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Sport im Norden Großer Einsatz, wenig Erfolg
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20:10 07.02.2017
Reinfeld

Personalprobleme bestimmen die Geschicke der drei ranghöchsten Stormarner Handball- Mannschaften. Statt der erhofften Erfolge gab es zwei – wenn auch knappe – Niederlagen und ein Unentschieden – das Reinfelds Coach Detfred Dörling immerhin als „Punktgewinn“ empfand.

SG Oeversee/Jarplund-Weding - SV Preußen Reinfeld 23:23 (11:12). Noch zur Wochenmitte hatte Dörling mit einem fast kompletten Kader geplant, nur Rika Tonding und Sina Rostek hatten aus privaten Gründen abgesagt. Dann aber meldete sich Janine Sachse krank, Christin Eissing musste arbeiten. „Als sich am Sonnabend um zehn Uhr Sophie Frank ebenfalls krank meldete, war ich erstmal sprachlos“, so Dörling Sprachlos, aber nicht kopflos: Spontan fragte er per WhatsApp- Gruppe, wer vielleicht noch Zeit hätte, mit nach Oeversee zu fahren. Mit Erfolg: „Eigentlich war Sina ’raus, viele Freunde halfen ihr und ihrem Lebensgefährten, innerhalb Ratzeburgs in eine andere Wohnung umzuziehen“, wusste Dörling. Doch die Physiotherapeutin organisierte kurzerhand so um, dass alle ohne sie klarkamen, ließ

dann alles stehen und liegen und schaffte es noch rechtzeitig, in Lübeck den Mannschaftsbus zu erreichen. „Das war wirklich großartig und ein ganz beherzter Einsatz“, strahlte der Trainer, der diesmal auch ohne Thomas Kruse und Arno Möller (krank) auf der Trainerbank auskommen musste. Zum Dank organisierte Dörling, dass „Edelfan“ Ernst-Peter Wagemann seine Spielerin direkt nach der Partie wieder zu ihren Umzugskisten fuhr.

Im Spiel konnte Dörlings somit elfköpfiges Team zunächst nur mithalten, erst nach 20 Minuten hatten sich Abwehr und Angriff so gefunden, dass die Reinfelderinnen nach 25 Minuten erstmals in Führung gingen (10:9, 25.). Nach der knappen Pausenführung schien es mit Beginn der zweiten Halbzeit „zu laufen“, Reinfeld zog auf 16:12 (38.) davon. Dann aber nahmen sich die Spielerinnen – einmal mehr – eine kollektive Auszeit, blieben zwölf (!) Minuten ohne Torerfolg. So zog Oeversee auf 18:16 (50.) davon. Erst in der Schlussminute kam Reinfeld wieder heran, und Jaqueline Heins traf drei Sekunden vor dem Abpfiff zum Remis. Dörling: „Wir haben nie aufgesteckt und immer weiter gekämpft. Und irgendwann werden wir diese Auszeiten einfach weglassen – und dann läuft das schon!“

SVP-Tore: Heins (6), L. Beth (4/2), Albrecht, Rostek (je 3), L. Tonding, Enke, Braun (je 2), Waldeck (1).

Landesliga, Frauen: GHG Hahnheide - HSG WaBo 2011 31:37 (17:17). „Aufstehen, Krone richten und nach vorn schauen“, hatte Gunnar Hansen seinen Schützlingen nach der Niederlage gegen Kisdorf verordnet. Und tatsächlich stimmte die Einstellung gegen WaBo, allein die Kadersituation machte dem Trittauer Trainer erneut einen Strich durch die Rechnung. „Wir sind nur mit zehn Spielerinnen angetreten, so gab es wenig Wechselmöglichkeiten, auch Sina El Batanony, die zuletzt noch verletzt war, musste schon wieder durchspielen“, so Hansen.

Dennoch blieben die GHG-Frauen lange Zeit vorn (19:18, 33.). Auch, weil die kurze Deckung gegen WaBos Haupttorschützin Kira Nadine Knauft zunächst gut klappte, sie von ihren zwölf Treffern nur vier in der ersten Halbzeit erzielte. Nach dem Seitenwechsel aber schwanden die Kräfte, die Deckung wurde löchrig, die Linie der Unparteiischen tat ihr übriges. „So unfair, dass wir zehn Siebenmeter gegen uns bekommen, spielen wir nicht“, betonte er, wollte die Niederlage daran aber nicht festmachen, zumal sein Team auch sieben Strafwürfe zugesprochen bekam. Vielmehr konstatierte er: „Unsere Kondition hat trotz hervorragender kämpferischer Leistung einfach nicht für 60 Minuten gereicht.“

Landesliga. Herren: HSG Mönkeberg/Schönkirchen II - SC Union Oldesloe 24:23 (13:12). „Das ist einfach nicht gelaufen“, fasst Ben Reppin die Partie in einem Satz ebenso knapp wie enttäuscht zusammen. Mit nur neun Spielern, dabei zwei Keeper und Sven Baumann als Spielertrainer, ist die Situation grundsätzlich schwierig, mit einem spielerischen Komplettausfall im Angriff Mitte der zweiten Halbzeit war sie dann aussichtslos. „Lediglich Sebastian Sielmann hatte annähernd Normalform“, befand der SCU-Kreisläufer. Erst in der letzten Viertelstunde, als Sven Baumann sich einwechselte, kam Ruhe in die Union-Reihen. Die Abwehr agierte offensiver, Reppin nahm verschiedene Gegenspieler kurz – Änderungen, die fruchteten. Zumal Silas Baumann mit drei gehaltenen „Hundertprozentigen“ die Oldesloer wieder ins Spiel brachte. Die Chance zum Punktgewinn vereitelte dann aber der gegnerische Keeper. „Das war nicht unser Tag. Letzte Woche hatten wir Glück, diese Woche nicht“, so Reppin. EP

LN

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