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Sport im Norden Turbulente Langstrecke mit Unwetter, Bruch, sechs Aufgaben und Favoriten an der Spitze
Sportbuzzer Sport im Norden Turbulente Langstrecke mit Unwetter, Bruch, sechs Aufgaben und Favoriten an der Spitze
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12:15 21.07.2019
Zieleinlauf der Langstrecke. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de
Lübeck

Es wurde doch keine Nachtschicht. Um 23.01 Uhr war die letzte Yacht am Samstagabend im Ziel in Travemünde. Die Seesegler sind mit der Langstrecke in ihre Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) gestartet. Ein Auftakt mit Tücken, denn eine Unwetterfront brachte sogar einige der Crews in Schwierigkeiten. Sechs Boote gaben auf. „Normalerweise wettern die Yachten das ab. Wir hatten aber in Böen bis zu 45 Knoten, das war schon sehr heftig. Es sind aber alle heil geblieben“, berichtete Wettfahrtleiter Uwe Wenzel. Für die Seesegler steht am Sonntag ab 12 Uhr Teil zwei der IDM an: Up & Down. Wenzel plant zwei bis vier Wettfahrten.

Kaputte Großsegel und die „Pink X“ liegt im Wasser

Zurück zur Langstrecke. Um 20.14 Uhr kreuzte die „Intermezzo“ von Jens Kuphal (Berlin) als erste Yacht die Ziellinie. Die neue Landmark 23, die 2016 und 2018 unter norwegischer Flotte zum WM-Titel gesegelt ist, brauchte 8:09 Stunden für die verkürzte Langstrecke. Wenzel hatte die Route aufgrund des nahenden Unwetters für die großen Yachten auf 55 Seemeilen, für die kleinen auf 35 Seemeilen verkürzt. Die Unwetterfront, die am Abend gegen 18 Uhr über Travemünde hinweggefegt war, erreichte kurze Zeit später auch die Seesegler in der Lübecker Bucht. Die „Jacaranda“ von Sönke Klatt (Lübecker Yacht-Club) erwischte sie zu früh. „Unser Achterliek ist dabei kaputt gegangen. Wir mussten aufgeben, starten am Sonntag mit einem neuen Großsegel“, berichtete Klatt. Auch die „Fortissimo“ vom Lübecker Lutz Kleinfeldt kam nicht unbeschadet davon, gab mit kaputtem Großsegel auf. Auch die „Pink X“ von Christian Rosehr (Niendorf) gehörte zu den sechs Booten in der ORC III, die aufgaben. „Sie hat sich komplett auf die Seite gelegt. Es ist aber alles heil geblieben“, berichtete Wenzel.

Zieleinlauf der Langstrecke vor dem Medienzelt an der Travepromenade. Quelle: Fotografie C.B. / © www.segel-bilder.de

ORC I+II: „Sportsfreund“ liegt vorn

Und so ist der Stand nach der Langstrecke in den drei Gruppen. Bei den großen Yachten (ORC I+II) führt nach berechneter Zeit der Favorit, die „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) vor der „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) und der “Intermezzo“ von Kuphal.

ORC III: „Immac Fram“ an der Spitze

In der mit 21 Booten am stärksten besetzten ORC III führt die von Kai Mares (Kiel) gesteuerte „Immac Fram“ vor der „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Flensburg), die schon zweimal den deutschen Titel einfahren konnte. Auf Rang drei liegt die „Patent 4“ von Eigner Jürgen Klinghardt, der unter anderem auch für den Lübecker Yacht-Club startet. In der Gruppe hatten sechs Boote aufgegeben, wollen aber am Sonntag wieder starten.

ORC IV: Rostocker „Kalkei“ in Front

In der kleinsten, der ORC IV-Gruppe, die mit nur sechs Booten eine Deutsche Bestenermittlung segelt, liegt der Rostocker Frank Schuberth mit seiner „Kalkei“ vorn, gefolgt von der „Nemo“ von Uwe Kleinvogel und der „Test“ von Chris Bauermeister (Wismar).

Jens Kürbis

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