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Sport im Norden Erneut starke Vorstellung wieder nicht belohnt
Sportbuzzer Sport im Norden Erneut starke Vorstellung wieder nicht belohnt
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20:10 08.12.2014
Kapitän Marcus Klupp & Co. standen bei den Indians knapp vor einer Überraschung. Quelle: Felix König
Timmendorfer Strand

„Die Moral ist absolut intakt, spielerisch war die Partie bis zur 56. Minute offen, nur das Ergebnis stimmte wieder nicht. Die Jungs hätten einen Punkt auf jeden Fall verdient gehabt“, meinte Henry Thom nach der 4:5 (2:1, 0:2, 2:2)-Niederlage des EHC Timmendorfer Strand 06 bei den Hannover Indians, souveräner Tabellenführer der Eishockey- Oberliga Nord.

„Irgendwann erzwingt man so das Glück. Warum nicht beim Spitzenreiter?“, hatte der EHCT-Trainer bereits nach dem knappen 4:5 gegen den Hamburger SV gefragt. Und seine Mannschaft hatte in der Aussage ihres Coaches mehr als das berühmte Pfeifen im Walde vernommen. Zwar brachte der Ex-Timmendorfer André Gerartz die Indians in der fünften Minute in Überzahl mit 1:0 in Führung, doch die Beach Boys schlugen noch im ersten Drittel zurück: Kapitän Marcus Klupp (13.) und Moritz Meyer (16.) sorgten bei den 1842 Zuschauern am historischen Pferdeturm für lange Gesichter.

Die erhellten sich im zweiten Abschnitt, als Oliver Duris (22.) und Artur Grass (36.) den solide agierenden EHCT-Goalie Jan-Niklas Gebert zweimal bezwingen konnten. Im Schlussdrittel ging es Schlag auf Schlag weiter: Patrick Saggau (45.) glich aus, Duris (45.) brachte die Indians in Front, ehe Kenneth Schnabel (47.) zum 4:4 egalisierte. In Unterzahl — Thorben Saggau saß zwei Minuten in der „Kühlbox“ — kassierten die Beach Boys durch Hannovers Topscorer Christoph Koziol (56.) den fünften Treffer.

Thom wollte, nachdem sich seine Mannschaft keine zwingende Torchance mehr herausspielen konnte, am Ende noch Gebert zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nehmen, doch eine Bankstrafe in der Schlussminute wegen zu vieler Spieler auf dem Eis verhinderte den Plan . . .

„Wer bis vier Minuten vor Schluss in Hannover ein 4:4 hält, der muss einiges richtig gemacht haben“, lobte Thom seine Mannschaft, die sich allerdings erneut nicht für den großen Aufwand belohnen konnte und somit bereits die sechste Niederlage in Serie hinnehmen musste.

„Die Jungs haben wie gegen Hamburg gut gespielt, die Tendenz zeigt eindeutig aufwärts“, sieht der Coach wieder Licht am Ende des Tunnels. Sollte die schwarze Serie aber nicht gestoppt werden, droht am Freitag allerdings das Abrutschen auf den vorletzten Tabellen- und gleichzeitig letzten Playoff-Platz, wenn das Heimspiel gegen die „Ritter“ aus Nordhorn nicht gewonnen wird (20 Uhr).

Derweil arbeiten die Timmendorfer weiter an Neuverpflichtungen. Heißer Kandidat ist nach LN-Informationen Stürmer Michal Chvostek, der in der Vorsaison unter Thom noch beim HC Gröden in der höchsten italienischen Liga spielte. Der 21-jährige Tscheche ist knapp 1,90 Meter groß, 85 Kilogramm schwer und gilt als sehr guter Eisläufer, der sowohl als Außenstürmer als auch als Center eingesetzt werden kann.

sta

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