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Sport im Norden Warteschleife & Vergnügungssteuer
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23:10 24.07.2018
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7 Uhr: An Land: kein Windhauch. Der Wetterbericht von „Wetter“Welt“ Kiel liegt auf Deneckes Tisch: „Und da war abzulesen, dass der Wind früh ausreicht.“

8.30: Wettfahrtleiterbesprechung. Die Entscheidung ist gefallen: Wir schicken alle Segler raus.

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9.15: Stephan Uden, Chef Bahn Foxtrott, wo Vaurien und FJ WM und EM segeln, ist auf dem Wasser und entscheidet: Meine Boote bleiben drin. Hier tut sich nichts.

9.50: Trias, Dyas segeln zur Seebahn.

11.00: Finn und die RS-Klassen vor der mecklenburgischen Küste haben Wind, segeln an ihrem letzten TW-Tag zwei Rennen.

13.00: Ein Hauch von Wind für die Varianta-Klasse. Start in die Internationale Deutsche Meisterschaft.

14.06: Frank Schönfeldt, der x-fache Deutsche Meister, Segel- und Liedermacher, schleicht auf seiner Varianta mit Gerd Becker als Erster ins Ziel. Segeln im Zeitlupentempo. „Grandioses Segeln, ich war richtig aufgeregt“, witzelt der 62-jährige Hamburger. „Wir sind konservativ gesegelt, hat ja gut geklappt.“ Doch ist er nicht eigentlich Pirat? „Stimmt, ich bin aber der Haus- und Hof-Segelmacher der Variantas. Wäre doch schlecht, wenn ich hier hinterhersegle. Oder?“ Er wird auch die zwei weiteren Rennen gewinnen.

14.45: Luka Pansa, Laser 4.7-Segler aus Bad Oeynhausen, dümpelt auf der Ostsee. Alpha über H wird auf dem Startschiff gesetzt: Startverschiebung an Land. „Endlich. Wir haben hier fast fünf Stunden gewartet. Jetzt gehts rein“, sagt Luka. Die Laserflotte wird an die Haken der Motorboote genommen und reingeschleppt.

14.55: Wind auf der Seebahn. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel schickt die Dyas und Trias in die letzten Rennen und ärgert sich nach fünf Stunden Warterei: „Die Wettervorhersage war richtig sch . . .“

15.00: Die Laser kommen am Priwall an. Wildes Trailersuchen.

15.15: Interview mit Julian Hoffmann. Der 15-Jährige aus Blaichach bei Sonthofen ist gerade von der Laser-Radial-WM aus den USA zurück. Es war seine erste große Regatta. Platz neun. „Ich bin sehr zufrieden, habe jetzt aber noch Jetlag, war gestern noch etwas müde.“ Sein Ziel in Travemünde: Top 3. Julian sieht die neue Signalflagge. „Oh, ich muss wieder raus.“ Wind kommt. Andere Segler maulen: „Das darf nicht wahr sein. So ein Scheiß. Warum haben wir denn nicht von Beginn an an Land gewartet?“

16.05: Die Vaurien starten in ihre erste Tageswettfahrt.

16.30: Das Trave Race wird vorgezogen. Denecke: „Trave Traffic hat uns ein 45-minütiges Zeitfenster gegeben, dann kommen die Fähren.“ Nur: Die Vaurien sind auf dem Wasser. Die RS Aero springen ein, haben fix ihre Boote vom Trailer geholt.

16.35: Finn-Siegerehrung.

16.50: Yannic-Tim Noack (Leipzig) gewinnt das Trave Race.

17.00: Siegerehrung RS-Flotte. TW-Sportchef Jens Kath: „Auf der Ostsee sind jetzt Traumbedingungen. Luft: 30 Grad, Wasser: 22. Und 15, 16 Knoten Wind aus Nordost. Da müssen andere Vergnügungssteuer zahlen.“

17.50: Bahnchef Uden ruft an. „Bis halb sieben habe ich zwei wunderschöne Rennen im Kasten, mit dem dritten das wird nichts.“ Die Vaurien und FJ brauchen ja eine Stunde für den Rückweg.

19.10: Zieleinlauf der Laser 4.7, sie sind die Schlusslichter auf dem Wasser.

19.45: Siegerehrung Dyas und Trias. Am Grünstrand rüsten sich die Vaurien-Segler für ihren Happy-Hour-Abend.

19.55: Fazit Denecke: „Ein sehr schwieriger Tag. Ich bin froh, dass wir am späten Nachmittag noch Wind bekomnmen haben.“ Und wie ist die Prognose für heute? „Es wird wieder sehr heiß und sehr schwierig. Wir hoffen, dass sich gegen 14 Uhr die Seebrise einstellt.“

Von Jens Kürbis