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Sport im Norden Deutsche U23-Crew startet in die Ruder-Weltmeisterschaft
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18:38 23.07.2019
Der U23-Frauen-Vierer ohne Steuerfrau mit Marieluise Witting (v.) freut sich, wenn’s endlich los geht. Quelle: DRV/HFR
Sarasota

Die Anreise war beschwerlich, die Trainingsmöglichkeiten sind eingeschränkt, das Wetter ist extrem – und dennoch überwiegt die Vorfreude auf die am Mittwoch beginnende U23-Weltmeisterschaft der Ruderer in Sarasota/USA. „Jetzt sind wir alle froh, endlich unsere Rennen fahren zu können“, sagt Achter-Ruderin Hanna Winter von der Lübecker RG.

Beschwerliche Anreise via Zürich und Frankfurt

Beschwerlich war schon die Anreise aus dem Trainingslager in Ratzeburg: Aufgrund von Änderungen der Lufthansa musste das Team in zwei Gruppen nach Florida reisen. Die erste flog mit Trainer Ralf Bockelmann über Zürich nach Tampa, die zweite nahm mit Bundestrainerin Brigitte Bielig den Weg über Frankfurt nach Orlando. „Wegen eines Gewitters in Orlando mussten wir in Miami zwischenlanden“, berichtete Winter von der 24-stündigen Anreise.

WM-Vorfreude im Duett: Emma Appel (l.) und Marieluise Witting in Sarasota (USA) Quelle: hfr

Sarasota erweist sich als heiße Angelegenheit

Sarasota erweist sich mit Temperaturen von über 30 Grad und mindestens 70 Prozent Luftfeuchtigkeit als eine heiße Angelegenheit. „Wir haben ein richtig dickes Hotel mit sehr leckerem Essen. Allerdings ist es hier wirklich sehr warm und schwül. An einigen Tagen hat man beim Training schon etwas mit seinem Kreislauf zu kämpfen“, berichtete Marieluise Witting vom Ratzeburger RC, die im Vierer ohne Steuerfrau rudert. Weil die Boote noch beim Zoll lagen, fanden die ersten Einheiten auf Ergometern in einem Zelt statt. „Das war noch nicht klimatisiert, daher war es dort kaum auszuhalten“, erklärte Winter, „aber auf dem Wasser ist es wesentlich angenehmer als an Land.“

Krokodil-Warnschilder an der Regattastrecke

Doch wer sich im Nathan Benderson Park an den Krokodil-Warnschildern vorbei auf die Regattastrecke begeben wollte, wurde manchmal ausgebremst: „Jeden Nachmittag gewittert es hier, weswegen man sich schon auf Verschiebungen im Zeitplan einstellen kann. Zum Glück sind die Bedingungen aber für alle gleich“, erläutert Witting.

Mit neuem Boot ins weiche Wasser

Und noch einen Unterschied zu teils kühlen 16 Grad bei der Vorbereitung in Ratzeburg gibt es in Florida: „Wir haben ein neues Boot“, berichtete Winter, „durch die Hitze fühlen sich das Material und der Druck am Riemen anders an, zumal das Wasser sehr weich ist. Aber mit jeder Einheit wird es besser.“

Schwierige Medaillen-Prognose

Da der internationale Vergleich im Vorfeld fehlt, fiel es Bundestrainerin Bielig schwer, konkrete Einschätzungen zu den Medaillenchancen zu machen. „Es lässt sich feststellen, dass sich die Nationen auf wenige Boote konzentrieren, dafür auf die leistungsstärksten. In Ratzeburg haben sich alle unsere Bootsklassen entwickelt und gute Leistungen gezeigt.“ Explizit nannte sie auf „Rudern.de“ den Vierer mit Witting. Aber auch Winter im Achter und die Möllnerin Emma Appel im Doppelvierer liebäugeln mit Edelmetall.

Christoph Staffen

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