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Sport im Norden Stark verpasst Finale bei der Box-DM
Sportbuzzer Sport im Norden Stark verpasst Finale bei der Box-DM
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22:04 03.08.2019
Annemarie Stark ist bei der Deutschen Meisterschaft nach einem Jahr Verletzungspause in den Boxring zurückgekehrt. Quelle: 54° / Felix König
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Berlin

„Das war eine ganz knappe Kiste, aber ein Super-Kampf mit höchstem Tempo“, erklärte Annemarie Stark vom Boxclub Lübeck nach ihrer Halbfinal-Niederlage gegen Ursula Gottlob (Hilden) im Fliegengewicht (-51 kg) bei den Deutschen Meisterschaften im historischen Kuppelsaal im Berliner Olympiapark.

Comeback nach einem Jahr Verletzungspause

Allerdings war es ein kleines Wunder, dass die 34-jährige Reinfelderin überhaupt im Ring stand. „Zuletzt hat sie vor einem Jahr bei der DM in Rostock geboxt. Anschließend musste sie nach einem Kreuzbandriss zweimal operiert werden. Vor einem Monat habe ich gesagt, sie kann unmöglich in Berlin boxen. Aber in den letzten Wochen hat Annemarie einen Riesen-Sprung gemacht. Ich bin unglaublich stolz auf sie“, erklärt Heimtrainer Tolga Tanriverdi vom BC Lübeck.

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Kreuzbandriss beim Fußball

Auch Stark selbst, die sich die schwere Verletzung beim Fußball zugezogen hatte, erklärt: „Natürlich hätte ich gern im Finale gestanden, muss die Niederlage erstmal verdauen. Aber ich weiß, woran es gelegen hat. Nach der Verletzung fehlt mir noch die Schnelligkeit. Da bin ich erst bei 80 Prozent. Zudem habe ich eine Gewichtsklasse höher geboxt. Von daher kann ich erhobenen Hauptes nach Hause fahren und weiß, dass ich noch immer ganz vorn mitmischen kann.“ Die Schmerzen im Knie „habe ich im Ring auch vergessen. Nur wenn ich nach dem Kampf die Treppe am Ring runtergehe, laufe ich noch herum wie ein Humpel-Bär. Aber der erste Wettkampf nach einem Jahr ist natürlich auch eine Extrem-Belastung fürs Knie“, sagt Stark.

Boxerin von Multi-Meisterschaft begeistert

Von der Multi-Meisterschaft in zehn Sportarten war die Boxerin begeistern. „Das ist ein super cooles Event, das auch den kleineren Sportarten eine tolle Plattform bietet. Du siehst gefühlt Millionen Menschen überall herumlaufen. Und auch bei uns in der Halle waren wirklich viele Zuschauer, das sind wir sonst nicht gewohnt. Zudem kommt man mit Athleten aus anderen Sportarten ins Gespräch, kann sich austauschen. Diese Meisterschaft habe ich wirklich genossen“, sagt Stark.

Axel Wronowski