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Sport im Norden Travemünder Woche: Champagner-Segeln mit Bahr-Gold
Sportbuzzer Sport im Norden Travemünder Woche: Champagner-Segeln mit Bahr-Gold
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21:45 27.07.2019
Rasanter Ritt auf kappeliger Welle: Jesper Bahr (l.) vom - Lübecker Segler-Verein. Quelle: www.segel-bilder.de
Lübeck

27 Knoten Wind, dazu eine sehr hohe Welle bei auflandigem Wind. Regattachef „Anderl“ Denecke machte die Bahn vor der mecklenburgischen Küste für die Formula 18 noch vor dem Mittag dicht. Nicht für die näher und windgeschützter vor dem Priwall segelnde Laserflotte. „Für sie war es in den letzten zwei Rennen Champagnersegeln“, schwärmte Iris Brettschneider, die als Mitglied im DSV-Jugendausschuss beim spannenden Finale der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) dicht dran sein wollte. Gerade im Laser Radial – beim Boot-an-Boot-Duell um Gold zwischen Spitzenreiter Julian Hoffmann (Sonthofen) und dem Neu-Kieler Mewes Wieduwild. Auch beim Mehrkampf um Bronze, in dem der Lübecker Jesper Bahr von Platz vier aus zur Attacke aufs Podium blasen wollte.

Bahr kurzzeitig auf dem Bronze-Platz

Nach dem ersten Rennen, dem elften insgesamt, hatte Bahr mit Platz drei das Ziel erreicht. Nur: Es folgte noch ein Rennen und der Wind blies und blies. „Und da habe ich mir meinen Streicher, einen 21. Rang eingefangen. Für den Wind bin ich einfach zu leicht, auch die rechte Seite, die ich gewählt habe, die hat nicht funktioniert“, berichtete der 16-Jährige, der auf Rang sechs abrutschte. Schade, aber Bahr durfte sich zumindest über U17-Gold freuen. „Das war das Ziel. Ich wäre aber schon gern aufs Gesamtpodium geklettert“, gab er zu.

Freuen sich über Gold und Silber: Jesper Bahr und Mewes Wieduwild. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Allround-Meister Hoffmann

Auf dem stand sein Kumpel Wieduwild, der seinen Coup auch verpasst hatte. Denn mit zwei ersten Plätzen sicherte Hoffmann Gold ab. Die bayrische Flagge küssend feierte er seinen siebten Titel im Laser auf dem Podest. „Er ist ein wahrer Allround-Meister, denn wir hatten von Stark- bis Leichtwind alles“, gratulierte Wettfahrtleiterin Tina Buch.

Hoffmann ist in Blaichach bei Sontofen zu Hause. Wie Laser Vizeweltmeister Philipp Buhl. Beide eint auch der Segelclub Alpsee Immenstadt. Und: Bis Mai war Hoffmann auch im olympischen Buhl-Boot von Rio 2016 unterwegs. Nur: Buhl ist von Bayern jetzt weit weg, am Stützpunkt in Kiel. Da, wo Bahr und Wieduwild trainieren, in eine Schulklasse gehen, im Internat auch eine Art WG teilen.

Das Podest im Laser Radial: Quelle: Wolfgang Maxwitat

Von der Talsperre zu IDM-Silber

Seinem Freund hätte er Gold gegönnt. Doch Wieduwild, der aus dem sächsischen Zwickau kommt und auf einer Talsperre bei Plauen das Segeln gelernt hat, musste sich nach einem elften und 13. Platz eingestehen: „Das war nicht mein Tag, auch nicht mein Wind. Da fehlen mir zu Julian zwölf, dreizehn Kilo.“ Auch Manuel Voigt, Landestrainer aus Schleswig-Holstein, stellte respektvoll fest: Bei dem Wind ist Julian einfach pfeilschnell.“ Bronze holte sich die stark auftrumpfende Laura Schewe, die sogar noch den Mecklenburger Roko Mohr verdrängte. Der hatte besonderes Pech, bei einer Kenterung hatte er sein Schwert verloren.

Kieler Schweckendiek mit Segelwochen-Triple

Im Laser 4.7. machte derweil Ole Schweckendiek (Kiel) das Segelwochen-Triple perfekt, holte sich nach den Siegen bei der Kieler und der Warnemünder Woche auch die Jugendmeisterschaft vor Travemünde. „Er segelt einfach mit Leichtigkeit, macht sich keinen Kopf. Damit hat er eine hohe Konstanz in seiner Serie“, erklärte Voigt. Bis zum letzten Rennen war der Titelkampf bei den 4.7 noch offen, dann brachte der bis dahin punktgleiche Josse Bonatz (Kiel) seinen Lauf nicht ins Ziel. Der 14-jährige Schweckendiek fuhr den Meistertitel ein, vor Philipp Rathmann und Bonatz. Schweckendiek gewann zudem die U16-Wertung, wird aber trotzdem noch in diesem Jahr in den Radial umsteigen. Er wechselt in die Trainingsgruppe zu Wieduwild und Bahr.

Jens Kürbis

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