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Sport im Norden Siebter 7TT – Rekord-Festival in Lübeck
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20:40 18.06.2018
Stau beim Schwimmstart am Krähenteich: Die morgens gemessene Wassertemperatur von 21,7 Grad erlaubte den insgesamt 886 Einzelstartern und 117 Staffelschwimmern das Tragen von Neopren-Anzügen. Dass der verkrautete Mühlenteich diesmal ausgespart wurde, war kein Problem. Quelle: Foto: Neelsen
Lübeck

Aus rein sportlicher Sicht stand die Mitteldistanz im Blickpunkt, bei der es über 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen zugleich um die Landesmeisterschaften ging. Dabei spulte der vorab von allen Mitstreitern „topgesetzte“ 7TT-Debütant Benjamin Winkler (USC Kiel) sein erwartetes Solo-Rennen ab, setzte sich schon im Krähenteich von den Verfolgern ab, raste dann mit einem Schnitt von mehr als 40 km/h über die achtmal zu durchfahrende 10-km-Schleife von der Falkenstraße bis zur einstigen „Tierparkbrücke“ auf der B75 und retour und ließ auch beim Laufen gar nichts mehr anbrennen.

Der siebte 7 Türme Triathlon in Lübeck ist Geschichte – mit glücklichen Siegern und zufriedenen Finishern in den Wettkämpfen über die Mitteldistanz, die Olympische Distanz und im Volkstriathlon. Das „schiefe Jubiläum“ ging mit der Rekordresonanz von über 1200 Dreikämpfern rings um die Hüxwiese bei nahezu optimalen Bedingungen über die Bühne.

Am Ende finishte der 34-jährige Kieler nach 3:48:48 Stunden als souveräner neuer Landesmeister, verbesserte den 2016 von Lokalmatador Jan Stelzner aufgestellten Streckenrekord um 8:01 Minuten und ließ Malte Onas (Tri Team Hamburg/3:55:07) sowie Stefan Wegner (HSG Uni Greifswald/3:55:19) nicht den Hauch einer Chance. Winkler, der dieses Jahr noch den Ironman in Hamburg (29.7.) und die Challenge in Almere-Amsterdam (8.9.) über die Langdistanz (3,8/180/42,2) meistern möchte, meinte mit breitem Siegerlächeln: „Das war ein schöner und erfolgreicher Lübeck-Abstecher. Ich konnte voll durchziehen und wie geplant unter vier Stunden bleiben. Auf der Radstrecke habe ich mich auf die Wattzahl und nicht aufs Tempo konzentriert und konnte den Wind ganz gut wegdrücken.“

Lübecks Tri-Sportler Simon Müller (in 3:55:22 auch unter der alten 7TT-Bestmarke) und der entthronte Landesmeister Stelzner (3:58:33) mussten im Gesamtranking zwar mit den Plätzen vier und fünf zufrieden sein, holten aber LM-Silber und -Bronze. „Erste Sahne – damit war nicht unbedingt zu rechnen. Ich hab’ mir das Rennen super eingeteilt und vor allem auf der Radstrecke trotz 15 Wendepunkten mit einem 39er-Schnitt einen tollen Split hinbekommen“, bilanzierte der neue „Vize“ zufrieden. Der 22-Jährige fokussiert sich 2018 vor allem auf die Ironman-70.3-Events in Zell am See (24.8.) und auf Rügen (9.9.), möchte sich dort für die WM 2019 in Nizza qualifizieren.

Bei den Mitteldistanz-Frauen wiederholte Nele Siegmeier (Tri- Team Neumünster/4:31:37) ihren Vorjahressieg und wurde Landesmeisterin vor der Elmshornerin Silja Rohlfing (4:41:10). Hinter der Gesamtdritten Nathalie Frähmcke (Kaifu Tri Team/4:42:09) holte sich die Elmshornerin Britt Günther (5:11:35) LM-Bronze. Die 32-jährige Titelverteidigerin, die sich gegenüber 2017 um fast 19 Minuten verbessert und das Lauftraining forciert hatte, fiebert zwar schon dem Ironman in Frankfurt (8.7.) entgegen, wo sie „im dritten Anlauf“ einen Hawaii-Startplatz anpeilt, vergaß aber nicht, die 7TT-Gastgeber für „das allerbeste Triathlon-Büffet überhaupt“ zu loben.

Über die Olympische Distanz (1,5/40/10) trugen sich unterdessen Peter Seidel (Orthim Triathlon Team/2:00:07) und Lisa Schröder- Ott (USC Kiel/2:15:19) als Schnellste in die Lübecker Siegerlisten ein.

Und auch die als gebürtige Bornhövederin mit dem dortigen Q-Tri groß gewordene 35-Jährige war voll des Lobes nach ihrem siegreichen Debüt auf der Hüxwiese und befand: „Die tolle Stimmung an den zuschauerfreundlichen Strecken hat mich zusätzlich motiviert. Und die wirklich kurzweilige Laufstrecke am Kanalufer ließ die 10 Kilometer fast wie im Flug vergehen.“ Dabei machte ihr allerdings auch der familiäre „Supporters’ Club“ mit Mutter, Vater, Cousine und Co. sprichwörtlich Beine . . .

Beim Volkstriathlon (0,5/20/5) schließlich waren Jannik Christ (Zippel’s Läuferwelt/1:02:15) und die A-Jugendliche Fenja Dibbern (SG Athletico Büdelsdorf/1:08:49) nicht zu (s)toppen. Beide „Erstlings-Erfolge“ kamen nicht von ungefähr: Die 16-jährige Büdelsdorferin stimmte sich als Mitglied des Nachwuchs-Landeskaders mit ihren Oldesloer Verfolgerinnen Caroline (2. in 1:10:28) und Malin Heese (4. in 1:11:38 hinter VfL-Trainerin Anke Lakies/1:10:36) auf die Jugend-DM Ende Juni in Grimma ein. Und der 25-jährige Lübecker Biomedizintechnik-Student hatte als ursprünglicher Langstreckenläufer bereits zweimal den Lübecker Halbmarathon gewonnen, ehe er jetzt bei seinem allerersten Triathlon als „superglücklicher“ Sieger finishte. Info: Einen bebilderten 7TT-Liveticker zum Nachlesen gibt es im Internet unter www.ln-online.de/7tt

oel

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