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Sport im Norden Mit neuer Waffe WM-Medaille im Visier
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23:10 24.02.2018
Saisoneinstand mit neuer Waffe: Vincent Haaga.
Saisoneinstand mit neuer Waffe: Vincent Haaga.
Doha/Lübeck

Das Skeet-Finale der sechs Besten nur um zwei Treffer verpasst, Platz 13 beim Grand Prix in Doha. Vincent Haaga ist mit seinem Saisoneinstand zufrieden. „Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Ich schieße mit einer neuen Waffe, hatte nur zwei Tage Zeit, mich auf das neue Material einzustellen. Da sind 120 Treffer bei dem Elitefeld richtig gut“, berichtete der Sportschütze aus dem ostholsteinischen Heringsdorf.

Der 22-Jährige, der als Sportsoldat am Olympiastützpunkt in Oberhof lebt und in Suhl trainiert, hatte sich im Vorjahr in die Weltspitze geschossen. Deutscher Meister, Vizeweltmeister – alles in nur acht Tagen. Der Erfolg bescherte ihm jetzt einen neuen Sponsor. Die italienische Markenfirma „Perazzi“ fertigte für Haaga eine Waffe nach Maß an, der deutsche Hersteller „Nill“ baute den Schaft dazu.

Kostenpunkt: rund 15000 Euro. „Das ist für mich schon ein Quantensprung. Meine erste Waffe war quasi von der Stange, sponsored bei mum and dad“, erklärt Haaga, der jetzt für die Feinmotorik mit seinem neuen „besten Freund“ viel trainiert. Bis zum Mittwoch noch in Katar, ehe es nach einem Zwischenstopp in Oberhof zum ersten Weltcup der Saison nach Mexiko geht. Das große 2018-Ziel ist, bei den Weltmeisterschaften im August in Korea um die Medaillen mit zu schießen. „Da geht es auch um die ersten Quotenplätze für Olympia 2020“, ergänzt Haaga, der jetzt zum Kernteam des deutschen Verbandes zählt, über seine Weltcup- Einsätze selbst entscheiden kann.

In Katar steht er nach dem Grand Prix jeden Tag mehrere Stunden auf dem Schießstand – meist mit Nasser Al-Attiyah, Rallye-Pilot aus dem Team des ostholsteinischen Dakar-Siegers Dirk von Zitzewitz und 2012 Olympia-Dritter im Skeet. Der Katarer ist mit Haaga auch schon durch die Wüste geheizt. Haagas Eindruck: „Das war cool, aber am Schießstand macht es mehr Spaß.“

jek