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20:10 17.11.2014
Chance knapp verpasst: Timmendorfs Stürmer Kenneth Schnabel scheitert an Hannovers Goalie Dennis Korff. Quelle: Fotos: Felix König (2)
Timmendorfer Strand

Die letzte Hoffnung auf den Sieg blieb im Schnee stecken. Als Marcus Klupp im Penaltyschießen einen halben Meter zu weit nach links gelaufen war, verlor er den Puck vor Dennis Korff fast in einer kleinen „Wehe“ und konnte den Goalie nur noch anschießen. „Ich schieße immer so, aber das ist diesmal dumm gelaufen“, ärgerte sich der Kapitän des EHC Timmendorfer Strand 06 nach der 6:7 (1:2, 2:1, 3:3, 0:0)-Niederlage in der Eishockey-Oberliga nach Penaltyschießen gegen Meister Hannover Scorpions. „Für diese Leistung hätten die Jungs mit drei Punkten belohnt werden müssen“, resümierte Trainer Henry Thom.

In einer mitreißenden Partie agierten die Beach Boys vor allerdings nur 601 Zuschauern gegen den Meister auf Augenhöhe, ließen sich auch von Schiedsrichter Meyer nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem das Gummihuhn „Berta“ nach einigen fragwürdigen Entscheidungen gleich dreimal aufs Eis geflattert war, pfiff Meyer ausgeglichener, doch vor dem Tor stachen die Scorpions Steller (8.) und Reiss (13.) eiskalt zu. Das 1:2 durch Aaron Scott (19.) war der Weckruf und der Startschuss für ein fulminantes zweites Drittel, in dem der starke Verteidiger Lukas „Toni“ Turek (27.) und Moritz Meyer (32.) in Überzahl die Partie kippten. Nach dem 3:3 durch Quelette (36.) kämpften beide Teams im Schlussdrittel auf Augenhöhe mit offenem Visier und suchten ihr Heil nur noch in der Offensive. Keller (43.), Morczinietz (53.) in Unterzahl und Herklotz (55.) schossen Hannover immer wieder in Führung, Tauno Zobel (48.), Kenneth Schnabel (55.) in Überzahl und Patrick Saggau (55.) glichen jedoch stets fast postwendend aus.

„Wie die Mannschaft immer wieder zurückgekommen ist, zeigt den guten Charakter. Wir hätten das Ding bei insgesamt 44:33 Schüssen allerdings für uns entscheiden müssen“, war Klupp angefressen: „Wir haben nicht einen Punkt gewonnen, sondern zwei verloren.“ Dass es nicht für den ersten Sieg im fünften Vergleich mit dem Deutschen Meister von 2010 reichte, lag vor allem an Andreas Morczinietz. „Der ist eine Bank“, schwante Ex-EHCT-Trainer Jörg Dittrich vor dem Penaltyschießen Böses — und der Ex-Nationalspieler, der im ersten Drittel fast aufgeben wollte („Ich bin völlig platt“) war tatsächlich der einzige der sechs Schützen, der seinen Versuch verwandeln konnte. Timmendorfs Goalie Matthias Rieck war nach Paraden gegen Ringe und Lehmann machtlos. Auf der Gegenseite hatten Thorben und Patrick Saggau nicht getroffen, ehe „Kluppis“ finaler Penalty im Schnee stecken blieb . . .

„Das war beste Werbung fürs Eishockey“, war Thom am Ende mit dem einen Punkt halbwegs zufrieden, als Klupp den Blick schon wieder voraus richtete: „Wir müssen weiter so hart und konzentriert arbeiten wie zuletzt.“ Schließlich kommt am Freitag um 20 Uhr Spitzenreiter Hannover Indians, ehe es am Sonntag ab 19 Uhr im Ostsee-Derby beim Vierten Rostock Piranhas zur Sache geht.

Christoph Staffen

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