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Sport im Norden „Raubmöwen“ flattern mit 28:24 ans rettende Ufer
Sportbuzzer Sport im Norden „Raubmöwen“ flattern mit 28:24 ans rettende Ufer
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23:10 29.04.2017
Feiern ihre Punktlandung am Steenkamp: Travemündes Drittliga-Handballerinnen haben Wismar im Fernduell noch überholen können. Quelle: Foto: Sobczak/54°
Lübeck/Wismar

Riesenjubel in der Lübecker „Steenkamp-Hölle“, kollektive Ernüchterung in der Wismarer Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße: In Travemünde feierten offiziell 145 Handballfans den 28:24-Sieg ihrer jungen „Raubmöwen“ über Vechta und damit den sicheren Drittliga-Verbleib. Und in der mecklenburgischen Hansestadt mussten 815 Zuschauer miterleben, wie ihre TSG-Frauen zum Saisonausklang ein 21:23 gegen den Buxtehuder SV II kassierten, damit auf Rang zehn abrutschten und sich nun mit der Relegationsrunde anfreunden müssen . . .

Riesenjubel in der Lübecker „Steenkamp-Hölle“, kollektive Ernüchterung in der Wismarer Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße: In Travemünde feierten offiziell ...

In Travemünde musste sich der TSV-Anhang eigentlich nur in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit wirklich Sorgen um seine bedrohten „Raubmöwen“ machen. Denn während die Schützlinge von Trainer Christoph Nisius gegen den Tabellensechsten mehrfach mit zwei Toren hinten lagen, war Wismar zeitgleich dabei, sich vom Bundesliga-Juniorteam aus Buxtehude Tor um Tor abzusetzen und führte zum Seitenwechsel gegen den favorisierten Tabellenvierten sogar mit 14:9. Am Steenkamp wurden indes mit einem 13:13 die Seiten gewechselt, womit die Travemünderinnen auf dem Relegationsplatz neun liegend indie zweite Hälfte starteten.

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„Doch zum Glück haben die Mädels sich trotz des immensen Drucks konsequent an unsere Vorgaben gehalten“, lobte Nisius später – und fügte mit einem breiten Lächeln hinzu: „Sie haben heute fast über 60 Minuten lang im Angriff die Abläufe konzentriert zu Ende gespielt und waren zum Schluss hin sogar noch so abgezockt, ihre mühsam erkämpfte, aber redlich verdiente Führung über die Runden zu retten.

Und so haben wir die Punktlandung hinbekommen.“

Tatsächlich kippte das Fernduell zugunsten der Lübeckerinnen, da Jamila Popiol und Sophia Frauenschuh am Steenkamp per Doppelpack erst ein mutmachendes 15:13 (33.) vorlegten, ehe Lara Fischer und Freya Welchert zehn Minuten später aus dem 18:18 ein bahnbrechendes 20:18 machten. Über ein 22:19 (47.) und ein 26:22 (54.) flatterten die „Raubmöwen“ schließlich ans rettende Ufer. Unterdessen ging Wismar nach dem 16:11 (39.) zusehends die Puste aus. Das 19:18 (50.) durch Jennifer Kriegsmann war die letzte TSG-Führung. Und nach dem 19:21 (54.) durch Svea Geist war Wismar geschlagen, auch wenn Henrike Bibow zwei Minuten vor dem Abpfiff noch einmal auf 21:22 verkürzen konnte. Am Ende durften die TSG-Frauen sogar froh sein, wenigstens noch Zehnter geworden zu sein, da der HSV Minden-Nord als totgesagter Vorletzter beim 29:29 gegen den Meister TV Oyten nur um 27 Sekunden an einem Sensationssieg vorbeischrammte.

Coach Nisius war’s egal. Er meinte vor der „Nichtabstiegssause mit Apfelschorle und Mettbrötchen“: „Unsere Politik der kleinen Schritte hat sich ausgezahlt. Das war echt eine Bomben-Rückrunde!“

TSV Travemünde: Belgardt, Pooch, Patalas – Fischer (8/4), Nicolai (6), Welchert (4), Popiol, Frauenschuh (je 3), Kieckbusch (2), Dalinger, Riesner (je 1), Claasen, Karau, Adamczewska.

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