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Sport im Norden Von Teneriffa über Hamburg nach Japan
Sportbuzzer Sport im Norden Von Teneriffa über Hamburg nach Japan
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23:10 26.04.2017
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Lübeck

Kaum aus Teneriffa zurück, ist Igor Wandtke (Foto) wieder auf Achse. Der Lübecker startet am Samstag mit dem Hamburger Judo-Team in die Mission Titelverteidigung.

Knapp sechs Monate nach dem Triumph bei den Deutschen Mannschafts-Meisterschaften trifft der 26-Jährige mit seinen Jungs zum Ligastart in der Wandsbeker Sporthalle auf den JC Bottrop (17 Uhr). „Das sollte kein Problem werden, wir sind klar favorisiert, haben uns auch mit Topathleten verstärkt“, erklärt Wandtke. So kämpfen jetzt auch der Olympiadritte von London, Dimitri Peters (Hannover), und Rio-Teilnehmer André Breitbarth (Braunschweig) für die Hanseaten. Auch eine Woche später am zweiten Kampftag in Witten ist Hamburg Topfavorit. „Die Vorrunde wird eher langweilig“, ist sich Wandtke sicher. Nur: Danach könnte es eng werden. Denn die Topleute sind dann international unterwegs.

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Auch Wandtke. Auf Teneriffa hat er mit dem Nationalteam drei Wochen Kondition trainiert. Ausdauerläufe, auch bergan, Rad-Touren, Krafteinheiten, auch mal in einer Open-Air-Crossfitbox – all das stand auf seinem täglichen Plan. Nur eines nicht: Judo. „Das war aber eine nette Abwechslung. Und bei Sonne, Strand und Meer ist einem die Schinderei auch viel leichter gefallen.“

Ein Vorspiel für mehr. Denn direkt nach dem Bundesliga-Intermezzo geht es für Wandtke und das Nationalteam nach Asien ins nächste Trainingslager. Zwei Wochen Japan, zwei Wochen Korea. „Da werden wir viele harte Randori, also Trainingswettkämpfe, haben – auf technisch hohem Niveau“, weiß Wandtke. Ein knüppelhartes Programm mit dem der neue Bundestrainer Richard Trautmann seine Hoffungsträger fit für die WM Ende August in Budapest machen will. „In diesem Jahr ist alles auf die WM ausgerichtet. Wir werden vorher kaum bei Turnieren sein, sollen exakt zum Höhepunkt topfit sein“, erklärt Wandtke.

Der Hintergrund: Trautmann will so das Olympiajahr 2020 simulieren. Ein Test, der ab 2018 so nicht mehr möglich ist. Dann müssen seine Athleten auf internationaler Matte Qualifikationspunkte für Tokio 2020 sammeln. Bei Olympia dabei zu sein, das ist nach Platz neun im Vorjahr in Rio, Igor Wandtkes Ziel.

jek

26.04.2017
26.04.2017