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Sport im Norden Igor Wandtke wird im Olympia-Endspurt ausgebremst
Sportbuzzer Sport im Norden Igor Wandtke wird im Olympia-Endspurt ausgebremst
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16:22 22.01.2020
Auf dem Boden der Tatsachen: Der lübsche Wahl-Hannoveraner Igor Wandtke (hier beim Sieg im Grand-Slam-Kampf gegen den Schweden Tommy Macias in Düsseldorf 2018) muss ausgerechet zum Start ins Olympia-Jahr eine Zwangspause einlegen. Quelle: imago
Lübeck

Der Countdown für Tokio läuft: In gut sechs Monaten, am 24. Juli, werden im Judo-Mutterland zum zweiten Mal nach 1964 Olympische Sommerspiele eröffnet. Doch die Aussichten, dass Igor Wandtke und Miriam Butkereit als Top-Judoka aus der LN-Region auch zum Olympia-Team gehören, sind vor dem Endspurt um die Tokio-Tickets alles andere als rosig.

Schulter-Entzündung und Bauchmuskel-Zerrung als Frust-Faktoren

Denn: Wenn von Donnerstag bis Samstag insgesamt gut 580 Athleten aus 85 Nationen die Weltserie mit dem Grand Prix in Tel Aviv einläuten, ist Wandtke unverhofft zum Zuschauen verdammt. Während die für den TSV Glinde startende Butkereit am Mittwoch nach Israel jettete, blieb der 29-jährige Wahl-Hannoveraner aus Lübeck gefrustet zu Hause und berichtete: „Ich schleppe eine Entzündung in der linken Schulter mit mir herum, die noch von der Überbelastung im Dezember herrührt. Dazu hab’ ich mir beim Training in München eine Bauchmuskel-Zerrung zugezogen. Insofern kann ich in Tel Aviv nicht starten und bin ziemlich angefressen. Die Frage ist auch, ob ich bis zum Grand Slam in Paris am 8. Februar wieder fit bin . . .“

Profitiert Anthony Zingg von Wandtkes Pech?

Da jeweils nur ein Deutscher pro Gewichtsklasse im Zeichen der Ringe kämpfen darf und bereits nach dem zweiten Grand-Slam-Wochenende in Düsseldorf (21. bis 23. Februar) „abgerechnet“ wird, könnte der Leverkusener Anthony Zingg von Wandtkes Ausfall profitieren und seinen Rückstand im Olympia-Ranking in der Kategorie bis 73 kg von aktuell 378 Punkten schon in Israel zumindest entscheidend verringern. Denn ein Grand-Prix-Sieg wird mit 700 Zählern vergoldet, und ein Bronzerang ist immerhin 350 Punkte wert.

Will sich trotz suboptimaler Vorbereitung in Tel Aviv für Deutschland voll ins Zeug legen: Die Wahl-Kölnerin Miriam Butkereit (25) vom TSV Glinde (hier in Blau beim Grand Slam in Osaka gegen die Niederländerin Sanne van Dijke). Quelle: Marina Mayorova/ijf.org

Butkereit ist trotz Erkältung guter Dinge

Für Butkereit ist die Ausgangslage bei den Frauen bis 70 kg als zweitbeste DJB-Kämpferin mit 620 Zählern Rückstand auf Giovanna Scoccimarro (Vorsfelde) sogar noch suboptimaler, zumal die amtierende Deutsche Meisterin „die ganze letzte Woche flach lag und nicht trainieren konnte“. Doch Husten und Schnupfen trotzend meinte die 25-jährige, die als Polizeimeisterin mittlerweile in Köln zu Hause ist, vor dem Abflug nach Tel Aviv: „Ich bin dennoch guter Dinge, dass es gut laufen wird. Vorbereitung ist ja zum Glück nicht immer alles . . .“

Aktuelle Infoszum Grand Prix in Tel Aviv gibt es hier

Das aktuelle Rankingfür Olympia 2020 in Tokio (Männer und Frauen, alle Gewichtsklassen) finden Sie unter www.ijf.org

Von Andreas Oelker

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