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Sport im Norden Trittau muss nach Lüdinghausen
Sportbuzzer Sport im Norden Trittau muss nach Lüdinghausen
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21:10 26.03.2018
Gelungene Premiere: Kate Foo Kune gewann ihr erstes Erstliga-Spiel. Nikolaj Persson bewies derweil nur mit Ary Trisnanto (kl. Foto r.) Durchhaltevermögen, verlor im Mixed mit Kilasu Ostermeyer.
Gelungene Premiere: Kate Foo Kune gewann ihr erstes Erstliga-Spiel. Nikolaj Persson bewies derweil nur mit Ary Trisnanto (kl. Foto r.) Durchhaltevermögen, verlor im Mixed mit Kilasu Ostermeyer. Quelle: Fotos: König/54°
Trittau

Das Fernduell war früher entschieden, als von den knapp 200 Zuschauern am Sonntagnachmittag in der Trittauer Gymnasiumsporthalle allgemein erhofft: Nikolaj Persson und Ary Trisnanto hatten ihr Doppel nach besorgniserregendem Beginn (1:11 im ersten Satz) noch in der Verlängerung des fünften Satzes gegen Johannes Pistorius/Fikri Ihsandi Hadmadi gewonnen, Iris Tabeling/Kilasu Ostermeyer mit Annabella Jäger/Jenny Moore indes keine Probleme (3:0). Und nachdem Milosz Bochat/Paul Reynolds ihr Herrendoppel gegen Oliver Roth/Florian Waffler verloren hatten (1:3), war Kate Foo Kune – als Ersatz für die erkrankte Priskila Siahaya – gerade dabei, ihre Bundesliga-Premiere in vier Sätzen zu gewinnen und Trittau so mit 3:1-Matchsiegen nach vorn zu bringen. Da ergriff Hallensprecher Alexander Strehse das Mikrofon und ließ wissen, dass Lüdinghausen in Dortelweil mit 3:1 führte. Damit stand fest, dass der Konkurrent im Kampf um Tabellenplatz vier den einen Punkt sicher hatte, den er benötigte, um von Trittau nicht mehr eingeholt werden zu können.

Bundesligist TSV Trittau hat die reguläre Badminton-Saison mit einem weiteren Heimsieg abgeschlossen, einen Tag nach dem 5:2 gegen Neuhauen-Nymphenburg auch den TSV Freystadt mit dem gleichen Ergebnis bezwungen. Dennoch reichte es nicht mehr für Tabellenplatz vier. Im Playoff-Viertelfinale geht’s nun zwar wie im Vorjahr gegen Union Lüdinghausen, diesmal allerdings auswärts.

Letztlich gewann Union 5:2. Ebenso wie die Trittauer, für die Joachim Persson gegen den Indonesier Hadmadi 3:1 gewann und Jonathan Persson mit Hannes Gerberich keine Probleme hatte (3:0). Für den jüngsten der drei Persson-Brüder waren die 5:2-Siege des Wochenendes trotz der verpassten Chance auf Rang vier „wichtig fürs Selbstvertrauen mit Blick auf das, was jetzt kommt, aufs Viertelfinale“.

Beim Betrachten von Lüdinghausens Einzelergebnissen sei ihm gar der Verdacht gekommen, verrät „Joni“, der Playoff-Gegner des Vorjahres habe „vielleicht ganz bewusst eine Neuauflage gegen uns angestrebt“, deshalb beim Stand von 5:1 das Mixed abgeschenkt (mit einem 6:1 hätte Union den 1. BV Mülheim noch von Rang drei verdrängt und gegen den Tabellensechsten Refrath gespielt). Doch Lüdinghausens Teammanager Michael Schnaase stellte klar, Eva Janssens habe sich eine Oberschenkelblessur zugezogen. „Da wollten wir mit Blick aufs Viertelfinale nichts mehr riskieren.“

Dort kommt es nun – vorgesehen ist der 15. April – zur Neuauflage des Vorjahresduells. Diesmal mit dem Heimvorteil für Lüdinghausen. Was die Trittauer nicht schrecken muss: Sie gewannen die jüngsten fünf Partien, zwei davon in Lüdinghausen.

Als Vorbereitung für den letzten Schritt zum Final Four in Saarbrücken (5./6. Mai) spielen sieben Trittauer ab heute bei den mit 75000 US-Dollar dotierten Orleans Masters. Gestern Abend ging’s von Hamburg aus mit dem Flieger nach Paris, von dort mit dem Leihwagen weiter in die zwei Stunden entfernte Stadt an der Loire. In der kommenden Woche treten einige dann im finnischen Vantaa an.

Afrikameisterin Foo Kune allerdings startet bei den Commenwealth Games in Australien. Dort endet die Badminton-Konkurrenz erst am 15. April – wenn Trittau in Lüdinghausen antritt.

Doch bis dahin sollte Priskila Siahaya ihre Grippe auskuriert haben. Die 21-jährige Indonesierin hatte am Sonnabend vor dem 5:2-Sieg gegen Neuhausen für Unverständnis auch bei den Teamkollegen gesorgt, als sie sich erst kurz vor Spielbeginn krank abmeldete. „Das hat uns als Mannschaft in eine dumme Situation gebracht. Wenn man weiß, es geht um alles, beißt man auch ’mal auf die Zähne“, redete Nikolaj Persson Klartext. „Ich werde mit ihr darüber sprechen.“

Viel sprechen will er in den nächsten Tagen auch mit Ostermeyer: „In Orleans wird sicher mehr Zeit dafür sein als sonst in unserem Alltag.“ Bei der DM in Bielefeld Mitte Februar hatten sich beide zur Vizemeisterschaft gespielt, am Sonntag boten sie nun eine enttäuschende Leistung. „Im ersten Satz ging’s noch, aber danach sind wir total eingebrochen. Wir haben einen Haufen Fehler gemacht“, wusste Persson, ohne eine Erklärung zu haben. „Wir spielen jetzt hoffentlich mehrmals zusammen in wenigen Tagen, das hilft uns, Matchpraxis zu sammeln.“ Gegen Lüdinghausen wollen sie dann wieder in Topform sein.

ing