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Sport im Norden WM: Wandtke kämpft heute gegen den Frust
Sportbuzzer Sport im Norden WM: Wandtke kämpft heute gegen den Frust
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22:10 02.09.2017
Budapest/Lübeck

. WM-Aus nach dem ersten Kampf. Der Frust von Lübecks Vorzeige-Judoka Igor Wandtke ist auch 72 Stunden danach noch nicht verflogen. „Ich kann es immer noch nicht fassen. Der Frust und die Enttäuschung über das eigene Unvermögen sitzen tief“, gesteht der 26-Jährige. Dass er in der Verlängerung eine Wertung nicht bekommen, die Shido-Bestrafung wegen Inaktivität zu Unrecht kassiert hat, daran will er es nicht fest machen. „Ich war geistig einfach nicht da, hatte ein Brett vor dem Kopf, habe nur so vor mich her gekämpft.“

Und dann gesteht er: „Ich habe eigentlich gerade keinen Bock mehr. Das zweite Jahr hintereinander bin ich hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.“ Wie im Vorjahr zu den Olympischen Spielen war er in Budapest mit dem Ziel gestartet, eine Medaille zu gewinnen. In Rio wurde es Platz neun, „und jetzt nichts. Das ist ein Rückschritt. Und dafür habe ich all meine Kraft investiert, bin von Trainingslager zu Trainingslager gehetzt, war kaum zu Hause, habe so hart wie noch nie trainiert. Das kann es nicht sein, ist richtiger Müll.“ Und er gibt zu, dass ihn Gedanken über ein Karriere-Ende beschäftigen. Sein Plan, bis Olympia 2020 weiterzumachen, als Sportsoldat Freiräume für das Training zu haben – plötzlich ist alles auf dem Prüfstand. „Ich brauche eine Auszeit, muss das sacken lassen.“

Noch nicht in Budapest. Denn da muss er heute mit der Mannschaft noch einmal ran. Eine WM-Medaille als Trost? „Nein, das hilft nicht“, sagt Wandtke. Mit dem Bundestrainer ist er sich einig: „Das ist ein Kopfproblem, gerade der erste Kampf. Da scheitere ich zu oft.“ Er arbeite am Olympiastützpunkt in Hannover bereits mit einem Mentalcoach, „aber das ist neu, erst angelaufen“. Was jetzt bleibe sei erst einmal der Frust.

Der Urlaub kommt da zu rechten Zeit. Am Montag gehts für Wandtke von Budapest zurück in die Heimat, am Dienstag von Hamburg via London für drei Wochen in die USA, „ein paar Tage New York und dann an die Westküste“. Am 30. September will er wieder auf der Matte stehen – für das Hamburger Judo-Team in der Bundesliga.

jek

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