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Sport im Norden Reinfeld patzt im Spitzenspiel
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22:10 31.01.2017

SH-Liga, Frauen: HC Treia/Jübek - SV Preußen Reinfeld 24:20 (9:11). Der SH-Liga-Thron war in Sichtweite, doch die Handballerinnen des SV Preußen Reinfeld waren im Spitzenspiel gegen HC Treia/Jübek zu nervös, um ihn zu besteigen. Da war der Aspekt, dass es diesmal kein Geld für die Mannschaftskasse aus den Reihen des Trainerstabs gab, zwar nebensächlich. Doch er verdeutlichte auch die Schwächen, die einen Erfolg verhinderten. Denn Reinfelds Frauen kassierten mehr als 20 Tore und trafen selbst (deutlich) weniger als 30 Mal. Damit war im Spitzenspiel nichts zu holen.

Von Beginn an agierten die Reinfelderinnen zu zaghaft, fanden nicht zu ihrem Tempospiel, so dass die Gastgeberinnen schnell mit 4:1 (9.) vorne lagen. Erst Mitte der ersten Hälfte schien Reinfeld sich berappelt zu haben, überzeugte nun mit einer sehr stabilen Abwehr und hatte die Partie innerhalb von sechs Minuten gedreht, als sie drei Minuten vor der Halbzeit 10:7 führten. „Leider war dann auch schon wieder Schluss mit der Herrlichkeit“, ärgerte sich Preußen-Coach Detfred Dörling, dass nur mühsam ein Vorsprung in die Halbzeit gerettet werden konnte (11:9).

Immerhin lag man vorn, wollte nach dem Seitenwechsel auf Siegkurs bleiben. Doch statt noch mehr Schnelligkeit und Leidenschaft einzubringen, lief im Grunde alles schief: „Klare Ansagen wurden nicht beherzigt, spielerisch wie wurftechnisch waren alle von der Rolle – als ob man einen Stecker gezogen hätte“, konnte sich Dörling den Umschwung kaum erklären. Schließlich waren die Reinfelderinnen am Wochenende zuvor extra beim Punktspiel von Treia gewesen, hatten sich Stärken und Schwächen angeguckt und mit den Coaches Thomas Kruse und Dörling die Marschroute durchgesprochen. Jetzt aber warfen sie immer direkt auf die gegnerische Torhüterin, die nicht viel tun musste. „Schon ärgerlich, aber der Kampf um den Titel ist noch nicht verloren, es folgen ja noch einige Spiele . . .“, bleibt Dörling weiterhin optimistisch.

SVP-Tore: L. Tonding (4), L. Beth (4/2), Enke, Rostek (je 3), Albrecht, R. Tonding (je 2), Heins, S. Frank (je 1).

Landesliga, Frauen: BSV Kisdorf - GHG Hahnheide 17:16 (6:7). „Aufstehen, Krone richten und nach vorn schauen“ ist auch das Motto von Gunnar Hansen nach der Niederlage seiner Schützlinge gegen Kisdorf. Direkt nach der Partie war er allerdings schon verärgert, schließlich hatten die Trittauerinnen das Spiel über weite Strecken dominiert, über 4:1 (7.) schließlich 10:8 geführt (36.). Dann aber drehten die Kisdorferinnen binnen acht Minuten die Partie, zogen über 12:11 (45.) auf 16:11 (53.) davon. Die GHG kämpfte sich zwar zurück, schaffte es aber nicht, in den Schlusssekunden einen Freiwurf zu verwandeln, um wenigstens einen Punkt zu retten. „Auf solch eine Situation waren wir nicht vorbereitet, das wird uns kein zweites Mal passieren“, verspricht Hansen, der die Niederlage an den vergebenen Chancen festmacht: „16 Mal haben wir getroffen, aber 25 Möglichkeiten gehabt.“ Großer Rückhalt war erneut Tini Müller, die unter anderem alle Siebenmeter vereitelte.

Landesliga, Männer: SC Union Odesloe - TuS Lübeck II 26:25 (15:15). „Das passiert uns kein zweites Mal“, hatte Ben Reppin schon vor der Partie gegen Lübeck mit Blick aufs Hinspiel betont, als die Oldesloer die Partie lange dominiert aber letztlich doch 27:28 verloren hatten. Wieder legten die Kreisstädter beherzt los, lagen schnell 5:2 (7.) vorn. „Leider hatten wir dann wieder unsere ,drollige Phase’, in der einfach jeder wild aufs Tor warf, so dass dieser Vorsprung direkt wieder weg war“, ärgerte sich der SCU-Kreisläufer. „Denn so bringt man einen Gegner zurück ins Spiel, den man eigentlich schon im Griff gehabt hat.“ Genau das passierte nach dem Seitenwechsel noch einmal. Union lag wieder 25:22 (52.) vorn, TuS glich in der 58. Minute aus und hatte sogar den Siegtreffer auf der Hand. Den vereitelte aber Marek Malzahn, der insgesamt ein starker Rückhalt war. Vier Sekunden Restspielzeit zeigte die Uhr an, ein ganzer Spielzug war nicht mehr drin. „Wir haben’s dann einfach gemacht und Sven Borchers ist von Außen gesprungen, hat geworfen und getroffen“, beschrieb Reppin die Schlussphase weniger spektakulär, als die knapp 50 Zuschauer in der Heinrich-Vogler-Halle sie erlebt hatten. So war die Revanche geglückt und die anschließende Geburtstagsfeier von SCU-Abteilungsleiterin Renate Petzold konnte beginnen. EP

LN

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