VfB Lübeck besiegt Unterhaching per Elfer mit 1:0
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Sport im Norden VfB Lübeck 1:0 gegen Unterhaching bei Akono-Debüt
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VfB Lübeck besiegt Unterhaching per Elfer mit 1:0

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23:01 27.01.2021
Cyrill Akono wird von Markus Schwabl gefoult, holt den Elfer raus, den Deichmann zum 1:0 für den VfB gegen Haching verwandelte.
Cyrill Akono wird von Markus Schwabl gefoult, holt den Elfer raus, den Deichmann zum 1:0 für den VfB gegen Haching verwandelte. Quelle: Agentur 54°
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Lübeck

Der VfB Lübeck ist immerhin ohne Niederlage in die Rückrunde gestartet. Nach dem 0:0 zum Auftakt der zweiten Halbserie im Frankfurter Schlamm gegen den 1. FC Saarbrücken folgte an diesem Mittwochabend, 27. Januar, ein 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching. Damit konnte der VfB auch den letzten Tabellenplatz verlassen, diesen an den MSV Duisburg abgeben. Pikant: Beide Teams treffen am kommenden Sonntag, 31. Januar, im absoluten Kellerduell direkt aufeinander. Und der MSV hat schon einmal die Notbremse gezogen, hat sich nach dem 1:3 gegen Zwickau von Trainer Gino Lettieri getrennt. Interimsweise übernimmt MSV-Nachwuchschef Uwe Schubert den Job. Das Tor des Tages erzielte Yannick Deichmann per Elfmeter, den Neuzugang Cyrill Akono heraus geholt hatte.

Grünes Licht für den Lohmühlen-Acker vom Schiri am Nachmittag

Haching stand also auf der Agenda für den VfB – ein Kellerkind der Liga, das vor dem Anpfiff nur vier Punkte vor den Lübeckern steht. Die Aufgabe war klar, die Distanz musste verringert werden. Bange Frage: Ist die Lohmühle bespielbar, oder gibt es wieder eine derart kurzfristige Absage, wie vor dem geplanten Spiel gegen Hansa Rostock am 16. Januar? (Als Nachholtermin wurde mittlerweile der 9. Februar, 19 Uhr, fixiert). Schiedsrichter Eric Müller (Bremen) prüfte den Zustand des Rasens am frühen Nachmittag, fand noch ein paar Problemzonen im Schatten der „Alten Holze“ – gab dann aber grünes Licht.

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Akono gibt überraschend sein Debüt gegen Unterhaching

Dass Trainer Rolf Landerl den ­20-jährigen Mittelstürmer entgegen seiner üblichen Philosophie in die Startelf stellte, war eine Überraschung: Akono war erst zwei Tage zuvor vom FSV Mainz 05 II ausgeliehen worden. Die letzten Formalitäten mit dem DFB waren am späten Dienstagabend erledigt worden. Der Weg war frei für Akono, der sein letztes Spiel am 17. Oktober 2020 in der Regionalliga Südwest gemacht hatte. Pascal Steinwender musste für den Neuen auf die Bank. Dort landete auch Martin Röser, für den Thorben Deters ran durfte – ansonsten ließ Landerl die Formation des Saarbrückenspiels ran. Erstmals seit dem 8. November war nach langer Verletzungspause auch Sebastian Hertner wieder im Kader. Dort fehlten gegenüber dem letzten Spiel Ersin Zehir (Sperre nach 5. Gelber Karte), Soufian Benyamina (seinen Part übernahm Nicolas Hebisch) und überraschend Wirbelwind Elsamed Ramaj.

VfB Lübeck aggressiv: Volle Power über rechts

Der VfB hatte den Ernst der Lage erkannt, begann aggressiv, wollte sofort das Kommando übernehmen – tat das auch. Aber die erste Chance hatten die Gäste. Nach einem Ballverlust von Mirko Boalnd durfte Grauschopf völlig unbehindert 30 Meter in Richtung VfB-Tor marschieren, Boland konnte nicht folgen, niemand griff ihn an – sein Schuss ging zum Glück knapp drüber (6.). Das war der Warnschuss, danach war nur noch der VfB dran – meist über seine rechte Powerseite mit Florian Riedel und Yannick Deichmann, holte Ecken heraus – die dieses Mal Thorben Deters schlagen durfte. Er machte das nicht schlecht. Überhaupt war Deters auf der 10er-Position ein Aktivposten, sein schönes Anspiel (nach Rieble-Vorarbeit) setzte Deichmann über das Tor (18.). Und noch einmal Deters: Mutiger Antritt über halb rechts, starker Abschluss – aber Keeper Jo Coppens (erst seit 24 Stunden ein Hachinger) rettete zur Ecke (29.).

Elfmeter auf der Lohmühle: Assist Akono, Tor Deichmann

Dann der große Auftritt des jungen Akono: Der hatte keine Angst vor den Hachinger Abwehrkanten, lief die gut an, sicherte manchen Ball – und hatte sogar eine Halbchance (15./nach Deters-Ecke). 31. Minute, Akono wird im Strafraum angespielt, legt sich den Ball vor, weicht nach links aus – wird von Markus Schwabl zu Fall gebracht. Schiri Müller entscheidet sofort auf Elfmeter. Drei hatte der VfB in dieser Saison schon verschossen, Deichmann nahm die Verantwortung und traf sicher rechts ins Netz zum verdienten 1:0 für den VfB (32.). Es war sein fünfter Saisontreffer. Schade, dass der VfB nicht mutig auf das zweite Tor ging.

VfB Lübeck: Das ist für die Saison 2020/21 wichtig

VfB verpasst 2:0 in Überzahl gegen Haching

Denn nach der Pause machte Haching plötzlich das Spiel, Trainer Arie van Lent hatte gleich dreifach gewechselt. Der VfB war nun zu passiv. Haching hatte Chancen, die sie aber zum Glück vergaben (60.) oder Raeder im VfB-Tor parieren konnte (72. gegen Heinrich). Beim VfB mussten Deichmann (52.) und Akono (78.) angeschlagen raus – bei Haching musste Greger nach zwei Fouls kurz nacheinander (79.) Gelb-Rot raus. Der VfB also in Überzahl und hätte den Sack zumachen können. Bester VfB-Angriff der zweiten Halbzeit: Röser behält die Übersicht, legt quer auf Deters, der ist mittig allein vor dem Tor. Und vergibt diese 100-prozentige Chance. Trotzdem reichte es, der VfB ist nicht mehr Tabellenletzter und kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Duisburg sogar von den Abstiegsrängen springen.

So spielte der VfB Lübeck:

Raeder – Riedel, Grupe, Okungbowa, Rieble – Mende, Boland (78. Hertner) – Deichmann (52, Röser), Deters (88. Hebisch), Thiel – Akono (78. Steinwender)

Von Jürgen Rönnau

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