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Sport im Norden Butkereit und Wandtke nach Grand Slam im Wechselbad der Gefühle
Sportbuzzer Sport im Norden Butkereit und Wandtke nach Grand Slam im Wechselbad der Gefühle
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18:17 26.02.2019
Strahlendes Quartett: Grand-Slam-Vize Miriam Butkereit (v.l.) mit der siegreichen Engländerin Sally Conway sowie den Bronze-Gewinnerinnen Maria Bernabeu aus Spanien und Ellen Santana aus Brasilien.   Quelle: Falk Scherf/DJB
Duisburg/Lübeck

Bei sonnigen 18 Grad schwitzte Miriam Butkereit nicht im Grünen, sondern im Judo-Gi in der Duisburger Sportschule Wedau. Dort bereitet sich die frischgekürte Silbermedaillen-Gewinnerin des Grand-Slam-Turniers in Düsseldorf (die LN berichteten) mit dem versammelten Nationalkader auf weitere Großtaten vor. Die 24-jährige Glinderin, die seit 2015 am Bundesstützpunkt in Köln trainiert und ihr Können als zweifache Deutsche Meisterin in der Klasse -70  kg nun auch beim zweiten Stopp der Welttour vor 4100 Zuschauern im ISS-Dome unter Beweis stellte, berichtet in einer Verschnaufpause: „Am Mittwoch fahre ich noch einmal zum Kofferpacken nach Köln, und dann geht’s am Samstag via Düsseldorf mit dem Flieger zum dreiwöchigen Trainingslager nach Japan.“

Polizeimeisterin im Judo-Mutterland

Dort gehört die hauptberufliche Polizeimeisterin dann zur insgesamt zehnköpfigen deutschen Frauenriege, die sich im Judo-Mutterland weiter fortbilden will – und zwar im Großraum Tokio, wo 2020 die Olympischen Spiele über die Bühne gehen werden. „Insofern freue ich mich darauf, die Gegebenheiten vor Ort kennenzulernen, denn nächstes Jahr möchte ich unbedingt zum ersten Mal bei Olympia dabei sein“, verrät die Stormarnerin, die aber auch weiß: „Momentan habe ich vielleicht die besten Chancen, aber die endgültige Entscheidung fällt ja erst im Mai 2020. Und bis dahin werde ich wohl vor allem mit Laura Vargas-Koch, Giovanna Scoccimarro und Szaundra Diedrich noch um das eine Tokio-Ticket in unserer Gewichtsklasse kämpfen müssen.“

Silberrang als gelungene Kampfansage

In dieser Hinsicht war Butkereits Silberrang in Düsseldorf eine rundum gelungene Kampfansage, zumal die 24-Jährige betont: „Auch wenn ich letztes Jahr schon einmal Grand-Slam-Silber in Abu Dhabi gewonnen habe, war das jetzt in Düsseldorf mit der tollen Kulisse und dem starken Teilnehmerfeld mein bisheriges Karriere-Highlight.“

Erstrunden-Aus „extrem frustrierend“

Das hätte auch Igor Wandtke nach seinem Auftritt im ISS-Dome gern von sich gesagt. Doch der 28-jährige Lübecker, mit dessen „kleiner“ Schwester Vanessa und deren Budokan-Gefährtinnen Butkereit in Jugendjahren oft in Teamwork auf Titeljagd ging, kam in Düsseldorf in der Konkurrenz -73 kg nicht über die erste Runde hinaus. „Das war natürlich extrem frustrierend“, räumt der Wahl-Hannoveraner ein, der als Olympia-Starter von Rio 2016 im Januar als Top-Favorit seinen fünften DM-Titel verpasst hatte und als nationaler „Vize“ beim Grand-Slam-Auftakt in Paris in Runde zwei ausgeschieden war.

Kleine Auszeit an der Ostsee: Judoka Igor Wandtke und Freundin Elna Ahrenhold beim Sonne tanken am Scharbeutzer Strand. Quelle: HFR

Und so zog Wandtke jetzt auch entnervt die Reißleine und „floh“ am Sonntag aus dem DJB-Camp in Duisburg, um ein paar Tage in der Heimat mit seiner Freundin Elna Ahrenhold an der Ostseeküste auszuspannen. „Ich musste unseren Bundestrainer Richard Trautmann natürlich erstmal davon überzeugen, dass mir eine kurze Pause, ein wenig Abstand vom Judo-Trott gut tun würde“, sagt Wandtke, merkt aber auch an: „Ob das wirklich eine gute Idee ist, wird sich dann beim Grand Prix in Marrakesch zeigen.“

Härtetest steigt in Marokko

Denn der vierfache Deutsche Meister will – und soll – beim Grand Prix in Marokko (8. bis 10. März) unter Beweis stellen, dass er in seiner Gewichtsklasse immer noch die allererste Wahl in Deutschland ist. Wandtke hofft deshalb, „dass ich mein Leistungstief bis dahin überwunden habe, denn anschließend werde ich jeweils zwei Wochen lang in Japan und Südkorea wieder mit der Nationalmannschaft unter Volldampf trainieren.“

Doch bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit, Sonne und neue Energie zu tanken – auch für weitere Judo-Großtaten mit Blick auf Tokio 2020.

Andreas Oelker

Phönix-Leichtathlet mit 14,88 m Deutscher Vizemeister im U20-Dreisprung – Niklas Sagawe Fünfter im Hochsprung – Benita Kappert enttäuscht im Weitsprung.

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