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Sport im Norden Ein Stern für den TSV Schwarzenbek
Sportbuzzer Sport im Norden Ein Stern für den TSV Schwarzenbek
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22:17 19.11.2019
Schwarzenbeks Geschäftsführerin Mareike Busch (M.) mit dem „Stern des Sports“ sowie mit Ulrike Langhans (v.l., Raiffeisenbank Büchen), Ruder-Olympiasiegerin Meike Evers-Rölver (LSV-Vizepräsidentin), Staatssekretär Torsten Geerdts, Sonja Scheibl (Team Schleswig-Holstein) und Guido Bloch (Vorstandsmitglied Raiffeisenbank Büchen). Quelle: Christoph Staffen
Kiel

Bei dieser Ehrung im Kieler Haus des Sports ging es am Abend nicht um sportliche Spitzenleistungen, sondern um das Engagement der verdienten Ehrenamtler – und diese überzeugten bei „Sterne des Sport“ ebenfalls mit Spitzenleistungen. Der „Große Stern des Sports“ in Silber wurde den TSV Schwarzenbek verliehen. Torsten Geerdts, Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Innenministerium, Landessportverbands-Vizepräsidentin Meike Evers-Rölver und Sonja Scheibl, Vize-Europameisterin im Trap-Sportschießen und Mitglied im „Team Schleswig-Holstein“ als „Patin“ der Sterne, würdigten bei der Preisverleihung gemeinsam mit Vertretern der Volksbanken Raiffeisenbanken das Engagement der Lauenburger.

„Wer wir sind“ überzeugt die Jury

Der TSV Schwarzenbek konnte die Jury mit seinem Projekt „Wer wir sind – der TSV Schwarzenbek Imagefilm“, der auf der Vereins-Homepage zu finden ist, überzeugen. Mit dem Film stellt der Verein seinen wichtigen Stellenwert vor Ort dar – als Gestalter des Freizeitprogramms für Kinder und Jugendliche, als soziale und integrative Einrichtung sowie als sportliche Heimat – konzipiert, und gedreht mit Ehrenamtlern, die auch als „Schauspieler“ überzeugten. „Mit Platz eins haben wir absolut nicht gerechnet“, gestand TSV-Geschäftsführerin Mareike Busch, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro freuen kann. Außerdem ist der TSV für das bundesweite Finale der „Sterne des Sports“ in Gold qualifiziert. Der Gewinner wird am 21. Januar nächsten Jahres von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin ausgezeichnet.

„Grüner Tennisverein“ Barsbüttel auf Platz drei

Auf den mit 1500 Euro dotierten zweiten Platz wählte die Jury den TV Grundhof, der die Jury mit seinem Projekt „Macht euch bunt!“ überzeugte – angefangen mit einer regenbogenfarbenen Kapitänsbinde engagiert sich der Verein für Toleranz, Vielfalt und Gleichberechtigung. Der TC Barsbüttel sicherte sich den mit 1000 Euro dotierten dritten Platz auf Landesebene. Der „grüne Tennisverein“ wurde für seine Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz gewürdigt. Unter anderem halbierte der Verein seinen Energiebedarf, nutzt heute Regenwasser in seiner Bewässerungsanlage und siedelte zudem acht Bienenvölker auf dem Vereinsgelände an. „Ab Mitte Dezember speisen wir aus unserer Solaranlage auf dem Hallendach Strom ins Netz ein“, erläutert das designierte Vorstandsmitglied Stefan Muhlack: „Das Preisgeld können wir natürlich trotzdem gut gebrauchen.“

Platz sechs an den Leezener SC

Platz sechs belegten der Leezener Sport-Club mit seinem Projekt „Rollkunstlaufsparte“ und die SG Stormarn Barsbüttel mit der Aktion „Sicher leben – Schwimmen können“. Beide dürfen sich über 500 Euro freuen. Ausgezeichnet wurden ins gesamt zehn Vereine.

„Stolz auf die Ehrenamtler im Sport“

„Wir können stolz auf die Ehrenamtler im Sport sein“, lobte Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts die „große Bürgerbewegung“ – mehr als ein Drittel von 2,8 Millionen Schleswig-Holsteinern ist in einem Sportverein aktiv. Macht die Politik genügend für den Sport zwischen Nord- und Ostsee? „Wir sind auf dem richtigen Wege“, lobt die Doppelvierer Olympiasiegerin Meike Evers-Rölver, mahnt allerdings auch: „Sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport und die Sportstätten im Land benötigen immer Geld.“

Gesellschaftliches Engagement belohnt

„Sterne des Sports“ ist eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken Raiffeisenbanken. Mit dem Wettbewerb wird das gesellschaftspolitisch wirksame Leistungsspektrum von Sportvereinen und deren besonderes ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Auf der Landesebene, für die die Genossenschaftsverbände mit den Landessportbünden die organisatorische Verantwortung tragen, konkurrieren alle Bronzesieger aus einem Bundesland um den „Großen Stern des Sports“ in Silber. Wer sich hier durchsetzt, hat als Landessieger den Sprung ins Bundesfinale um die „Sterne des Sports“ in Gold geschafft. Dieser Sieger kann sich auf 10 000 Euro freuen.

Von Christoph Staffen

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