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Sport im Norden Volles Programm beim MX Masters
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20:56 20.07.2019
Der belgische WM-Starter Kevin Strijbos fuhr auf seiner Yamaha die schnellste Runde in Tensfeld. Quelle: FOTO: H. Englert/ADAC
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Tensfeld

Viel länger hätte der Kampf um die letzten zehn Startplätze für die heutigen Rennen in der MX Masters Klasse nicht dauern dürfen. Die 17 Piloten des Last Chance Races hatten ihre Maschinen nach dem Lauf über noch einmal „20 Minuten plus zwei Runden“ gerade wieder in den Zelten ihrer Teams verstaut, als auch über Tensfeld die Unwetter-Wand aufzog und die Frage, ob das Helferteam die Strecke noch am Abend erneut würde wässern müssen, binnen Minuten beantwortet war.

Davide von Zitzewitz verpasst Direkt-Quali knapp

Zu dem Zeitpunkt stand auch Davide von Zitzewitz nicht mehr im Regen, nachdem er zunächst – einmal mehr – knapp am Nahziel vorbeigefahren war. Beim MX Masters vor drei Wochen in Mölln hatte der 27-jährige Karlshofer aus dem BvZ Racing Team mit dem Plätzen 23 und 22 seine ersten Saisonpunkte knapp verpasst, nun fehlte ihm am ersten Tag in Tensfeld in seiner Qualifikationsgruppe 2 mit Platz 16 (1:50,292) eine Position zum direkten Startrecht für die zwei Rennen am Sonntag. „Das war natürlich ätzend. Am Anfang habe ich eine einigermaßen gute Runde hinbekommen, aber eben nur einigermaßen. Danach dann immer nur einen richtig guten ersten Teil, den Rest der Runde war ich dann zu verkrampft“, berichtete von Zitzewitz, als er schon wieder entspannt sein konnte. Denn im Last Chance Race finishte er als Dritter.

Davide Von Zitzewitz beim ADAC MX Masters. Quelle: ADAC Motorsport

Helferteam trifft sich um 4 Uhr in der Früh

Damit ist er im Feld der 40 besten Motocrosser dabei, die um die nächsten MX Masters-Punkte fahren, und hoffte schließlich nur noch, „dass es nicht mehr allzu lange regnet, damit wir saubere Rennen fahren können und nicht in ’ner Pampe“. Das wollen Holger Zankel – der sich als 1. Vorsitzender des MCE Tensfeld über knapp 2000 Zuschauer am ersten Tag freute – und sein Helferteam verhindern. „Wir werden wohl um vier Uhr beginnen müssen, damit um neun alles fertig ist.“ Noch am Abend wurden Gräben gezogen, um das Wasser von der Strecke zu bekommen. „Zum Glück trocknet der Sandboden recht schnell. Aber die Sprünge sind weggespült.“

Mike Stender schafft als Vorlauf-Neunter sicher den Cut

Auf gute Bedingungen hofft auch Mike Stender, der sich am ersten Tag direkt qualifizierte. Der 28-jährige Eutiner aus dem Kosak Racing Team hatte unter der Woche offenbar besonders gut zugehört beim ehemaligen Deutschen Motocross-Meisters Jef Janssen, der auch von Zitzewitz und Fynn-Niklas Tornau Tipps in Sachen Ideallinie auf tiefen, sandigen Strecken gegeben hatte. Stender fuhr seine beste Runde in Tensfeld ganz zum Schluss, als die Strecke in seiner elften Runde schon extrem ausgefahren war. 1:47,192 Minuten standen für ihn zu Buche (51,384 km/h im Schnitt). Damit startet er von Position 18 ins Rennen.

Mike Stender (Kosak Racing Team ) auf seiner KTM in Tensfeld. Quelle: ADAC

Belgier Strijbos und Getteman verdrängen Leok

Ganz vorn lag der Belgier Jens Gettemann (Kawasaki) in 1:44,347. Wie überhaupt die Belgier eine starke Performance ablieferten: Jeffrey Dewulf (KTM) wurde Zweiter der Quali-Gruppe 2, in Gruppe 1 war Gaststarter Kevin Strijbos (Yamaha) schneller als der Este Tanel Leok, Gesamtführender in der MX Masters-Wertung. Seinen Start in Tensfeld begründete WM-Pilot Strijbos mit den „gut präparierten Strecken auf der Masters-Serie“ und einem rennfreien Wochenende: „Es passt gerade sehr gut in meinen Trainingsplan und ist außerdem ein sehr gutes Training für den bevorstehenden WM-Lauf in Lommel.“ Er startet von der Pole vor Getteman. Und mit Blick auf die zwei Rennen versicherte Strijbos, der schon bei seinem Tensfeld-Start 2016 auf dem Podium stand: „Ich werde am Sonntag in den Rennen alles geben und versuchen beide Läufe zu gewinnen!“

Der entthronte Este Tanel Leok auf dem Sandkurs in Tensfeld. Quelle: ADAC

Tornau geht von Startplatz 20 in die Rennen

Auch der Gremersdorfer 125er-Pilot Fynn-Niklas Tornau fuhr seine beste Runde im Qualifying des Junior Cup 125 spät, als die Strecke schon ausgefahren war. In Runde acht legte er eine 1:53,653 über die 1,53 km hin (Durchschnitt: 48,46 km/h). Damit lag er auf Gesamtrang 20 gut fünf Sekunden hinter Simon Längenfelder aus Regnitzlosau (Bayern), der auf seiner KTM bisher fünf der sechs Meisterschaftsrennen für sich entschied, mit 147 Zählern nur drei hinter dem Maximum liegt und in dem Schweizer Mike Gwerder (KINI KTM Junior Pro Team) mit 127 Zählern letztlich nur noch einen ernsthaften Konkurrenten im Kampf um den 125er-Titel hat. Gwerder kam mit der sandigen Strecke allerdings nicht optimal zurecht und fuhr nur die fünftbeste Zeit (1:49,367).

Start beim ADAC MX Junior Cup 125. In den Quali-Läufen schaffte auch der Gremersdorfer Fynn-Niklas Tornau den direkten Sprung in die Rennen. Quelle: ADAC Motorsport

Alle Ergebnisse unter https://www.adac-motorsport.de/ergebnisse/de/adac-mx-masters/2019/tensfeld-ohne-mx-junior-cup-85-7298/

Christian Schlichting

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