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Sport im Norden Travemünder Woche: Karibisches Segeln mit Wermutstropfen
Sportbuzzer Sport im Norden Travemünder Woche: Karibisches Segeln mit Wermutstropfen
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20:33 21.07.2019
Erst auf der Bahn in der Lübecker Bucht, am Abend beim Showrennen auf der Trave: die 505er Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de
Lübeck

Jan-Philipp Hofmann und sein Vorschoter Felix Brockerhoff sind im 505er eine Klasse für sich. Bei den Wettfahrten in der Lübecker dominierten sie das Feld bei der deutschen Bestenermittlung ebenso wie am Abend beim Trave-Race. Das Duo aus Düsseldorf setzte sich beim Showrennen auf der Trave vor Tausenden Sehleuten am Ufer souverän im Finale durch.

Segeln zum Greifen nah: Die 505er auf der Trave. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de

Kursirritation führt zu Protest

Bis zu 18 Knoten Wind, dazu kaum drehend und herrliches Wetter. Karibisches Segeln am Sonntag. Einziger Wermutstropfen war eine Kursirritation bei den 505ern im letzten Rennen des Tages, die zu einem Protest an Land führte. Nach dem fast schon erwarteten Rennverlauf mit zwei Siegen in den beiden ersten Tageswettfahrten für die Deutschen Meister Hofmann/Brockerhoff wurde es im dritten Rennen der 505er hektisch. Die Bahn war umgebaut worden, neue und alte Bahnmarken sorgten für Verwirrung. Das Gros der Flotte rundete die falsche Bahnmarke, wodurch es zu einer ganz neuen Durchmischung des Feldes kam. Nicht nach jedermanns Geschmack! Am Abend gab es einen Protest gegen die Wertung. Hofmann/Brockerhoff kreuzten in dieser Wettfahrt als Zehnte das Ziel, blieben aber weiter an der Spitze.

Familienboot: Lena Stückl mit Papa Wolfgang. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de

Familie Stückl in einem Boot

„Die gehören zu den Top-Ten in der Welt, sind in der Geschwindigkeit nicht zu bekommen. Wir haben taktisch vielleicht sogar bessere Entscheidungen getroffen, können aber nicht ganz mithalten“, berichtete Lena Stückl, die mit Vater Wolfgang segelt. Nachdem das Tochter-Vater-Gespann vom Starnberger See zur WM im Januar vor Perth/Australien in einem Boot saß, hatte der 505er im vergangenen halben Jahr an Land gestanden. Daher mussten sich die Stückls erst einmal einsegeln, zeigten aber mit einem zweiten und fünften Platz zum Tagesauftakt aufsteigende Tendenz, bevor ein Frühstart sie zurückwarf.

Fokus Olympia 2020

Aber der 505er ist ohnehin nur Hobby. Der Fokus liegt für Lena Stückl auf dem olympischen Nacra17, den sie seit diesem Februar mit Silas Mühle (Hamburg) segelt. „Wir mussten uns nach kleinen Höhen und tiefen Tiefen erst einmal mit Trainerwechsel und Umstellungen sortieren. Aber jetzt können wir uns auf uns konzentrieren. Wir wollen in die Olympia-Ausscheidung für 2020 eingreifen, hoffen dafür auf leichten Wind. Dann sind die anderen deutschen Crews durchaus schlagbar und ich kann meine taktische Fähigkeiten aus der 470er-Zeit ausspielen.“

Jens Kürbis

Halbzeit bei der IDM im Seesegeln: Mit drei tadellosen Up & Down-Siegen ist die „Intermezzo“ von Jens Kuphal (Berlin) bei den großen Yachten an die Spitze gesegelt. Ebenso souverän: Kai Mares (Dänischenhagen) mit der „Immac Fram“ in der ORC II.

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