt es nun zum zweiten Final-Aufschlag. Die weltbesten Männer- und Frauen baggern um 800000 US-Dollar Preisgeld. „Für den großen Showdown kann ich mir keinen besseren Austragungsort vorstellen“, erklärte Hannes Jagerhofer, Chef der Majors-Tour. Der Österreicher war es auch, der Hamburg ins Gespräch für eine WM gebracht hatte. „Wir haben uns mit Hamburg beworben.

Im ersten Quartal 2018 soll die Entscheidung fallen. Es gibt nur noch einen Konkurrenten aus den USA“, erklärte Frank Mackerodt, der mit seiner Hamburger BSVG Beach Services GmbH auch als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand (30. August bis 2. September) verantwortlich zeichnet. Obwohl die „Welt-Baggerspiele“ seit 2003 alle in Europa ausgetragen worden sind, ein Schmetterball nach Übersee längst fällig ist, sieht Mackerodt für Hamburg als WM- Stadt „gute Chancen. Nach der WM in Wien hatte Hamburg in diesem Jahr das beste Turnier.“

Und die Stadt spielt mit. Allein für das Welttour-Finale mit einem Etat von 2,3 Millionen Euro steuerte Hamburg 800000 Euro bei. Eine WM würde mehr als fünf Millionen Euro kosten. Auch wenn der Österreicher Jagerhofer einen Stadion- Standort gegenüber der Elbphilharmonie neben den Musical-Theatern favorisiert („Der schönen Bilder wegen“), hält Mackerodt den Rothenbaum für ideal. Das Stadion ist gut angebunden, bietet Platz für 13200 Zuschauer.

Dass die nationale Serie 2018 im Vorfeld des Welt-Tour-Finals in Hamburg wieder Station macht, hält Mackerodt allerdings „für unwahrscheinlich“. Ende Januar sollen die acht Orte der neuen, nationalen Beach-Serie bekannt gegeben werden. Fest steht neben dem Finalort Timmendorfer Strand (Vertrag bis 2020), dass es acht Stationen geben wird, die Techniker Krankenkasse als neuer Titelsponsor in den Sand springt und „7Sports“, ein Unternehmen der ProSiebenSat.1-Media-Gruppe, als Medienpartner am, Ball sein wird.

jek