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Sport im Norden Travemünder Woche: Ministerin Heinold fordert Bürgermeister Lindenau heraus
Sportbuzzer Sport im Norden Travemünder Woche: Ministerin Heinold fordert Bürgermeister Lindenau heraus
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19:11 13.06.2019
Nach 14 Jahren küren die Seesegler wieder ihre Internationalen Deutschen Meister zur Travemünder Woche. Quelle: www.segel-bilder.de
Lübeck

Segeln ist ihr großes Hobby. Mit ihrem Lebenspartner kreuzt Monika Heinold (60) gern in der dänischen Ostsee oder auf der Schlei. In 40 Tagen wird sie zum ersten Mal auf einem historischen Zwölfer auf der Trave unterwegs sein. Schleswig-Holsteins Finanzministerin (seit 2012) fordert im Rahmen der 130. Travemünder Woche (TW) vom 19. bis 28. Juli beim „Volksbank Rotspon Cup“ Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) heraus.

Zweite Frau beim Rotspon-Cup

Die Grünen-Politikerin ist erst die zweite Frau, die in der 15-jährigen Historie gegen Lübecks Verwaltungschef um eine Sechs-Liter-Flasche Rotspon segelt, um so an den TW-Ursprung 1889 zu erinnern. Ein gutes Omen für Frauen-Power: 2013 gewann Kiels Ex-OB Susanne Gaschke gegen Bernd Saxe. Heinold hatte fünf Tage zuvor mit Lübecks Verwaltungschef die Segelwoche eröffnet. Den Part wird sie jetzt erneut übernehmen, will sich dann am Steuer im Duell Lübeck kontra Kiel für die Vorjahresniederlage von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) revanchieren.

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) eröffnete 2013 mit Lübecks damaligen Bürgermeister Bernds Saxe die Travemünder Woche. Quelle: dpa

700 Boote in 25 Klassen erwartet

Insgesamt werden zur 130. Travemünder Woche rund 700 Boote in 25 Klassen auf insgesamt acht Bahnen erwartet. Die TW unterstreicht dabei erneut ihren Ruf als Deutschlands beliebteste Meisterschaftswoche. Mit den Europameisterschaften der Open Skiff (ehemals BIC), den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Seesegeln (ORC und Doublehand), der 505er, J/70, den drei Titelkämpfen im Nachwuchs (Laser Radial, 4.7 und Teeny) sowie der internationalen Serie der 12ft-Dinghys (Cockshot-Trophy) stehen neun Meisterschaften auf dem Plan.

Rückblick auf den Rotspon-Cup mit Sieger Jan Lindenau,

Rennen auf zwei Großbildleinwänden

Ein Highlight sind auch die strandnahen Rennen der Segel-Bundesliga (18 Teams), erstmals in Kombination mit der Junioren-Liga (23 Teams/mit Lübecker Yacht-Club). Dass die 2. Liga – mit den zwei Lübecker Clubs – erstmals raus aus dem Programm ist, findet TW-Sportchef Kath „sehr schade, aber die Junioren passen auch sehr gut“. Die Wettfahrten werden erneut live kommentiert und auf zwei Großbildleinwänden am Strand und im Brügmanngarten zu sehen sein.

Noch dürftige Meldezahlen

Nur: Fünf Wochen vor dem „Heißt Flagge“ ist der Blick in die Meldelisten noch ernüchternd. Für die Meisterschaftspremiere der ab 2024 olympischen Offshore Doublehand-Klasse haben bisher nur vier Boote gemeldet. „Dürftig“, findet das Kath. Für die IDM der Seesegler sind es bisher auch nur 20. Für die Open-Skiff-EM – mit Jugend-Meister Magnus Voß vom Lübecker Yacht-Club – sind bisher 60 Anmeldungen aus sechs Nationen eingegangen. „Da erwarten wir mehr als 100 Boote“, sagt Kath und gibt zu: „Früher wäre ich ob der Zahlen beunruhigt gewesen, jetzt bin ich relaxed.“ Denn die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben ihn gelehrt, dass die Meldezahlen direkt nach der Kieler Woche Ende Juni hochgehen. „Ohnehin geht der Trend dahin, dass sich die Segler gern alles bis zur letzten Minuten offen halten. Und: Die Laser sind mit ihrer Quali auch noch nicht durch“, ergänzt Geschäftsführer Frank Schärffe.

14 Jahre auf IDM im Seesegeln gewartet

Für die TW haben bisher Segler aus zwölf Nationen gemeldet. Auf der Seebahn erwartet die IDM-Teilnehmer am ersten Wochenende ein pralles Programm mit einer Langstrecke (bis Mitternacht), Mittelstrecke sowie an den zwei Folgetagen fünf Up&Down-Wettfahrten. Ein spektakulärer Start in der Trave vor der „Passat“ – wie im Vorjahr – ist nicht geplant. „Aus Gründen der Fairness, dafür sind die Boote zu groß. Wir planen das mit der Extra-Langstrecke und den kleineren Doublehand-Booten“, sagt Kath, der sich auf die zweite Seesegel-IDM nach 2005 besonders freut. „Wir haben auch lange genug darum gekämpft.“

Ankerplatz für Segler

Für die mehr als 1000 erwarteten Segler gibt es zur 130. Travemünder Woche wieder einen „Ankerplatz“ – und das auf der Trave-Promenade neben dem Regattabüro. Da stand im Vorjahr die SAP-Lounge. „Das Konzept hat sich nicht bewährt“, sagt TW-Chef Frank Schärffe. Stattdessen gibt es als Seglertreff wieder eine offene, überdachte Bar mit Tanzfläche und Platz für Siegerehrungen sowie einem Fisch-Restaurant daneben.

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