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Sport im Norden Reinfelds Frauen werfen sich aus der Krise
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19:13 29.11.2016
Kollektiver Jubel nach dem Spiel in der Unkleidekabine: Reinfelds Frauen feiern ihren fünften Saisonsieg, mit dem sie Platz 4 festigten. FOTO: EP
Reinfeld

Reinfeld. Handball in all seinen Facetten: Die Reinfelder SH-Liga- Frauen fanden vor heimischen Fans „zurück in die Spur“, die Landesliga-Männer des SC Union Oldesloe überraschten auswärts positiv, die Landesliga-Frauen der GHG Hahnheide hingegen wurden ihrer Außenseiter-Rolle gerecht – ohne zu enttäuschen.

Janine Sachse in Aktion: Als Reinfelds Rechtsaußen einmal übers ganze Feld zum Torerfolg stürmte, war das der Weckruf für die Kolleginnen – und Initialzündung für einen enorm wichtigen Heimsieg der Preußen-Ladies. FOTOS: NUP
Zufrieden mit dem Team: SCU-Kreisläufer Ben Reppin.
Janine Sachse in Aktion: Als Reinfelds Rechtsaußen einmal übers ganze Feld zum Torerfolg stürmte, war das der Weckruf für die Kolleginnen – und Initialzündung für einen enorm wichtigen Heimsieg der Preußen-Ladies. FOTOS: NUP
Zufrieden mit dem Team: SCU-Kreisläufer Ben Reppin.

SH-Liga Frauen: SV Preußen Reinfeld - HSG Mönkeberg/Schönkirchen 24:20 (13:11). „Ich weiß, dass wir hier gewinnen werden“, war sich Detfred Dörling bezüglich eines Erfolgs seiner Schützlinge absolut sicher. In der ersten Spielhälfte sah es allerdings zunächst nicht so aus: Mönkebergs Haupttorschützinnen Lisa Straube (8/1) und Alena Haase (7/3) fanden immer wieder Lücken in der Reinfelder Abwehr und konnten sich auch in den 1:1-Situationen behaupten. Die Folge: Nach 14 Minuten lag Reinfeld 5:7 (14.) hinten. Erst ein Solo von Janine Sachse übers gesamte Feld ließ ihr Team aufwachen, so dass zur Pause die Führung zurückerobert war. „Gewonnen haben wir letztendlich aber, weil wir in der zweiten Spielhälfte viel besser in der Abwehr standen, unsere Keeperin Annika Rahf wieder souverän hielt und wir in dieser Phase auch im Angriff aus allen Lagen trafen“, benannte Preußen-Betreuer Arno Möller die Schlüssel zum Erfolg. Straube wurde nun immer wieder vom Spielgeschehen abgeschirmt und ausgebremst, wenn sie auf andere Positionen wechseln wollte. So setzten sich die SVP-Frauen vom 14:13 (34.) vorentscheidend auf 20:13 (48.) ab. Der Sieg schien den Gastgeberinnen nicht mehr zu nehmen. „Leider dachten das auch unsere Spielerinnen und schalteten wieder auf Sparflamme“, ärgerte sich Möller über die letzten zehn Minuten, in denen Mönkeberg noch einmal auf 20:23 (60.) herankam. Der Sieg war aber nicht mehr in Gefahr, Dörling behielt Recht mit seiner Prognose, und sein Team setzte sich auf Platz 4 im oberen Tabellendrittel fest.

Tore Reinfeld: R. Tonding (4), L. Beth (4/2), Sachse, Frank (je 3), Heins, Krisat, Rostek, Enke (je 2), Albrecht, Bernert (je 1).

Landesliga Männer: Wellingdorfer TS - SC Union Oldesloe 23:23 (10:13). „So macht Handballspielen Spaß", freute sich Ben Reppin ausgelassen, nachdem sein Team gerade dem (nach Minuspunkten) Topteam der Liga einen Zähler abgeluchst hatte. Die Gastgeber drehten zwar mit dem Publikum im Rücken gleich richtig auf, doch die Oldesloer gingen nicht nur mit 1:0 (1.) in Führung, sondern bauten diese dank einer hervorragenden Deckung und eines treffsicheren Angriffs stetig aus. Mitte der zweiten Spielhälfte lagen Reppin & Co. sogar 20:15 (45.) vorn.

„Da wir aber wieder nur sieben Feldspieler waren, ging uns dann leider doch die Puste aus“, bedauerte der Union-Kreisläufer, dass die Gastgeber wieder bis auf 23:23 (58.) herankamen und sogar noch die Möglichkeit zum Siegtreffer hatten. Doch der letzte Wurf landete an der Latte. Enttäuscht über das Unentschieden zeigte sich jedoch niemand im SCU-Team. „Dem Tabellenführer einen Punkt abzunehmen, ist schon Wahnsinn“, strahlten die Oldesloer. „So macht Handballspielen Spaß“, wiederholte Reppin, „und darauf müssen wir aufbauen. Denn nur so – als eine Mannschaft – können wir Spiele gewinnen!“

Landesliga Frauen: Preetzer TSV - GHG Hahnheide 28:21 (13:8). Die Trittauer Damen indes konnten gegen den favorisierten Gastgeber nicht für eine Überraschung sorgen. „Preetz ist athletisch und spielerisch einfach weiter“, musste GHG-Coach Gunnar Hansen neidlos anerkennen. „Abschlachten lassen“ wollte er sich dennoch nicht und nahm beim Stand von 2:9 (17.) eine Auszeit, weil seine Schützlinge gegen den „Übergegner“ Angst gezeigt und sich nichts zugetraut hatten. „Ich habe dann angesagt, dass wir eigentlich ganz locker aufspielen können, schließlich geht mehr als verlieren nicht, und dahin waren wir ja auf dem besten Weg“, so Hansen. Seine Spielerinnen nahmen sich das zu Herzen, der Mut zum Torwurf war zurück, und so gestaltete die GHG zumindest die zweite Spielhälfte mit einem 13:15 beinahe ausgeglichen. Großen Anteil hatte einmal mehr Torhüterin Tini Müller. Das GHG-Urgestein vereitelte etliche „Hundertprozentige“ und zudem vier Strafwürfe. „Von daher bin ich trotz der Niederlage alles andere als unzufrieden“, betonte Hansen im Rückblick auf die Partie. EP

LN

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