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Sport im Norden Judo-WM in Japan: Außergewöhnliches Highlight für Igor Wandtke
Sportbuzzer Sport im Norden Judo-WM in Japan: Außergewöhnliches Highlight für Igor Wandtke
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19:16 20.08.2019
Fühlt sich für die Tokio-Titelkämpfe gut gerüstet: Igor Wandtke. Für die WM sind 927 Judoka aus 152 Nationen gemeldet. Quelle: instagram/Wandtke
Lübeck

Der lange Flug von Hannover via München nach Osaka, die Zeitumstellung von plus sieben Stunden, auch das harte Trainingslager in Kienbaum, der Sportschule am Rande von Berlin – all das steckt noch in den Knochen. „Aber wir sind gut angekommen, ich habe jetzt eine Woche Zeit, mich zu akklimatisieren. Denn hier ist es schon sehr warm und schwül“, berichtet Igor Wandtke. Am kommenden Dienstag ist es soweit, dann schlägt für den Lübecker die Tatami-Stunde. Im Mutterland des Judosports, im geschichtsträchtigen Nippon Budokan, der altehrwürdigen Kampfsporthalle von Tokio, geht es in seiner Gewichtklasse bis 73 Kilo um die WM-Medaillen.

Igor Wandtke (r.) belegt Rang drei beim Grand Prix in Hohhot. Quelle: hfr

14 000 Zuschauer im Nippon Budokan

„Das wird ein Highlight, außergewöhnlich, etwas Besonderes“, ist sich Wandtke sicher. Denn im achteckigen Kampfsport-Tempel, der 1964 seine olympischen Weihen erhielt, haben 14 000 Zuschauer Platz. „Zum Finalblock am Abend wird da sicher immer ausverkauft sein. Ich freue mich schon drauf, will es genießen.“ Doch für den 28-Jährigen, der in Hannover lebt und trainiert, geht es um mehr. Nach einer durchwachsenen Saison mit Grand-Prix-Bronze im chinesischen Hohhot, aber auch „vielen Enttäuschungen“ will er in Tokio aufs Treppchen. „Mit Platz sieben und besser wäre ich super zufrieden. Aber das Ziel ist schon das Podium. Damit wäre ich für Olympia 2020 durch, die Punkte würden reichen“, ist er sicher. Wohlwissend, dass erst am 1. März 2020 die Qualifikation beendet ist, die Top 18 der bereinigten Weltrangliste das Ticket buchen.

Deutsches Duell um Olympia-Platz

Wandtke weiß auch: Das Ziel ist anspruchsvoll. Viel hängt vom Losglück und seiner Tagesform ab. Seine Klasse ist mit gut 100 Aktiven auch die am besten besetzte. Und mit dem Leverkusener Anthony Zingg ist sein deutscher Kontrahent im Olympia-Ranking mit Platz 17 drei Ränge vor ihm notiert. Doch Wandtke ist zuversichtlich: „Die letzten Wettkämpfe haben gezeigt: Ich kann jeden schlagen.“

Bruder Viktor auf Trainingsreise

Viktor Wandtke (l.) und David Ickes sind auf Trainingsreise in Japan. Quelle: hfr

Noch ist er aber 640 Kilometer von Tokio entfernt. In Tokushima bereitet er sich mit dem Nationalteam bis Freitag vor. Und der Zufall will es, dass sein Bruder Viktor (16) derzeit nur 400 Kilometer von ihm weg ist. „Klein-Wandtke“ ist mit dem deutschen U18-Kader (mit dem Lübecker David Ickes) auf der Nachbarinsel im japanischen Nobeoka auf Trainingsreise. In einer Woche geht es für die Talente auch zur WM nach Tokio. Schade nur für Viktor: Der große Bruder ist mit seiner WM dann schon durch.

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