Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden HSG Ostsee kanzelt Schlusslicht nach Stotterstart ab
Sportbuzzer Sport im Norden HSG Ostsee kanzelt Schlusslicht nach Stotterstart ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 26.02.2018
Neustadt/Bad_Schwartau

Handball-Oberliga, Männer

HSG Ostsee N/G – TuS Aumühle- Wohltorf 41:19 (18:8). „Wir wollen das Spiel klar gewinnen“, lautete die Forderung von HSG-Trainer Thomas Knorr. Und der Spitzenreiter lieferte zu Beginn der Englischen Woche. Vor 98 Zuschauern in der Neustädter Gogenkroghalle war der Beginn gegen das Schlusslicht jedoch alles andere als überzeugend. Bis zum 8:6 (18.) hielten die Aumühler mit und hatten dabei den Rückraum der Ostholsteiner, die ohne Tjark Müller und Neuzugang Lars Bastian antraten, gut im Griff. In den letzten zehn Minuten vor der Pause setzte sich jedoch die individuelle Klasse der Gastgeber durch, und der Pausenstand war bereits standesgemäß. Im zweiten Abschnitt wurde dann deutlich, warum die Gäste das Ende der Tabelle zieren. Eine echte Gegenwehr war nicht mehr vorhanden, und Ostsee konnte Kräfte sparen.

Die vom Ex-Stockelsdorfer Holger Nielsen trainierten Gäste wollen als letztjähriger Hamburger Vizemeister zurück in den Handballverband Schleswig-Holstein und würden somit im Fall des Abstiegs in die SH-Liga absteigen wollen. Eine Entscheidung darüber steht jedoch noch aus . . .

Sei’s drum: Für Ostsee geht’s bereits am Donnerstag im vorgezogenen Oberliga-Derby beim VfL Bad Schwartau II (20.30 Uhr) weiter. Denn am Samstag um 19.30 Uhr erwarten die HSG-Männer in Grömitz die Drittliga-Reserve des VfL Fredenbeck zum Viertelfinalduell im Deutschen Amateur-Pokal.

HSG Ostsee: Hömberg, Noel - Reiter 10, J. Knorr, Litzenroth je 7, Jarik 5/3, Möller 4, Mendle 3, Kibat, Engelmann je 2, Ambrosius 1, Hinsch.

SG WIFT Neumünster – VfL Bad Schwartau II 28:23 (14:14). Ohne Respekt vor dem Tabellenzweiten ging die VfL-Reserve ins Spiel. Und knapp 300 Zuschauer in der Neumünsteraner Kreissporthalle staunten nicht schlecht, als die Gäste mit 3:0 vorn lagen. So entwickelte sich im ersten Abschnitt ein völlig offenes Spiel mit wechselnden Führungen. Der VfL musste auf den angeschlagenen Felix Hirth verzichten, aber dessen Part übernahm Tom Patalas. Und Trainer Guido Bock lobte: „Er hat einen guten Job gemacht.“ Das traf auch auf die vier Nachwuchsspieler des 99er-Jahrgangs zu, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügten. Und die blieb immerhin bis zum 16:16 (37.) auf Augenhöhe. Erst danach konnte sie die Rückstände nicht mehr ausgleichen.

„Wir und die Schiedsrichter haben oft falsche Entscheidungen getroffen, und so sind wir dann hoffnungslos hinterhergelaufen“, sah Bock die SG auf 25:20 (53.) enteilen. „Wir nehmen uns zu viele Halbchancen und machen die klaren Möglichkeiten nicht rein“, benannte Bock die Hauptgründe für die Niederlage bei einem Gegner „der heute zu schlagen gewesen wäre.“

Und auch wenn der Vorsprung auf die Abstiegszone nur einen Punkt beträgt, befand der VfL-Coach auch schon mit Blick auf das Nachbarschaftsderby am Donnerstag: „Insgesamt haben wir mehr Positives als Negatives mitnehmen können. Der Nachwuchs fügt sich immer besser ein, und das gibt Hoffnung für die Zukunft.“

VfL II: Escher, Haß - Meisner 6, Farschchi 5, Barthel 4/4, Nagorsen, Cordes je 2, Ehlers, Baumann, Patalas, Viemann je 1, Ott, Traxel.

rl