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Sport im Norden Davide von Zitzewitz auf steinigem Weg zum DM-Gold
Sportbuzzer Sport im Norden Davide von Zitzewitz auf steinigem Weg zum DM-Gold
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11:36 16.10.2019
Davide von Zitzewitz auf schwierigem Geläuf: Beim 6. DM-Lauf „Rund um Zschopau" verteidigte der Karlshofer seine DM-Führung. Quelle: Peter Teichmann/HFR
Zschopau/Karlshof

Es ist angerichtet für ein spannendes DM-Finale. Wenn Deutschlands beste Enduro-Fahrer am 26. Oktober im sachsen-anhaltinischen Tucheim um die allerletzten Punkte zur Titelvergabe in der Championats-Gesamtwertung und den Klassen E1 bis E3 fahren, ist Davide von Zitzewitz wieder einmal „dick im Geschäft“. Auf und mit seiner 52 PS starken KTM 350 EXC-F legte der 27-jährige Motocrosser aus dem ostholsteinischen Karlshof beim sechsten und vorletzten DM-Lauf „Rund um Zschopau“ mit einem fünften Platz im Gesamtklassement und dem zweiten Rang in seiner Klasse E2 (Zweitakter von 175 bis 250 ccm und Viertakter von 290 bis 450 ccm) den Grundstein dafür, nach 2015 und 2016 seine dritte nationale Meisterschaft im E2-Klassement einzufahren.

Pole Position als Gesamtfünfter verteidigt

Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der im Rahmen seines Lübecker Bachelor-Studiums in Sachen Wirtschaftsingenieurwesen derzeit ein Praktikum in der Marketingabteilung von BMW Motorrad in München absolviert, verteidigte im sächsichen Erzgebirge seine Pole Position im E2-Feld vor Eddi Hübner (Lunzenau). Er musste seinem KTM-Kollegen in Zschopau allerdings den Vortritt lassen, der hinter dem außer Konkurrenz gestarteten Franzosen Théophile Espinasse, Dennis Schröter und Andreas Beier auf eher schon heimischem Geläuf Gesamtvierter wurde.

Probleme im Hübler Busch

Insofern bilanziert von Zitzewitz selbstkritisch: „Ich konnte über den Tag hinweg zwar sieben von neun Sonderwertungen mit Championatsbestzeit beenden, wenn man den Franzosen dabei außer Acht lässt. Aber leider hatte ich in den übrigen zwei Prüfungen, den Enduro-Tests im Hübler Busch, je einen sehr zeitintensiven Fehler. Das ließ mich dann doch etwas zurückfallen. Als Nordlicht ist man so felsige und mitunter extrem rutschige Steilpassagen halt nicht gewohnt . . .“

Fit für das Finale in Tucheim

Doch Trübsal blasen ist deshalb trotzdem nicht angesagt. Im Gegenteil: Von Zitzewitz, der 2017 noch „nebenbei“ seinen ersten DM-Titel als Motocrosser in der Klasse MX2 geholt hatte und im Vorjahr wegen eines erkrankungsbedingt verpassten DM-Laufs „nur“ Enduro-Vizemeister wurde, betont mit Blick auf das übernächste Renn-Wochenende: „Ich bin zwar sehr enttäuscht, dass ich die Leistung dieses Wochenende in Zschopau nicht ganz auf den Boden bringen konnte, aber topfit für das Finale in Tucheim.“

„Sandige Strecke kommt mir entgegen“

Seine Zuversicht, dort den dritten Enduro-Meisterpokal einfahren und eventuell auch in der Champinats-Gesamtwertung noch auf den Silberrang klettern zu können, erklärt er wie folgt: „Die überwiegend sandige Strecke in Tucheim kommt mir natürlich eher entgegen. Da ich mich wegen des Praktikums hier in München aber nicht so gut darauf vorbereiten kann, werde mich vorher noch einmal mit meinem Vater und Teamchef treffen – wahrscheinlich irgendwo auf halber Strecke im Brandenburgischen.“

Enduro-DM kompakt

Zwischenstände nach 6 Läufen

Internationale Deutsche Meisterschaft (Championat Gesamwertung): 1. Dennis Schröter (Crinitz/Husqvarna) 543 Punkte; 2. Edward Hübner (Lunzenau/KTM) 496; 3. Davide von Zitzewitz (Karlshof/KTM) 494; 4. An­dre­as Beier (Zschopau/KTM) 491; 5. Angus Heidecke (Delitzsch/KTM) 482.

DM Enduro E2 (Zweitakter 175 bis 250 ccm, Viertakter 290 bis 450 ccm): 1. Davide von Zitzewitz 157 Punkte; 2. Edward Hübner 153; 3. Robert Riedel (KTM) 131; 4. Björn Feldt (KTM) 126; 5. Chris Gundermann (Yamaha).

Letzter DM-Lauf: 50. ADAC Enduro „Rund um den Fiener“ in Tucheim (Sachsen-Anhalt) am 26. Oktober.

Von Andreas Oelker

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