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Sport im Norden Lübecker Ninsaw gewinnt dreckigen Kampf
Sportbuzzer Sport im Norden Lübecker Ninsaw gewinnt dreckigen Kampf
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17:52 26.03.2018
Kein Leckerbissen: Der Lübecker Napor Ninsaw (31) gewann seinen fünften Profi-Kampf gegen Filipe da Silva durch Disqualifikation.
Kein Leckerbissen: Der Lübecker Napor Ninsaw (31) gewann seinen fünften Profi-Kampf gegen Filipe da Silva durch Disqualifikation. Quelle: Felix König/Agentur 54°
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„Wir haben tolle Kämpfe gesehen, die die Zuschauer regelrecht gepackt haben“, freute sich Honhold. Nur mit einem Kampf war er nicht zufrieden, „Der war wirklich, mit Verlaub, beschissen.“ Er meinte ausgerechnet den seines Schützlings „Nappo“ Ninsaw im Superweltergewicht gegen Filipe da Silva (Mosambik). „Da Silva hat immer nur gehalten, geklammert. Beide haben nicht zueinander gepasst. Aber Nappo hätte sich dem auch entziehen, besser boxen müssen“, sagt Honhold. Lokalmatador Ninsaw siegte im dreckigen Kampf dennoch, durch Disqualifikation wegen Haltens, in der dritten von sechs Runden – sein insgesamt dritter Sieg im fünften Profikampf.

Höhepunkt des Abends waren die abschließenden Kämpfe um die „K-1Warriors Championship“. Den ersten verlor der Hamburger Leichtgewichtler Leon Zadeh gegen Umut Tok (Paderborn). Beide hatten einen vorzeitigen Knockout versprochen. Der kam, aber anders als erwartet – durch Abbruch. „Leon hatte einen tiefen Cut am Kopf. Auch wenn er es nicht wahrhaben wollte, den Kampf abzubrechen, das war richtig“, sagte Honhold. Im Schwergewichtsfight zwischen Europameister Mohammed Dolatmandi (Bremen) und Routinier Vukota Mirkovic (Hannover) sah er einen „Hammer-Kampf“, der erst in der letzten Runde entschieden wurde – und das schmerzhaft. Ein Kopf-Kick von Zweimeterriese Dolatmandi endete mit dem Bruch des Unterkiefers von Mirkovic. „Er ist sofort in die Klinik gefahren worden“, sagte Honhold.

Seit 14 Jahren organisiert der ehemalige Deutsche Meister das „Warriors“-Spektakel in Lübeck. Am 3. November ist die nächste Auflage geplant, „dann wieder mit Muay Thai. Das mussten wir diesmal mangels Kämpfer streichen“. Für 2019 hat Honhold den Ausbau der „Warriors“ zur Serie im Blick, dafür auch Gespräche mit einem Internet-TV- Anbieter laufen. Als nächste Stadt favorisiert er Flensburg. „Die Nähe zu Dänemark, das kampfsportaffine Publikum machen Flensburg interessant. Aber es müsste schon auf dem Niveau von Lübeck ablaufen. Ich habe keinen Bock, einen Schritt zurück zu machen.“

jek