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Sport im Norden Die Riffelers, vom FJ-Virus infiziert
Sportbuzzer Sport im Norden Die Riffelers, vom FJ-Virus infiziert
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22:10 23.07.2018
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Platz 16 nach zwei Rennen – Matthias Riffeler hatte mit Vorschoterin Ellen Lörcks zum Einstieg in die Europameisterschaft der Flying Junior etwas mehr erhofft. Der 33-Jährige ist Präsident der internationalen Klassenvereinigung, war 2000 Jugend-Europameister. 35 Boote aus fünf Nationen sind in Travemünde am Start. Die EM ist für ihn aber mehr. Sie ist zugleich ein Familien-Wettstreit. Mit Heiko und Claudia, derzeit im Team Vierte, und Vater Norbert (68) – 16. zum Auftakt – sind noch drei Riffelers im EM-Feld zu finden.

FJ aus Begeisterung: Matthias (l.) und Norbert Riffeler. Quelle: Foto: Maxwitat

Die Familie ist FJ-infiziert. „Ich bin da reingeboren worden. Ich habe schon Regatten erlebt mit sechs Riffeler-Booten auf der Zielkreuz“, sagt Matthias, der als Vermessungsingenieur in Berlin zu Hause ist. Mit fünf habe er im Opti angefangen, „doch dann bin ich schnell umgestiegen, hatte meine erste FJ-Regatta mit neun, die erste WM mit elf Jahren“.

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Der Grund sitzt in Travemünde am Grünstrand neben ihm: Sein Vater, Lehrer a.D., segelt die Regattajolle seit 1968 und kommt davon nicht mehr los: „Das Boot ist etwas für Tüftler. Man hat eine große Entwicklungsfreiheit beim Ausbau.“ Acht Boote, die in Travemünde segeln, sind schon durch seine Hände gegangen. Drei weitere hat er noch zu Hause in Erftstadt bei Köln in einer Scheune stehen.

Schon seit mehr als 60 Jahren wird der 4,03 Meter lange FJ, einst als Juniorboot für den olympischen Flying Dutchman gedacht, bei Regatten gesegelt. „Auch ältere Boote aus Holz können mit neueren aus Karbon oder GFK mithalten“, erklärt Matthias Riffeler. Er selbst steuert einen 48 Jahre alten FJ aus Holz.

jek

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