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Phönix Lübeck: Weg für eine Ausgliederung des Regionalliga-Teams ist frei

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18:00 09.11.2021
Derzeit kickt Phönix Lübeck am Buniamshof (hier Sean Vinberg/M. gegen den Heider Steffen Neelsen). Doch die Adlerträger planen schon für eine professionellere Zukunft – mit neuem Flugplatz-Stadion und einer ausgegliederten Regionalliga-Mannschaft.
Derzeit kickt Phönix Lübeck am Buniamshof (hier Sean Vinberg/M. gegen den Heider Steffen Neelsen). Doch die Adlerträger planen schon für eine professionellere Zukunft – mit neuem Flugplatz-Stadion und einer ausgegliederten Regionalliga-Mannschaft. Quelle: Agentur 54°
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Lübeck

Auch wenn es sportlich für den Regionalliga-Aufsteiger in dieser Saison noch nicht nach Wunsch läuft, hat der 1. FC Phönix Lübeck auf seiner Jahreshauptversammlung die Weichen für eine weitere Professionalisierung gestellt und den Weg freigemacht für die Ausgliederung des Viertliga-Teams in eine Spielbetriebsgesellschaft.

Phönix: Satzungsänderung mit nur einer Gegenstimme beschlossen

Wo es bei anderen Klubs viele hitzige Debatten über einen solchen Beschluss gibt, war die notwendige Zweidrittelmehrheit für eine entsprechende Satzungsänderung bei Phönix kein Problem. 41 der insgesamt rund 270 Mitglieder waren zur Versammlung erschienen, 39 von ihnen stimmten für den Antrag (1 Gegenstimme, 1 Enthaltung).

„Die vierte Liga ist mit Ehrenamt allein nicht zu managen“

„Eine solche Ausgliederung hat zum einen steuerliche Gründe, minimiert zum anderen das Risiko für den Gesamtverein – aber schafft vor allem professionellere Strukturen“, sagt der Phönix-Vorsitzende Thomas Laudi. Für mehr Professionalität hatte man im Sommer bereits Ex-HSV-Profi Stefan Schnoor als Sportlichen Leiter geholt. „Die vierte Liga ist mit Ehrenamt allein nicht zu managen. Da müssen schon ein hauptamtlicher Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter her.“

Wie genau die Ausgliederung umgesetzt werden soll, kann Laudi noch nicht sagen. „Da gibt es jetzt Gespräche mit Steuerberatern und Unternehmensberatern, um auszuloten, was für uns am besten ist. Zudem reden wir natürlich mit möglichen Gesellschaftern. All das wird einige Zeit in Anspruch nehmen“, so der Vereins-Chef.

Umbau des Stadions Flugplatz geht voran

Und nebenbei wollen die Adlerträger von der Travemünder Allee ja auch noch ein zweites Großprojekt vorantreiben: Den Umbau des Stadions Flugplatz. „Da sind die Tiefbauarbeiten auf der Zielgeraden. Ein Verkehrs- und Akustik-Gutachten sind noch in Arbeit. Wenn das alles durch ist, können wir hoffentlich bald den Bauantrag einreichen“, erklärt Laudi. „So froh wir darüber sind, dass wir mit dem Buniamshof eine Ausweichmöglichkeit haben – Zuhause ist doch noch einmal etwas ganz anderes. Und da wollen wir bald wieder hin.“

Auf die Adlerträger wartet also jede Menge Arbeit. Aber die Botschaft ist klar: Die Regionalliga soll für den Aufsteiger kein kurzfristiges Abenteuer sein. Phönix ist gekommen, um zu bleiben – mindestens...

Von Axel Wronowski