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Sport im Norden Daniel Kleinert entthront Frederik Spreckelsen
Sportbuzzer Sport im Norden Daniel Kleinert entthront Frederik Spreckelsen
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18:17 10.02.2020
Abwehrspezialist Daniel Kleinert vom TSV Schwarzenbek holte nach dem Landestitel nun auch seine erste Norddeutsche Meisterschaft. Quelle: Agentur 54°
Berlin

Wieder eine Norddeutsche Meisterschaft im Einzel, wieder ein kompletter Medaillensatz für den Tischtennisverband Schleswig-Holstein (TTVSH), wieder erspielt durch den TSV Schwarzenbek – diesmal allerdings ausschließlich durch dessen Herren.

Während sich bei den Damen diesmal keine Athletin des TTVSH im Einzelwettbewerb aufs Podest spielte – was im Vorjahr Karina Pankunin mit Platz drei gelungen war –, stand bei den Herren erneut bereits vor dem Finale fest, dass der Titel an den TSV Schwarzenbek gehen würde. Denn mit Titelverteidiger Frederik Spreckelsen und Sommer-Neuzugang Daniel Kleinert standen sich die beiden Topspieler des Drittligisten im Endspiel gegenüber.

Mehrfach Landesmeister, aber bisher nie mehr

Mit dem besseren Ende für Abwehrspezialist Kleinert, der sich erst vor drei Wochen erstmals den Landesmeistertitel in Schleswig-Holstein gesichert hatte. „Das ist der erste Titel für mich oberhalb der Landesebene“, sortierte der 21-jährige Azubi der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg den Erfolg von Berlin weit oben ein in seiner sportlichen Vita ein, als er gestern „nach einem kurzen Berufsschultag“ die Zeit in seiner Schwarzenbeker Wohnung nutzte, um „die Sportsachen vom Wochenende zu waschen und den Kühlschrank aufzufüllen“. Im vergangenen Sommer vom ASV Grünwettersbach nach Schwarzenbek gewechselt, war er zuvor Landesmeister in Baden-Württemberg, „aber da gibt es dann keine weitere Ebene mehr vor der DM, da war man direkt qualifiziert“, berichtet Kleinert.

Frederik Spreckelsen spielte sich trotz einiger enger Matches bis ins Finale. Quelle: Agentur 54°

In Berlin musste er nach einer „guten Gruppenauslosung“ anschließend im Viertelfinale beim 4:1 gegen Kai Enno Kleffel (Oberalster VfW) mit „einer doch sehr eigenen Technik“ des Hamburgers zurechtkommen, das Halbfinale gegen den Ex-Sieker Harun Bozanoglu war dann kein Problem: „Er wusste, dass er gegen mich nicht spielen kann, ich wusste es. Und so war es ein sehr kurzes 4:0.“

Eines, das ihm im Finale vermutlich zugute kam, wie Endspielgegner Frederik Spreckelsen nach dem hochklassigen Sechs-Satz-Krimi mutmaßte. Auf die Frage, was den Ausschlag gegeben hätte, antwortete der ehemalige Lübecker Informatikstudent, der inzwischen in Hamburg als Software-Entwickler arbeitet: „Vielleicht war er etwas fitter. Meine Spiele vorher waren enger.“

Hochklassiges und spannendes Finale

Jubelpose: Mit seinen Abwehrkünsten hat Daniel Kleinert schon so manch Schmetterspezialist zur Verzweiflung getrieben. Quelle: Agentur 54°

Zudem hatte „Fred“ zuletzt krankheitsbedingt vier Wochen pausiert. Insofern war er „froh, mal wieder viele Spiele gemacht und in einen Wettkampffluss gekommen“ zu sein. „Wir haben ein gutes Finale gespielt, können beide zufrieden sein“, befand der entthronte Nordmeister. In die gleiche Kerbe schlug sein Nachfolger: „Von den sechs Sätzen gingen vier über ein 9:9, der Knackpunkt war wohl der fünfte Durchgang, als Fred bei 10:10 zwei leichte Bälle weggegeben hat.“

Wie sein Teamkollege, so hofft auch der neue Nordmeister, in der aktuellen Form gewappnet zu sein für den Abstiegskampf in der 3. Liga, wenn in knapp zwei Wochen der SC Buschhausen nach Schwarzenbek kommt. Dann wird Kleinert im Doppel vermutlich wieder mit Frederiks Zwillingsbruder Moritz Spreckelsen im Doppel antreten. In Berlin blieben beide etwas überraschend im Halbfinale an den späteren Turniersiegern Lleyton Ullmann (Sasel) und Patrick Khazaeli (SC Poppenbüttel, ehemals SV Siek) hängen. „Da haben wir 2:1 nach Sätzen und 9:7 im vierten geführt, aber wollten wohl nicht gewinnen“, nahm’s Kleinert gelassen.

Bianca Dahlke in Einzel und Doppel auf Platz 5

Bei den Damen spielten sich hingegen Jeanine Liebold/Luna Bousselmame (Kellinghusen/Friedrichsgabe) bis ins Finale, unterlagen dort Jennifer Schmidt/Katja Firat (Berlin Neukölln) in vier Sätzen (8:11, 11:81, 10:12, 7:11;), Bianca Dahlke verpasste sowohl allein als auch mit ihrer Teamkollegin Ann-Kathrin Gericke (beide TSV) Bargteheide, das Halbfinale und landete somit jeweils auf Rang 5.

Von Christian Schlichting

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