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Sport im Norden "Die Liga professionalisiert sich immer weiter"
Sportbuzzer Sport im Norden "Die Liga professionalisiert sich immer weiter"
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12:41 24.07.2017
Lars Fetköter, stellvertender Chefredakteur der LN (l.) mit Oliver Schwall, Joachim Hellmich und Mechthild Mäsker vom NDR beim Talk im Medienzelt. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

Er hatte die Idee zur Deutschen Segel-Bundesliga. Oliver Schwall von der Agentur KonzeptWerft und der Projektleiter der Segel-Bundesliga, Joachim Hellmich, haben beim Talk im Medienzelt von LN und NDR mit Lars Fetköter, stellvertender Chefredakteur der Lübecker Nachrichten und Mechthild Mäsker, Leiterin des NDR-Studios Lübeck, über die Segel-Bundesliga gesprochen und welche Ähnlichkeiten sie mit der obersten Spielklasse im Fußball hat.

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Die Segel-Bundesliga wurde erst 2013 gegründet. "Bei der Vielzahl der Klassen beim Segeln ist es sehr schwer für Laien, da durchzusteigen", sagt Schwall. "Es gab kein Format, wo man sehen konnte, welcher deutsche Segelclub der beste ist. Nun hat der deutsche Segelsport mit der Segel-Bundesliga einen prestigeträchtigen Vereinswettbewerb."

Das Konzept der Bundesligen anderer Sportarten wie zum Beispiel Fußball wurde erstmalig in den Segelsport übertragen. In der 1. und 2. Segel-Bundesliga kämpfen 36 Segelvereine um die Meisterschale und ermitteln den besten deutschen Segelclub. "Wir haben 18 Clubs in der ersten Liga, es gibt Auf- und Absteiger und wir haben Spieltage", sagt Joachim Hellmich. Aber sonst ist es schon anders als beim Fußball. An einem Spieltag segeln die 18 Teams abwechselnd in sechs Booten des Typs J70, die sehr klein, kompakt und agil sind. Ein Rennen dauert etwa 20 Minuten. Je schneller man ist, desto weniger Punkte bekommt man. "Es wird nach dem Low-Point-System gerechnet: Je weniger Punkte ein Club an einem Spieltag holt, desto besser", erklärt Hellmich.

Auf der Travemünder Woche hat die Deutsche Segel-Bundesliga ihren vierten Spieltag ausgetragen. "Alle Segler lieben die Travemünder Woche. Hier sind viele Segelinteressierte, die die Rennen live und von vielen Kameras übertragen verfolgen können", sagt Schwall. "Wir sind sehr gerne hier."

Die Deutsche Segel-Bundesliga ist eine Amateurveranstaltung. Sponsoren braucht sie trotzdem. "Die Kosten bewegen sich im hohen sechsstelligen Bereich. Die Liga professionalisiert sich immer weiter. Aber wir wollen eine Amateurliga bleiben, damit jeder mitmachen kann", sagt Schwall.

Auch der Lübecker Yacht Club segelt in der ersten Liga - allerdings nicht unbedingt erfolgreich. Im vergangenen Jahr wären sie fast abgestiegen. Sie konnten sich aber in letzter Sekunde in der Relegation doch noch retten. Auch in diesem Jahr befinden sich die Lübecker im unteren Bereich der Tabelle - und die Relegation wurde mittlerweile abgeschafft. "Es sind noch zwei Spieltage und es ist noch alles drin. Ich glaube, dass sie es am ende der Saison dnoch reißen werden", sagt Schwall.

Von Hannes Lintschnig