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Sport im Norden Bronze mit Beigeschmack
Sportbuzzer Sport im Norden Bronze mit Beigeschmack
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20:10 23.07.2018
Im U18-Feld vorneweg und auch bei den Herren in der nationalen Spitze: der Eutiner Maui Sach beim Start des Technical Beach Race. Quelle: Fotos: Sandra Sach (2)
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Fehmarn

Sandra Sach kommentierte die drastische Verkürzung der Strecke diplomatisch: „Wir waren bei der Wettkampfbesprechung schon überrascht, dass man nicht länger paddeln wollte“, erklärte die Mutter von Noelani (20) und Maui (17) nach dem „Skippers’ Meeting“ vor den Deutschen Meisterschaften im Technical Beach Race.

Statt wie avisiert über drei Kilometer ging es bei den Deutschen Meisterschaften der Stand-Up-Paddler im Technical Beach Race am Südstrand auf Fehmarn überraschend nur über 800 Meter. Noelani Sach belegte bei den Damen Platz drei, während sich ihr Bruder Maui den U18-Titel schnappte und zudem starker Fünfter bei den SUP-Herren wurde.

Und da Noelani am Sonntag auf der „Sprintstrecke“ auch noch eine ungünstige Außenposition beim Beach-Start zugelost bekommen hatte, änderte sich an der Platzierung im Rennen im Wasser und auch beim kurzen Lauf über den Strand nichts mehr. So siegte die erst 17-jährige Dresdnerin Hannah Leni Krah ganz knapp vor der Hamburgerin Paulina Herpel und der Eutinerin Noelani Sach, die am Tag zuvor noch die Langstrecke vor Krah gewonnen hatte. Krah und Herpel haben sich damit für die Weltmeisterschaft Ende des Jahres in China qualifiziert.

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Bei den Herren holte sich der 20-jährige Bonner Ole Schwarz nach seinem Sieg im Long Distance Race am Samstag am Sonntag auch noch den Deutschen Meistertitel im Technical Beach Race. Dabei stürzte Schwarz auf Platz zwei liegend an Boje drei, dann der bis zu Hälfte führende Kai-Nicolas Steimer. Nach harter Aufholjagd holte sich Schwarz dann doch noch den Sieg vor Paul Ganse und dem Youngster Kimo Kersting. Auch die beiden besten Herren lösten damit das Ticket nach China.

Bei bestem Strandwetter – 30 Grad Luft- und 22 Grad Wassertemperatur – hatte Maui Sach sich am Südstrand den U18-Titel vor Willy Ganse und Maverick Engler sichern können, ehe er sich im Hoffnungslauf auch noch für das Männer-Finale qualifizieren und dort einen starken fünften Platz erpaddeln konnte. Bei den U18-Damen stand wieder eine Frau mit Krah als Nachnamen ganz oben auf dem Treppchen. Finja Krah, die jüngere Schwester von Hannah, zeigte, dass die SUP-Gene wie bei den Sachs in der Familie tief verwurzelt sind. Platz zwei holte sich Florine Liebmann vor Tinca Tusche.

Auch wenn für Noelani Sach „nur“ die Bronzemedaille mit einem Beigeschmack blieb, nahm die Ostholsteinerin die Sache sportlich. Wertvoller waren die Teilnahmen am World Cup in Scharbeutz und der fünfte Platz auf der Eurotour. Nach zehn Rennen an den vergangenen elf Wochenenden legen die Sachs eine Pause ein, ehe vom 30. August bis 2. September die SUP-WM des Internationalen Kanu-Verbandes ansteht. Im nordportugiesischen Esposende und Viana Do Castelo – zwischen Vigo und Porto – werden auf dem Atlantik die Titelträger im Technical Beach Race und bei einem Downwinder über 19 Kilometer ermittelt.

sta

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