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Sport im Norden Katastrophale Bedingungen in Melbourne: Lübecker Kamke empört – und ausgeschieden
Sportbuzzer Sport im Norden Katastrophale Bedingungen in Melbourne: Lübecker Kamke empört – und ausgeschieden
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18:53 14.01.2020
Tobias Kamke überstand die Quali in Melbourne nicht – und war entsetzt über die Zustände. Quelle: www.imago-images.de
Melbourne

Tennisprofis mit Atemproblemen, Spielabbrüche und heftiger werdende Kritik an den Turnierchefs: Kurz vor Beginn der Australian Open bedrohen die Buschbrände in Australien auch das größte Sportereignis auf dem Kontinent. Tobias Kamke, Lübecker Profi, der es Down Under über die Quali ins Hauptfeld schaffen wollte, überstand die erste Vorrunde nicht. Mit 1:6, 6:7 – trotz Satzballes im zweiten Durchgang – musste er sich dem Slowaken Jozef Kovalik beugen.

„Die Luftwerte waren offenbar die schlechtesten der Welt“

„Die Luft war richtig schlecht“, ließ Kamke die LN wissen. „Die Werte waren offenbar die schlechtesten auf der ganzen Welt an dem Tag und lagen bei 600. Ab 200 soll man die Wohnung eigentlich schon nicht mehr verlassen.“ Der 33-Jährige ist empört: „Die Spiele wurden trotzdem ausgetragen – das ist den Spielern gegenüber unverantwortlich.“ Kamke musste bereits seinen Test für Melbourne sausen lassen. Er war am 28. Dezember nach Australien geflogen, wollte dort beim Challenger in Canberra starten, aber das war wegen der verheerenden Feuer gecancelt worden. Nun reist er bereits vorzeitig wieder zurück nach Deutschland.

Auch Mona Barthel raus

Auch die Segebergerin Mona Barthel musste ihren Comebackversuch nach längerer Verletzungspause im australischen Rauch früh beenden. Sie unterlag Shelby Rogers (USA) glatt mit 4:6, 0:6.

„Das ist eine neue Erfahrung für uns alle“

„Über Nacht ist die Luft in Melbourne weltweit tatsächlich am schlechtesten geworden“, bestätigte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton. „Das ist eine neue Erfahrung für uns alle“, sagte auch Turnierdirektor Craig Tiley. So musste das Showmatch von Laura Siegemund (Metzingen) und Maria Scharapowa aus Russland in Melbournes Stadtteil Kooyong vorzeitig beendet werden. „Ich habe gemerkt, dass Husten hochkam am Ende des zweiten Satzes. Ich dachte, ich bin krank“, sagte Scharapowa.

Aufgabe nach Hustenanfall

In der Qualifikation auf den Neben-Courts, die mit einer Verspätung von anderthalb Stunden begann, gab die Slowenin Dalila Jakupovic in der ersten Runde nach einem Hustenanfall auf. Die 28-Jährige klagte danach, es sei „nicht fair“, dass die Spielerinnen und Spieler unter solchen Bedingungen antreten müssten. „Ich war überrascht, ich dachte, wir würden nicht spielen, aber wir haben kaum eine Wahl“, sagte Jakupovic. Im Match gegen die Schweizerin Stefanie Vögele hatte es 6:4, 5:6 gestanden. Vor einem Satzball für Vögele kniete Jakupovic zunächst nieder und wurde dann vom Platz geführt. „Es war schlimm. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich hatte Angst, dass ich kollabiere“, sagte Jakupovic. „Darum bin ich runter. Weil ich nicht mehr laufen konnte. Am Boden war es etwas einfacher, Luft zu bekommen.“

Die Kritik wird lauter

Die Spiele des Hauptfeldes sollen am kommenden Montag beginnen – doch die Kritik wird lauter. „Warum müssen wir darauf warten, dass etwas Schlimmes passiert, um etwas zu unternehmen?“, schrieb die Weltranglisten-Fünfte Jelina Switolina in den sozialen Netzwerken. „Tennis ist ein Spiel! Gesundheit geht immer vor!! Warum um alles in der Welt würdet ihr Spieler/Schiedsrichter/Ballkinder/ .. unter diesen Bedingungen leiden lassen“, schrieb die Belgierin Kirsten Flipkens. Mit dpa

Von Jürgen Rönnau

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