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Sport im Norden Schlüsselbeinbruch: Rückschlag für Lübecks sprintenden Bob-Anschieber Koßmann
Sportbuzzer Sport im Norden Schlüsselbeinbruch: Rückschlag für Lübecks sprintenden Bob-Anschieber Koßmann
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20:06 07.05.2019
Joshua Koßmann (2. v.l.) hofft, dass er bis zu den Norddeutschen Meisterschaften im Juli wieder fit ist. Quelle: W.-R. Boyens
Lübeck

Zurück in der Bundespolizei-Kaserne an der Ratzeburger Landstraße, war Joshua Koßmann der Schock immer noch anzusehen. Schleswig-Holsteins schnellster Sprinter, das Aushängeschild des Leichtathletik-Clubs (LAC) Lübeck, hatte am Montag auf dem Buniamshof trainiert. So wie immer nach dem Dienst. Doch diesmal war nichts wie immer. „Ich bin auf der Tartanbahn irgendwie hängen geblieben, gestürzt, wollte über die Schulter abrollen. Doch ich habe gleich gemerkt, dass da mehr ist.“ In der Notaufnahme bekam der angehende Polizei-Kommissar Gewissheit: Schlüsselbeinbruch der linken Schulter. Heißt: Sechs Wochen Pause. Sein Arm hängt jetzt in einer Armtrageschiene.

Starker Saisoneinstieg in Neuss

Joshua Koßmann beim ersten Anschiebertest in Oberhof. Quelle: privat

„Das ist verdammt ärgerlich“, ist Koßmann enttäuscht. Denn der 23-Jährige war in Neuss verheißungsvoll in die Saison gestartet, hatte beim Sprintertag die 100 Meter in 10,89 Sekunden gewonnen. „Das war der beste Einstieg, den ich bisher hatte.“ Mit Blick auf die Norddeutschen Meisterschaften im Juli ist der Unfall jetzt ein Rückschlag. Koßmann wollte in Hannover Gold über 100 und 200 Meter ins Visier nehmen. „Das müssen wir jetzt mal sehen, ein Start ist aber immer noch realistisch.“ Ein, zwei Wochen werde er jetzt gar nichts machen, „damit alles gut heilt. Ich will da nichts riskieren“.

Bob-Training in Winterberg

Denn der Sprinter hat noch ein zweites Ziel im Visier. Im September beim ersten zentralen Leistungstest (ZLT) der deutschen Bobsportelite in Oberhof will er als Anschieber den Sprung in eines der Teams schaffen. Nach dem ersten Bob-Casting im Dezember, seiner Premiere auf Eis, hatte der Neuling ein gutes Trainer-Feedback erhalten. Ein Ansporn für mehr. Seit gut drei Wochen trainiert Koßmann regelmäßig in Winterberg (Sauerland) mit dem Bundesstützpunkttrainer und vier weiteren Leichtathleten. Was? Das Anschieben – den explosiven Start, die richtige „Abriss-Technik“, um das 110 Kilo schwere Ungetüm in Fahrt zu bringen. Auf bis zu zwölf „Schübe“ kommt er so im Training. „Und danach bist du platt.“ Doch die guten Kritiken, die er erhalten hat, haben seinen Ehrgeiz angestachelt. „Es bleibt dabei“, sagt Koßmann, „es ist alles auf den September ausgerichtet.“

Start bei Staffel-DM fällt wohl aus

LAC-Chefcoach Uwe Mundt unterstützt ihn dabei: „Bob und Sprint ist beides möglich, lässt sich gut kombinieren. Der Unfall jetzt ist aber schon ein Rückschlag für Joshuas Sprint-Ambitionen und unsere mit der Staffel.“ Das LAC-Quartett will sich für die Staffel-DM Mitte Juni in Wetzlar qualifizieren.

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