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Sport im Norden Team Schleswig-Holstein auf der „Road to Tokyo“
Sportbuzzer Sport im Norden Team Schleswig-Holstein auf der „Road to Tokyo“
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17:42 13.09.2019
Der Lübecker Patrick Urban (r.) hat trotz vieler Rückschläge weiter Tokio 2020 im Visier. Mit ihm im SH-Team sind: Paul Kohlhoff (v.l.), Justus Schmidt, Max Boehme, Alica Stuhlemmer, Jacob Heidtmann, Lars Hartig. Quelle: Agentur 54°
Kiel/Lübeck

Bei Alphaville klingt es doch so schön, so ideal. „Big in Japan – oh, the eastern sea’s so blue“. Aber, von blauem Meer, perfekten Verhältnissen offenbar keine Spur. „Wir werden uns auf schlechte und windige Bedingungen einstellen müssen“, sagt Lars Hartig. Der Ruderer, der mit dem Skull-Nationalteam in Hamburg und Ratzeburg trainiert, ist einer von 30 vom Landessportverband (LSV) geförderten Athleten, die als „Team Schleswig-Holstein“ alle den einen Traum haben, den von Olympischen Spielen. Elf von ihnen wollen 2020 in Tokio dabei sein – der LSV unterstützt die Amateure auf ihrem „Road to Tokyo“ mit einer von Sponsoren getragenen monatlichen Förderung von 300 Euro. Die Bedingung: Sie müssen einem Sportverein in Schleswig-Holstein und dem Bundeskader angehören

Urban im Bundespolizei-Praktikum bei Berlin

Big in Japan – das ist auch das Ziel des Lübecker Karatekas Patrick Urban, wenn sein Sport 2020 seine olympische Premiere feiert. Doch dem offiziellen Startschuss der SH-Kampagne an der Kiellinie – 317 Tage vor der Eröffnungsfeier – musste der 28-Jährige am Mittwoch fernbleiben. „Ich habe in der Nacht Fieber bekommen, musste deshalb absagen“, berichtete er. Erschwerend kommt hinzu, dass er am Donnerstagmorgen knapp 400 Kilometer entfernt Dienstantritt hat – in der Bundespolizeiabteilung Blumberg. In Ahrensfelde bei Berlin steckt er als Polizeivollzugsbeamter in spe gerade mitten im Praktikum. Abwechselnd fünf Wochen Theorie, fünf Wochen Praxis, die ihn auch an die Grenze und den Rostocker Bahnhof führt. Nebenbei trainiert Urban, der sein sportliches Zuhause beim Karate Dojo Lübeck hat, in Berlin bei Banzai mit Nationalkämpfern und einem Ex-Weltmeister als Trainer. „Das hat mir schon viel gebracht.“

Sechs von elf im SH-Team: Paul Kohlhoff (v.l.), Justus Schmidt, Max Boehme, Alica Stuhlemmer, Jacob Heidtmann, Lars Hartig. Quelle: LSV/Frank Peter

Urban hat einen Schlachtplan

Am 5. Oktober steht beim hochkarätig besetzten Banzai-Cup auch ein wichtiges Turnier für ihn an. Es ist das erste nach mehr als einem halben Jahr Pause, sieben Monaten mit Verletzungen, Infekten und Prüfungen. „Es ist mein Einstieg für die nächsten großen Wettkämpfe. Ich will ein Signal geben, dass ich noch da bin“, gibt sich Urban kämpferisch. Denn trotz des Rückschlags hat er immer noch Tokio im Visier. Dafür hat er einen „Schlachtplan“ geschrieben, will in 30 noch ausstehenden Turnieren Punkte sammeln.

Team Schleswig-Holstein

Kategorie I (Perspektive: Olympia 2020, Fördersumme: 300 Euro/Monat): Max Boehme/Justus Schmidt (Segeln/49er), Frieda Hämmerling, Lars Hartig (beide Rudern/Doppelvierer), Jacob Heidtmann (Schwimmen/400 m Lagen), Florian Kahllund (Bogenschießen/Recurve), Paul Kohlhoff/Alicia Stuhlemmer (Segeln/Nacra 17), Sonja Scheibl (Schießen/Trap), Dominic Ressel (Judo), Patrik Urban (Karate)Kategorie II(Perspektive: Olympia 2024; 150 Euro/Monat): Nils Carstensen, Freya Feilcke, Jan Frigge, Linov und Maru Scheel, Laura Schewe, Max Stingele (alle Segeln), Julia Bröcker (Triathlon), Bjarne Geiss (Badminton), Judith Guhse, Larina Hillemann, Melvin Müller-Buchholtz, Svea Pichner, Anna Calina Schanze, Marieluise Witting (alle Rudern), Karina Pankunin (Tischtennis), Maya Rehberg, Niklas Sagawe, Nick Schmahl (alle Leichtathletik),

Schönwalder Schmidt auf dem Tokio-Trip

Hoffnungsvoll ist auch der Schönwalder 49er Segler Justus Schmidt mit seinem Kieler Vorschoter Max Boehme. Beim Test-Event in Japan sorgte dafür Platz fünf. Die Generalprobe ist geglückt. Aber: Nur ein 49er Team von derzeit drei sehr guten, ist 2020 dabei. Wer, das entscheidet sich nach der WM in Neuseeland und Australien dann im April vor Mallorca. „Da wollen wir die Sache klar machen“, sagt Boehme.

19 Hoffnungen auf dem „Route de Paris

„Route de Paris“, das könnte das Motto für 19 Olympia-Hoffnungen für 2024 sein. Die hat der Landesverband im Perspektivteam vereint. Darunter ist neben den Leichtathletik-Talenten Niklas Sagawe (Eutin/Speerwurf) und Nick Schmahl (Heiligenhafen/Weitsprung) auch Frauen-Power im Rudern: Larina Hillemann, Steuerfrau im Achter, und Svea Pichner (beide Lübeck) sowie den Ratzeburgerinnen Marieluise Witting und Anna Calina Schanze, die im Zweier ohne im Frühjahr 2020 sogar noch auf ihre Chance für Tokio, auf Big in Japan, hofft.

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