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Sport im Norden Lübecker Svane und Kololli mit DM-Start nach Maß
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00:12 22.10.2016
Spielt an 20 Brettern: Niclas Huschenbeth – auch gegen Andreas Gomig (VfB; vorn v.l.), Oliver Milde (VfL) und Finn-Ole Sommerfeld (Cougar).
Lübeck

Als Bürgermeister Bernd Saxe – wie vereinbart – den weißen Bauer von Heiko Kummerow (Oberhausen) auf e4 setzte, waren die 87. Deutschen Schach- Meisterschaften, die ersten in Lübeck, eröffnet. Die Besten der Landesverbände und einige gesetzte Spieler, insgesamt 26, spielen bis kommenden Samstag in neun Runden im Hotel „Holiday Inn“ den König des königlichen Spiels aus. An Brett 1 und damit topgesetzt – ein Lübecker: Rasmus Svane, 19. Zum Auftakt gegen Kummerow (Nr. 14) tat sich der Internationale Großmeister lange schwer, ehe er nach mehr als vier Stunden die Oberhand gewann. Nach Svanes 41. Zug gab sein Gegner auf.

Bernd Saxe eröffnet am Brett von Rasmus Svane (r.) die DM. Quelle: Fotos: König

„Das war lange zäh, aber in der Zeitnotphase öffnete sich das Spiel, dann hat sich auch der stärkere Spieler durchgesetzt“, erklärte Thilo Koop. Der Vorsitzende des ausrichtenden Lübecker SV konnte sich auch über einen Auftakt nach Maß von Martin Kololli freuen. Per Ausrichter-Wildcard dabei, bezwang der erst 16-Jährige den an sechs gesetzten Ferenc Langheinrich (Erfurt) nach 39 Zügen. Koop:

„Eine sehr gute Partie und dann noch mit schwarz.“

Und was machte Schleswig-Holsteins Meister Frank Schwarz? Der Preetzer verlor nach 39 Zügen gegen den an zwei gesetzten Alexander Gasthofer (Bad Mergentheim).

Als Svane & Co. ihre ersten Züge setzten, ging im Nebenraum gerade der DM-Prolog zu Ende. Niclas Huschenbeth, 24, Großmeister aus Hamburg, hatte simultan an 20 Brettern gespielt. Als er sich mit Bernhard Weber, Jugendwart vom Lübecker SV, auf remis einigte, waren satte vier Stunden um. Bereits nach 80 Minuten rannte Alexandra Mundt jubelnd über den Hotel-Flur zu ihrer Mutter. Die 13-Jährige hatte den Deutschen Meister von 2010 bezwungen. Eine Überraschung. „Er hat aufgegeben, weil ich sonst seine Dame gefangen hätte“, freute sich die Schülerin, die erst seit zwei Jahren im Verein spielt.

Mehr als achtbar schlug sich auch das Mannschaftstrio. VfB-Fußballer Andreas Gomig (24), VfL-Handballer Oliver Milde (23) und Cougars Finn-Ole Sommerfeld (22) hielten dem Profi ziemlich zeitgleich 2:40 Stunden stand, ehe ihr König fiel. „Ich dachte, dass ich schon nach 30 Minuten raus bin“, meinte Milde, der zuvor eine gefühlte Ewigkeit nicht gespielt hatte. „Dafür war es okay. Und ich war nicht der Erste, der raus war.“ Auch Sommerfeld („Ich spiele leidenschaftlich gern, finde zu Hause aber keine Gegner“), war zufrieden: „Ich konnte mich aus brenzligen Situation befreien.“ VfB-Ösi Gomig („Ich habe vor fünf Jahren das letzte Mal gespielt“) hatte seinen Spaß: „Das war sehr interessant. Auch links und rechts die anderen zu beobachten.“ Da rangen nur noch Klaus Besenthal und Jürgen Erich (beide Lübeck) Huschenbeth ein remis ab.

DM heute; ab 14 Uhr; Hotel Holiday Inn; ab 14.30: Live-Kommentierung und Analyse im Nebenraum; 20 Uhr: Blitzschach-Turnier im LSV-Vereinsheim.

Jens Kürbis

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