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Sport im Norden Spektakuläres Fehmarn-Finale
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22:10 03.09.2016
Deutsche Hoffnung: Sabrina Lutz will beim Freestyle-Finale heute mit tollen Tricks begeistern. Quelle: Fotos: Joern Pollex
Fehmarn

Es ist ihr Ritual. Bevor sich Sabrina Lutz heute vor Fehmarn von ihrem Drachen hochziehen lässt, wird sie vor dem Weltcup-Finale ihren Vater umarmen. „Das machen wir immer so“, erzählt die 27-Jährige. Es ist ihr Glücksbringer, wie die Stoffschildkröte, „die mir mein Freund geschenkt hat und die auf jeder Reise dabei ist“. Die Hamburgerin ist der Star der deutschen Kiter, macht auch abseits der Wettfahrten eine gute Figur. So wie beim abendlichen Fotoshooting am Südstrand.

Die weltbesten Kiter küren vor Fehmarn heute ihre Freestyle- Könige. Mittendrin: die Hamburgerin Sabrina Lutz. Fix per Vertrag: Die Kite-Elite kommt 2017 wieder.

Die Bilder nutzt sie für ihre Sponsorenmappe, denn als Kiterin ist sie als Ich-AG unterwegs. Sie hat zwar das Diplom als Fashion- und Textilmanagerin in der Tasche, macht aber derzeit noch eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten. „Mit dem Einkommen finanziere ich meine Leidenschaft Kiten.“ Sponsoren braucht sie dennoch. „Meine stärksten Argumente sind dabei mein Aussehen und mein sportlicher Erfolg.“ Trotz Bikini am Strand – eines würde sie nie tun: „Mich für einen Fotografen ausziehen.“ Sie ist auch auf dem Wasser ein Hingucker. Im Freestyle ist sie heute beim „Pringles-Weltcup“-Finale die einzige Deutsche, die noch mitmischt. Im kleinen Finale kämpft die Bulli-Fahrerin („Ich liebe es, einfach loszufahren, da zu schlafen, wo der beste Wind ist“) um die Plätze sieben bis zwölf.

Den Sprung ins Finale der besten Zwölf hat Linus Erdmann verpasst. Der Hamburger ist bei der Landung gestern dreimal gestürzt. Endstation Viertelfinale. „Die Stürze waren einfach zu viel. Dabei habe ich auch noch mein Board zerlegt“, berichtete der 19-Jährige, der aber mit Tricks, Drehungen und Sprüngen begeisterte. Ebenso wie die Favoriten um den spanischen Weltmeister Liam Whaley, die heute ihren Freestyle-König küren. „Es sind gut fünf Windstärken vorhergesagt. Das wird ein spektakuläres Finale geben“, ist sich Weltcup-Sprecher Sven Kaatz sicher.

Und wie fällt sein Fazit nach dem Umzug von St. Peter Ording aus, wo das größte Kitesurf-Event der Welt nach zehn Jahren und zuletzt vermehrten Misstönen die Zelte abgebrochen hat? „Es war alles kleiner, kompakter als in St. Peter, aber wir fühlten uns super gut aufgehoben. Gut 100000 Besucher sind ebenfalls ein toller Erfolg, auch wenn wir mit 150000 gerechnet hatten.“ Dass sei aber drei Flautentagen geschuldet. Kaatz: „Wir kommen gern wieder.“ Mit Sicherheit. Der Vertrag zwischen der Tourismusbehörde und dem Veranstalter, der Hamburger Agentur Act, läuft noch bis 2017. „Wir werden jetzt alles besprechen“, so Kaatz, „auch darüber, an welchen Stellschrauben wir noch drehen können.“ Es spreche auch nichts dagegen, über ein langfristiges Projekt zu reden. Daran ist auch die Tourismusbehörde interessiert, denn die „Insulaner“ haben für den Weltcup ordentlich Welle gemacht, neben infrastrukturellen Leistungen (Strom, Wasser, Flächen) auch einen Festbetrag von weitaus mehr als 100000 Euro investiert.

Heute: Freestyle ab 8 Uhr

82 Teilnehmer aus 18 Nationen waren beim „Pringles Kitesurf World Cup Fehmarn“ bisher am Start. Zum Finaltag heute sind ab 8 Uhr (geplant) die besten zwölf Freestyle-Frauen und -Männer am Start. Einzige Deutsche: Sabrina Lutz. Die Hamburgerin startet im zweiten Heat, surft um die Plätze sieben bis zwölf. Zu verfolgen auch auf zwei 12 Quadratmeter großen Videowalls am Südstrand. Weltcup-Sprecher Sven Kaatz: „Wenn der Wind mitspielt, hängen wir nach dem Freestyle-Finale noch eine Wertungsrunde in der Disziplin Slalom dran.“

Jens Kürbis

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