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Sport im Norden Butkereit und Wandtke setzen Glanzlichter in Down Under
Sportbuzzer Sport im Norden Butkereit und Wandtke setzen Glanzlichter in Down Under
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18:18 04.11.2019
Deutsche Strahlemänner in Perth: Igor Wandtke (Zweiter -73 kg, l.) und Sebastian Seidl (Dritter -66 kg) mitsamt Edelmetall und Maskottchen.   Quelle: HFR
Perth/Lübeck

Zweimal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze: Dass die deutschen Judoka im australischen Perth bei den „Oceania Open 2019“ hinter Russland (3/2/1) mit acht Medaillen unter immerhin 309 Mitbewerbern aus 66 Nationen und fünf Kontinenten den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegten, war auch zwei Holsteiner Assen zu verdanken: Die Glinderin Miriam Butkereit gewann am Montag das Finale in der Konkurrenz bis 70 Kilogramm, nachdem sich der Lübecker Igor Wandtke bereits am Sonntag Silber in der Kategorie bis 73 Kilogramm verdient hatte.

Glänzendes Duo: Miriam Butkereit (Gold -70 kg, l.) und die Hallenserin Luise Malzahn (Silber -78 kg) freuen sich über ihre Medaillen.   Quelle: HFR

Verschnupft auf großer Titeljagd

Vor allem der Titelgewinn der 25-jährigen Wahl-Kölnerin war auch für Insider eine Überraschung. Zum einen weil die Deutsche Meisterin nach dem frühen Aus beim Grand Slam in Abu Dhabi erst ihren zweiten Wettkampf nach dreimonatiger Verletzungspause absolvieren konnte, zum anderen weil sie sich in Down Under mit Schnupfen und Husten herumplagen musste . . .

Allererster Grand-Prix-Sieg

Doch bei ihren vorzeitigen Siegen über Ellen Santa (Brasilien), Daria Pogorzelec (Polen) und Michaela Polleres (Österreich) im Halbfinale sowie im mit Waza-ari nach regulären vier Minuten gewonnen Finale gegen die Irin Megan Fletcher ließ sich die hauptberufliche Polizistin nichts anmerken. Nach ihrem allerersten Grand-Prix-Triumph sagte sie: „Ich bin mega happy mit dem Wettkampf, denn es war ein harter und langer Tag. Ich war zwar die ganze Woche leicht krank, und die unruhige letzte Nacht hat mich ein bisschen gekillt. Aber dafür konnte ich auf der Matte alles abrufen.“

„Das Rennen ist wieder offen“

Ihre Super-Laune rührte auch daher, dass sie im weltweiten Ranking der Olympia-Qualifikation reichlich Boden gutmachte, mit zusätzlichen 700 Siegerpunkten auf Platz 17 kletterte und den Abstand zur sechstplatzierten DJB-Konkurrentin Giovanna Scoccimarro auf 688 Zähler verringerte. Auch weil mit Blick auf Tokio erst am 1. März 2020 abgerechnet wird und bis dahin noch fünf Großturniere anstehen, sagt die Stormarnerin: „Das Rennen ist wieder offen, meine Chancen sind gut.“

Bronze in Abu Dhabi, Silber in Perth

Sogar noch besser sieht’s für ihren Lübecker Mitstreiter Igor Wandtke aus, der seine Top-Form nach Bronze in Abu Dhabi mit Silber in Perth bestätigte. An seinem 29. Geburtstag war er als Mitfavorit nach einem Freilos sowie Siegen über den Briten Eric Ham, den Brasilianer Eduardo Barbosa und den Franzosen Guillaume Chaine nur im Finale zu bezwingen – und das auch erst in der vierten Minute der Verlängerung vom türkischen Abu-Dhabi-Champion Bilal Ciloglu mit einer „kleinen Wertung“.

Mit Zuversicht nach Qingdao

Abgekämpft, aber glücklich über weitere 490 Punkte fürs Tokio-Ranking betonte Wandtke: „Das war echt stark von mir, auch wenn die letzten Wochen Spuren hinterlassen haben. Jetzt werde ich mir wohl den Luxus erlauben, Osaka auszulassen und erst beim Masters in Qingdao wieder anzugreifen.“ Dass er in China 2013 seinen ersten und bislang einzigen Grand-Prix-Sieg holte, macht ihn zum Jahresausklang ebenso zuversichtlich wie der Fakt, dass er im „Race to Tokyo“ mit nun 2217 Zählern die Nase gegenüber dem Leverkusener Anthony Zingg (1839) wieder klar vorn hat.

Judo-Kalender 2019/20

Bis zur endgültigen Olympia-Nominierung am 1. März 2020 stehen für Wandtke, Butkereit & Co. noch fünf Großturniere an:

22.-24.11.2019: Grand Slam in Osaka/Japan

12.-14.12.2019: Masters in Qingdao/China

23.-25.1.2020: Grand Prix in Tel Aviv/Israel

8./9.2.2020: Grand Slam in Paris/Frankreich

21.-23.2.2020: Grand Slam in Düsseldorf

Von Andreas Oelker

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